Precious Bodies_Precarious Lives 2026 – Verbundenheit und Zuversicht als Elemente dekolonialer Bildung
Das projekt.kollektiv des IDA-NRW und das Projekt Q_munity des Queeren Netzwerks NRW laden Sie und Euch herzlich zu unserer gemeinsamen Veranstaltung nach Köln ein:
Am 17. Oktober 2026 findet unsere diesjährige Kooperationsveranstaltung “Precious Bodies_Precarious Lives 2026 – Verbundenheit und Zuversicht als Elemente dekolonialer Bildung” statt, mit der wir an die Veranstaltung aus letztem Jahr anknüpfen wollen.
Gemeinsam mit den Referent*innen Carina Flores und Joel Campe wenden wir uns Fragen rund um Dekolonialität, Verbundenheit und Zuversicht vor dem Hintergrund globaler Krisen
und Unsicherheiten zu, die Einzelne und Communities in unterschiedlicher Weise (be)treffen. In einem gemeinsamen Gespräch am Vormittag und einer Workshop-Einheit am Nachmittag
setzen wir uns mit diesen Themen auseinander und versuchen, diese auch jenseits einer rein intellektuellen Ebene erfahrbar zu machen.
Im Vormittagsprogramm wird der Raum durch erste gemeinsame Übungen und Rituale, kreative Annäherung und ein Fachgespräch gemeinsam mit den Projektreferent*innen eröffnet. Im gemeinsamen Gespräch sollen insbesondere dekoloniale Perspektiven im Rahmen rassismuskritischer Arbeit in den Blick genommen werden. Angesichts aktueller globaler und lokaler Verhältnisse stellen sich Fragen nach Bezugspunkten und Orientierung, Quellen der Zuversicht sowie persönlichen und kollektiven (politischen) Perspektiven mehr denn je. Was haben Verbundenheit und Zuversicht mit dekolonialer Bildung zu tun – gerade dann, wenn die Welt sich alles andere als zuversichtlich anfühlt? Zwischen Krisen, Widersprüchen und Unsicherheiten wird gefragt: Was bedeutet es, miteinander verbunden zu bleiben, ohne Unterschiede und Machtverhältnisse zu übergehen? Wer sind “wir” jenseits rassistischer und heteronormativer Zuschreibungen? Was bedeuten Dekolonialität und Verbundenheit angesichts sehr heterogener Erfahrungen bzw. Lebensentwürfe (bspw.
Flucht/Migration/Postmigration/Queerness...) und geographischen und familiären Beziehungen? Was gilt es (und von wem) zu (ver)lernen? Wir werden den Nachmittag in einem gemeinsamen Workshop verbringen, den Carina und Joel als Braver Space gestalten. Dabei wird es Raum geben für gemeinsames Essen, begleitete Reflexion und Momente des Austauschs, der Verbundenheit, des gemeinsamen Kraft- und Atemschöpfens und der Inspiration.
Infos zu Referent*innen:
Carina Flores (sie / keine Pronomen), eine von Emotionen getragene Person of Color, die sich im europäischen Kontext als lesbisch versteht: “Ich spreche mich für die Gleichzeitigkeit einer radikalen Gesellschaftskritik und Menschenliebe aus. Als cross-disziplinäre Trainer*in und systemische Organisationsberater*in verbinde ich antirassistische, feministische und dekoloniale Ansätze. Ich begleite Menschen und Organisationen dabei, Machtverhältnisse sichtbar zu machen, Widersprüche auszuhalten und Räume für Verbundenheit, Veränderung und neue Formen des Miteinanders zu öffnen.”
Joel Campe (keine Pronomen), weiß und weitgehend able-bodied, queer und nicht-binär positioniert, bietet Prozessbegleitung, Konflikt-/Moderation und Trainings an und kombiniert
darin eine systemische Perspektiven mit machtkritischen Ansätzen: “Meine Sehnsucht ist es, Menschen dabei zu unterstützen, Privilegien, Positionierungen und Verwicklungen kritisch zu reflektieren, Komplexität halten zu üben und sich gemeinsam mit der Global Majority für eine Welt einzusetzen, die von Gerechtigkeit, Verbundenheit und Lebendigkeit geprägt ist.”
Zielgruppen und Hinweise: Eingeladen sind vor allem pädagogische Fachkräfte und Multiplikator*innen, Ehrenamtliche und Aktivist:innen, die im Kontext von Flucht- und (Post-)Migration, von (queerer) Jugendarbeit und/oder Rassismuskritik tätig sind bzw. mit jungen Geflüchteten arbeiten. Durch unser Anmeldeverfahren stellen wir sicher, dass rassismuserfahrene Personen, Personen mit Migrationserfahrung und queere Personen
mehrheitlich repräsentiert sind bzw. bei Anmeldung bevorzugt werden.
Verpflegung und Barrieren: Den ganzen Tag werden warme Getränke und Wasser sowie Snacks (Obst sowie süße und salzige Kleinigkeiten) zur Verfügung stehen. Für die Mittagspause bitten wir die Teilnehmenden, sich mit einer kleinen Speise am Mitbringbuffet zu beteiligen. Nicht alle Räume der Alten Feuerwache sind über einen Aufzug erreichbar – bitte kontaktiert uns im Vorhinein, solltet ihr auf Aufzugnutzung angewiesen sein. Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt. Es steht ein Rückzugsraum zur Verfügung, und die Veranstaltung wird durch ein Awareness-Team begleitet. Die Veranstaltung ist kostenlos, Reisekosten können leider nicht übernommen werden.
Bei Rückfragen rund um Zugänglichkeit, Barrieren, Verpflegung u.Ä. tretet gern frühzeitig mit uns in Kontakt.
Der genaue Veranstaltungsort wird bei Anmeldung bekannt gegeben.
Anmeldungen:
Die Anmeldung ist verbindlich ab jetzt möglich. Bitte schickt hierfür ein E-Mail an qmunity(at)queere-jugendfachstelle.nrw mit folgenden Angaben:
- Name, E-Mail-Adresse, Organisation/Tätigkeit
- Angaben zur gesellschaftlichen Positionierung (z.B. PoC / eigene Migrationserfahrung / weiß / queer / trans etc.) Bitte beachtet die Zielgruppenbeschreibungen der einzelnen Workshops, unser Anmeldeverfahren ist quotiert (s.o.).
- Lasst uns ggf. auch gerne wissen, warum ihr euch für die Veranstaltung interessiert bzw. ob euch eine spezifische Fragestellung beschäftigt.
Wir freuen uns auf Ihre und Eure Anmeldungen!
Das Registrierungsformular kann nicht angezeigt werden - mögliche Gründe: Anmeldung erfolgt formlos per E-Mail, Start-Datum der Veranstaltung ist bereits erreicht, Anmeldefrist oder max. Anzahl Teilnehmer wurde überschritten.
