2025 Re_Struct Online-Modul #6: Herausforderungen und Handlungsstrategien im Hinblick auf strukturellen Rassismus im Gesundheitswesen

27.11.2025 14:00 - 17:00
Anmeldefrist: 17.11.2025


Preis: Kostenlos
Kontakt: Re_Struct, Mail

Die Online-Modulreihe des Fachbereichs Re_Struct geht in die zweite Hälfte! Im September, Oktober und November werden drei Expert*innen Module mit unterschiedlichem Schwerpunkten rund um das Thema Rassismus und Gesundheit anbieten. Die Module können einzeln oder nacheinander besucht werden. 

Online-Modul #6: Herausforderungen und Handlungsstrategien im Hinblick auf strukturellen Rassismus im Gesundheitswesen

Referentin: Amdrita Jakupi

27. November 2025, 14:00-17:00 Uhr, online

Struktureller Rassismus im Gesundheitswesen ist ein intersektionales & transgeneratives Problem, das sich auf Zugang, Qualität und Ergebnis der Versorgung auswirkt. Er äußert sich nicht nur in kategorischer Ignoranz, sondern in systemischen Ungleichheiten und Ungerechtigkeit mit schwerwiegenden bis hin zu tödlichen Folgen, z. B. durch fehlende Sensibilität, diskriminierende Routinen, mangelnde Diversitätskompetenz, dehumanisierende Machtasymmetrien, einseitige Forschung und wissenschaftliche Deutungshoheit. Strukturelle Reformen müssen auf mehreren Ebenen gleichzeitig ansetzen: Bildung, Praxis, Organisation und Gesetzgebung. Erfolgreich ist Antirassismusarbeit dann, wenn sie betroffenen- und ressourcenorientiert, reflexiv, machtkritisch, dekolonial & institutionalisiert ist.

Welche Herausforderungen 

(aufgrund fehlender Diversitäts- und Rassismussensibilität, ungleicher Zugang zu Versorgung, fehlende Datenerhebung, unzureichende Beschwerdestrukturen) 

und Handlungsstrategien 

(durch z.B. Verankerung, Anerkennung und Verantwortungsübernahme von Antirassismus und Antidiskriminierung in der Ausbildung, Fort- und Weiterbildung für Fachpersonal, Repräsentation und Teilhabe, strukturelle Änderung, rechtliche Rahmen, Mehrsprachigkeit und barrierefreier Zugang, inklusive Forschung und intersektionale Datenerhebung) 

können wir im Hinblick auf strukturellen Rassismus im Gesundheitswesen gemeinsam entwickeln und umsetzen? 

Zur Referentin:

Amdrita Jakupi, 35 Jahre, Romni, (Balkan-Ägypterin) und arbeitet in Köln und in Dortmund als systemische Psychotherapeutin mit geflüchteten und traumatisierten Familien. „Die Strukturen von Angststörungen durch Missbrauch, Flucht, Krieg und Diskriminierung haben transgenerative Spuren von Trauma in Verhaltensmustern vieler Menschen mit den ich arbeite, hinterlassen.“

Amdrita gründete 2020 mit zwei weiteren Aktivistinnen den gemeinnützigen Verein save space e.V. in Köln. Eine Plattform mit Fokus auf Intersektionalität, Inklusion, Empowerment, traumainformierter Bildung- und Heilungsarbeit. Zum Thema „Post-Traumatisches Wachstum & Transgenerative Gefühlserbschaften“ hat sie Essays (DE/EN) verfasst. Amdrita ist Teil des konstituierenden Beirats des Beauftragten der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland. Sowie Teil des Expert*innengremiums (Post)Koloniales Erbe der Stadt Köln und der Community Initiative AnKoRa (Anti-Kolonialer-Raum). 

Neben ihrer sozial-politischen und psycho-sozialen Arbeit, ist Amdrita Künstlerin und schafft bildende Kunst, die Schmerz in Stillleben verwandelt. Jedes Werk ist ein Akt der Selbstermächtigung, eine Rückeroberung von Spiritualität und Natur als kollektive Identität, beides ineinander verwurzelt.

Zielgruppe:

Fachkräfte, Engagierte, bis hin zu Leitungspersonen, die sich nach der Aneignung von Grundkenntnissen mit den nächsten Schritten zu rassismuskritischen Strukturen in ihren Einrichtungen befassen wollen. Die Module richten sich sowohl an weiß positionierte Menschen, als auch an BIPoC*, Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte, Migrant*innen u.a. die von Rassismus betroffen sind.

Voraussetzung:

Basiswissen zu Rassismus(-kritik) sowie die Bereitschaft sich mit der eigenen gesellschaftlichen Position auseinanderzusetzen werden vorausgesetzt.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

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