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Rassismus bildet. Bildungswissenschaftliche Beiträge zu Normalisierung und Subjektivierung in der Migrationsgesellschaft

Herausgegeben von Anne Broden und Paul Mecheril
Bielefeld 2010

Dieses Buch versammelt Studien, die sich kritisch mit der Bildungsdimension rassistischer Normalität auseinandersetzen. Rassistische Ordnungsprinzipien des machtvollen Unterscheidens wirken nicht allein als "äußerliche" Verteilung von Ressourcen, sondern sind auch in dem Sinne produktiv, als sie auf Selbst-, Gegenstands- und Weltverständnisse einwirken.
Die Beiträge des Bandes untersuchen als üblich geltende - und dadurch kulturell selbstverständliche - institutionelle und interaktive Praxen der Fremd- und Selbstpositionierung in formellen und informellen Bildungszusammenhängen. Es wird gezeigt, wie die Gewöhnlichkeit solcher, an rassistische Traditionen anschließenden, Unterscheidungspraxen ihre Wirksamkeit ausmacht.

Das Buch ist im Buchhandel erhältlich.

Aus dem Inhalt:

  • Anne Broden & Paul Mecheril
    Rassismus bildet.
    Einleitende Bemerkungen

Rassismus, Normalität, Unterscheidungspraxen

  • Margarete Jäger:
    Rassismus und Normalität im Alltagsdiskurs.
    Anmerkungen zu einem paradoxen Verhältnis
  • Astrid Messerschmidt:
    Distanzierungsmuster.
    Vier Praktiken im Umgang mit Rassismus
  • Maureen Maisha Eggers:
    Die Gleichzeitigkeit von Anerkennung und Illegitimierung.
    Diversität als marktförmige Regulierung von Differenzmarkierungen
  • Wiebke Scharathow:
    Vom Objekt zum Subjekt.
    Über erforderliche Reflexionen in der Migrationsforschung
  • Astride Velho:
    (Un-)Tiefen der Macht.
    Subjektivierung unter den Bedingungen von Rassismuserfahrungen in der Migrationsgesellschaft

Rassismus, Subjektivierungen, Bildungsarbeit

  • Eske Wollrad:
    Getilgtes Wissen, überschriebene Spuren.
    Weiße Subjektivierungen und antirassistische Bildungsarbeit
  • Claudia Machold:
    Rassismusrelevante Differenzpraxen im elementarpädagogischen Kontext.
    Eine empirische Annäherung
  • Thomas Quehl:
    Immer noch die Anderen?
    Ein rassismuskritischer Blick auf die Normalität schulischer Bildungsbenachteiligung
  • Nadine Rose:
    Differenz-Bildung.
    Inszenierung von Migrationsanderen im schulischen Kontext
  • Tobias Linnemann:
    Kritik und Stabilisierung von Rassismus in der politisch-historischen Bildung zum Nationalsozialismus
  • Andreas Foitzik:
    Die Normalität des Rassismus in interkultureller Bildungsarbeit.
    Reflexionen eigener Praxis

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