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Bericht: "get together" – Vernetzungstreffen für junge geflüchtete Menschen in NRW

Am 23. Juni 2018 fand im Soziokulturellen Zentrum Bahnhof Langendreer in Bochum das zweite große Vernetzungstreffen des projekt.kollektiv statt. Unter dem Titel "get together" kamen fast 50 junge Menschen zusammen, um sich über Perspektiven, Bedarfe und Wünsche für gesellschaftliche Teilhabe auszutauschen. Nach den Begrüßungsworten durch das Moderationsteam Avin Mahmoud und Kolja Koch begann die ganztägige Veranstaltung mit einer Präsentation des Ruhrorter Projekts, ein Theater- und Kunstprojekt mit Geflüchteten in Mülheim a. d. Ruhr, das sich mit Theaterinszenierungen und Installationen gegen stereotype und stigmatisierende Kategorisierungen sowie Ausgrenzung von Geflüchteten wendet.

Am Vormittag und am Nachmittag wurden jeweils zwei Workshops angeboten und zusätzlich gab es die Möglichkeit, eigene Open Space Themen vorzuschlagen. Am Vormittag stellten Adnan Shech Hamza und Ahad Turkmani von Jugendliche ohne Grenzen NRW die Arbeit ihrer Initiative vor und eröffneten einen Diskussionsraum zu den Möglichkeiten der Selbstorganisation von jungen geflüchteten Menschen in NRW. Cecil Arndt (Projekt Kompass F) und Kawthar El-Qasem (Projekt re:act) boten den Teilnehmenden Input und einen Raum für Austausch über den Umgang mit Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen. Nach der Mittagspause ging es in die zweite Workshop- bzw. Open Space Phase: Unter dem Titel "Mostafa ist verliebt in Thomas – von der Vielfalt bei Liebe und Geschlecht" thematisierten Katharina Feyrer (Fachstelle Queere Jugend NRW) und Ibrahim Mokdad (Rubicon/Rainbow Refugees Cologne) schwule, lesbische, bisexuelle, trans* und inter*-Perspektiven und die Lebensrealitäten von LSBTIQ*-Geflüchteten in Deutschland. Ruppert Franz (KIRIV-Projekt) und Maya Yoken (djo – Deutsche Jugend in Europa) boten Einblicke in die Jugendverbandsarbeit und informierten die Interessierten über Zugänge und Wege in ihre Strukturen. Im Open Space diskutierten Vertreter*innen des Ruhrorter Projekts am Nachmittag mit einigen Teilnehmenden, wie für sie die ideale Stadt aussähe und wie das Zusammenleben aller Menschen zu gestalten wäre.

Nach einer kurzen Kaffeepause kamen alle zu einer Abschlussrunde zusammen. In einer angenehmen Atmosphäre wurden sowohl zwischen den jungen geflüchteten Menschen untereinander als auch mit den vorgestellten Initiativen und Multiplikator*innen viele neue Kontakte geknüpft. Die Vernetzungsarbeit für und mit jungen geflüchteten Menschen in NRW soll im Rahmen des Projekts auch weiterhin gestärkt und ausgebaut werden.

Mehr Bilder von der Veranstaltung sowie aktuelle Hintergrundinformationen und Veranstaltungstipps sind auch auf der facebook Seite des projekt.kollektiv zu finden.

Kontakt:
Kolja Koch (Projektreferent)
kolja.koch(at)IDA-NRW.de
Tel: 02 11/ 15 92 55- 67

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