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Ab durch die Mitte? Neue Tendenzen des aktuellen Rechtsextremismus, Materialien zum Rechtsextremismus, Bd. 7

IDA-NRW (Hg.): Ab durch die Mitte?

Herausgegeben vom Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen (IDA-NRW)
Düsseldorf 2005

Immer mehr Rechtsextreme wollen - zumindest nach außen hin - nicht mehr den gängigen Klischees (martialisches Auftreten, dumpfe Parolen, Springerstiefel etc.) entsprechen, sondern geben sich als Teil der gesellschaftlichen Mitte aus. Aus ewiggestrigen Außenseiterinnen und -außenseitern sind vielerorts vermeintlich freundliche, adrett gekleidete Nachbarinnen und Nachbarn geworden, die sich als scheinbare Rettungsanker, nicht nur für perspektivlose Jugendliche, darstellen. Neu ist außerdem, dass auf Demonstrationszügen von Rechtsextremen zwischen den bekannten neonazistischen Erscheinungsbildern Personen auftauchen, die sich mit Symbolen "schmücken", die bisher eindeutig auf eine antifaschistische bzw. linke Haltung verwiesen: rote und schwarze Fahnen, Che-Guevara-Konterfeis, Palästinensertücher etc. Doch inzwischen gehören diese Accessoires zum geläufigen Repertoire mancher Rechtsextremer - sie wurden in ihrer Bedeutung der rechten Gedankenwelt "angepasst" und von einem Teil der Szene vereinnahmt.

Dies ist Teil eines Arsenals an Strategien, die in intellektuellen Kreisen der Rechten, insbe-sondere der so genannten Neuen Rechten, entwickelt werden. Konzeptuelle Begriffe wie "Metapolitik", "kulturelle Hegemonie" und "Querfront" bilden die Grundlage bzw. das Ziel des Handelns.

In den verschiedenen Beiträgen von Journalisten und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern werden sowohl Themen aufgegriffen, die sich die Rechten auf ihre Fahnen geschrieben haben, als auch die Strategien benannt, die im Hintergrund stehen. Des Weiteren bietet der Band pädagogisches Material, Literatur- und Internethinweise zur Vertiefung der Problematik sowie einen Überblick über einige Zahlencodes und Symbole der rechten Szene.

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Überblick Nr. 1, März 2020

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20.08.2020 17.09.2020
Einführung in die rassismuskritische und intersektionale Öffnung in Institutionen

15.07.2020 20.07.2020
Ein zweiteiliger Online-Workshop des projekt.kollektiv von und für Multiplikator*innen of Colour /B*IPoC Referent*innen: Wesam Alfarawti (Sea Watch e.V., Zivile Seenotrettung an Europas Grenzen), Winnie Akeri (Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland, ISD). Mit einem Videobeitrag von Vanessa Eileen Thompson (Schwarze feministische und dekoloniale Theoretikerin und Aktivistin). Mittwoch, 15.07.2020 14.00h – 19.00h (mit Pausen), verbindliches Reflexionstreffen: Montag, 20.07.2020 17.00h- 19.00h

Kaddor, Lamya; Fischer, Henriette; Pfaff, Nicole: Module für die pädagogische Arbeit gegen Islamfeindlichkeit und antimuslimischen Rassismus. Hrsg. vom Informations- und Dokumentationszentrum für...

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Das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen (IDA-NRW) hat den neuen Fachbereich Re_Struct zur Beratung und Qualifizierung von Organisationen und Trägern...

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