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Rechtsexteme Musik

Musik ist für die rechtsextreme Szene von großer Bedeutung. Auf der einen Seite können über sie die Weltbilder der Szene leichter an Jugendliche vermittelt werden, auf der anderen Seite spielt die Produktion von Musik, Merchandising und die Veranstaltung von Konzerten auch eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der Szene. Zudem gelten rechtsextreme Konzerte und Festivals oft auch als Treffpunkt zum Austausch innerhalb der Szene. Die rechtsextreme Musikszene in Deutschland bestand dabei 2014 aus um die 200 Bands und etwa 40 Labels (1).

Um Verboten oder Gegenprotesten zu entgehen werden viele Konzerte werden dabei heimlich organisiert. Oft ist vor den Konzerten nur die Region und der Tag bekannt, die Besucher werden dann über Schleusungspunkte zu der Konzertlocation gelotst. Häufig wird dabei auch auf das grenznahe Ausland zurückgegriffen um die Rechtsrock-Events durchzuführen. Eine Kooperation über Ländergrenzen hinweg ist dabei in der Rechtsrock-Szene nicht ungewöhnlich. Neonazistische Musiknetzwerke wie „Blood & Honour“ oder „Hammerskins“ sind international organisiert.

Die sozialen Medien und Videoplattformen wie Youtube haben für Rechtsextreme die Verbreitung ihrer Musik massiv vereinfacht. Mussten sie früher noch Schulhof-CDs vertreiben um ihre Musik unter Jugendliche zu bringen, so sind rechtsextreme Musiktitel heute immer nur ein paar Klicks weit entfernt. Zudem haben sich Rechtsextreme zusätzliche Musikgenres angeeignet. Nutzten die Rechten bis in die 2000er Jahre vor allem Rechtsrock, Black Metal und Volksmusik um ihre Inhalte zu verbreiten, gibt es nun auch rechtsextreme Gruppen die Hardcore oder Hip-Hop spielen.

(1) www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/185064/rechtsrock-fuer-s-vaterland

 

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Einführung in die rassismuskritische und intersektionale Öffnung in Institutionen

15.07.2020 20.07.2020
Ein zweiteiliger Online-Workshop des projekt.kollektiv von und für Multiplikator*innen of Colour /B*IPoC Referent*innen: Wesam Alfarawti (Sea Watch e.V., Zivile Seenotrettung an Europas Grenzen), Winnie Akeri (Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland, ISD). Mit einem Videobeitrag von Vanessa Eileen Thompson (Schwarze feministische und dekoloniale Theoretikerin und Aktivistin). Mittwoch, 15.07.2020 14.00h – 19.00h (mit Pausen), verbindliches Reflexionstreffen: Montag, 20.07.2020 17.00h- 19.00h

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