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(Vergriffen) Kinder- und Jugendarbeit zu rassismuskritischen Orten entwickeln

Kinder- und Jugendarbeit zu rassismuskritischen Orten entwickeln.

Anregungen für die pädagogische Praxis in der Migrationsgesellschaft

Herausgegeben vom Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen (IDA-NRW)
Düsseldorf 2016, 76 Seiten

Migrationspädagogik und Rassismuskritik erscheinen vielleicht auf den ersten Blick abstrakt. Die vorliegende Broschüre will diese Begriffe mit Leben füllen und zeigen, dass eine migrationspädagogische und rassismuskritische Praxis umsetzbar ist. Sie soll Mut machen und inspirieren, die eigene Praxis zu reflektieren und weiterzuentwickeln, um adäquate pädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche in der Migrationsgesellschaft anbieten zu können. Dazu gehört es, sowohl ein Bewusstsein für die Bedeutung von Rassismus in der alltäglichen pädagogischen Praxis zu entwickeln als auch institutionelle Strukturen zu verändern.

Den Kern der vorliegenden Broschüre bilden die Darstellungen der insgesamt 21 Praxisprojekte, die sechs inhaltliche Schwerpunkte einer rassismuskritischen Arbeit in den Vordergrund stellen: Kinder und Jugendliche als Zielgruppe, Empowerment von Jugendlichen, Sensibilisierung von Jugendlichen für Rassismus und Antisemitismus, institutionelle Strukturen schaffen und verändern, Vernetzung und Qualifizierung. Die hier dokumentierten Projekte zeigen die Vielfalt und Kreativität migrationspädagogischer sowie rassismus- und antisemitismuskritischer Kinder- und Jugendarbeit: Pädagogische Settings und Strukturen der unterschiedlichen Einrichtungen, in denen eine Auseinandersetzung mit strukturellem, institutionellem und alltäglichem Rassismus und Antisemitismus sowie mit Strategien des Empowerments ermöglicht wird.
Neben der Abbildung der Praxisprojekte werden in dem Beitrag Gelingensbedingungen einer rassismuskritischen und migrationspädagogischen Kinder- und Jugendarbeit Voraussetzungen und Rahmenbedingungen einer angemessenen Kinder und Jugendarbeit, wie sie von den Akteur_innen der präsentierten Projekte benannt wurden, in den Blick genommen. Die Projektverantwortlichen wurden danach gefragt, welche Bedingungen die erfolgreiche Umsetzung der Projekte möglich gemacht haben und wo sie Stolpersteine und Herausforderungen sehen.

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