RSS

Glossar Detailansicht

Repräsentationsverhältnisse

Repräsentationsverhältnisse spiegeln die Positionierung und Darstellungsweise z. B. von Frauen, Migranten, behinderten Menschen in der Gesellschaft wider. Sie verdeutlichen, wer über wen und in welcher Weise im öffentlichen Diskurs spricht und sie sind ein Indiz für gesellschaftliche Machtgefüge. Mehrheitsangehörige meinen, die Bedürfnisse und Interessen der jeweils betroffenen Anderen angemessen formulieren und vertreten zu können, übersehen dabei allerdings oft, dass sie von der Lebenswelt des/der Anderen zu wenig verstehen, und dass eigene Interesse in die Vertretungsweise hinein spielen (können). Noch zu selten kommen die Betroffenen selbst zu Wort, um ihre Standpunkte und Interessen zu vertreten. Insofern können Repräsentationsverhältnisse als ein Indiz für Partizipationschancen von Minderheiten interpretiert werden: Um so mehr die jeweils betroffene Gruppe für sich selbst zu sprechen in der Lage ist und auch vernommen wird, desto besser ist es um ihre Partizipation bestellt. Allerdings können auch Selbstrepräsentationen mit konstruierten Zuschreibungen und Reduzierung komplexer Lebenswelten einhergehen.

Zurück

Aktuell bei IDA-NRW

Überblick Nr. 4, Dezember 2018

mehr

Es ist soweit – im Mai startet das projekt.kollektiv die Qualifizierungsreihe für Multiplikator*innen der rassismuskritischen Jugendbildungsarbeit im Kontext Migration und Flucht.

In Kooperation mit...

mehr

Herausgegeben von Kawthar El-Qasem, i.A. der OBR – Opferberatung Rheinland, Düsseldorf 2019, 42 Seiten

Am 28.11.2018 veranstaltete das Projekt re.act der Opferberatung (OBR) Rheinland den Fachtag...

mehr