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Rasse

Der Begriff ist bezogen auf Menschen wissenschaftlich unhaltbar und obsolet. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beleg für die Existenz unterschiedlicher menschlicher »Rassen«. Studien haben vielmehr belegt, dass die genetischen Unterschiede innerhalb einer sog. »Rasse« größer sind als die, die zwischen zwei sog. »Rassen« bestehen. Gleichwohl taucht der problematische Begriff auch in Gesetzestexten auf, z. B. wenn im Grundgesetz formuliert wird, dass niemand »wegen seiner Rasse« benachteiligt werden darf. Im Entwurf für ein Antidiskriminierungsgesetz wurde stattdessen die Formulierung »aufgrund der Rasse« gewählt, um zu verdeutlichen, dass nicht das Gesetz von der Existenz verschiedener menschlicher »Rassen« ausgeht, sondern »dass derjenige, der sich rassistisch verhält, eben dies annimmt«. Richtigerweise sollte auch in Gesetzestexten von »zugeschriebener Rasse« oder »Diskriminierung aus rassistischen Gründen« gesprochen werden. »Rasse« ist ein Produkt des Rassismus und nicht umgekehrt.

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Überblick Nr. 2, Juli 2019

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27.09.2019 09:30
Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens veranstaltet das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen (IDA-NRW) eine Fachtagung mit dem Titel "Allianzen bilden in einer gespaltenen Migrationsgesellschaft? Rückblicke, Einblicke und Ausblicke aus der rassismuskritischen Bildungsarbeit".
  Ort: Künstlerverein Malkasten

Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens veranstaltet das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen (IDA-NRW) eine Fachtagung zum Thema Allianzen in der...

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Es ist soweit – im Mai startet das projekt.kollektiv die Qualifizierungsreihe für Multiplikator*innen der rassismuskritischen Jugendbildungsarbeit im Kontext Migration und Flucht.

In Kooperation mit...

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