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Neue Rechte

Als Neue Rechte bezeichneten sich ab den 1960er Jahren Rechtsextreme, die sich von der am Nationalsozialismus orientierten »Alten Rechten« absetzen wollten und eine Modernisierung rechtsextremer Ideologie und Strategien anstrebten. Die heute heterogene und informelle Strömung versteht sich als Avantgarde innerhalb des rechtsextremen Spektrums, nach außen hat sie eine Brückenfunktion in die gesellschaftliche Mitte. Vertreter der Neuen Rechte greifen ideologisch auf autoritäre und elitäre Denkschulen der »Konservativen Revolution« in der Weimarer Republik zurück und versuchen, über Elitendiskurse gesellschaftliche Diskurse zu prägen und Begriffe neu zu besetzen. Die Neue Rechte propagiert Ethnopluralismus, eine homogene Gesellschaft und den autoritären, von einer kleinen Elite geführten Staat. Sie richtet sich gegen die Ideen der Aufklärung und inszeniert sich als Tabubrecher gegen einen angeblich »linken Meinungsterror«. Zum Netzwerk gehören Einzelpersonen, informelle Diskussionsrunden, Schulungszentren, Institute (z.B. Institut für Staatspolitik) sowie Zeitschriften und Verlage (z.B. Junge Freiheit).

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Überblick Nr. 3, Oktober 2019

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