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Revisionismus

Der Begriff bezeichnet Versuche, eine allgemein anerkannte wissenschaftliche Erkenntnis in Frage zu stellen, neu zu bewerten oder umzudeuten. Als »Revisionisten« bezeichnen sich vor allem Rechtsextreme, die eine Umdeutung des Geschichtsbildes – insbesondere der Geschichte des Nationalsozialismus – anstreben. Sie versuchen, die deutsche Schuld am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges zu verkleinern oder die Verbrechen des NS-Regimes zu verharmlosen. Mit der sog. »Auschwitzlüge« wurde unterstellt, dass es den NS-Völkermord an den europäischen Juden nicht gegeben habe. Revisionisten bedienen sich pseudowissenschaftlicher Argumente und berufen sich – wenn überhaupt – auf wenige Quellen, die wissenschaftlichen Kriterien nicht standhalten. Sie verfälschen Befunde, führen Zitate an, die aus dem Zusammenhang gelöst sind und blenden die zahlreichen Dokumente aus, die ihren kruden Thesen entgegenstehen. Wer heute öffentlich den Holocaust leugnet, muss in Deutschland mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe wegen Volksverhetzung rechnen.

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