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Neu Kinder- und Jugendarbeit zu rassismuskritischen Orten entwickeln. Anregungen für die pädagogische Praxis in der Migrationsgesellschaft 2016

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Überblick Nr. 4, Dezember 2016

Schwerpunkt: Blick zurück nach vorn

Zum Theorie-Praxis-Verhältnis in der Rassismuskritik  

Eine Veranstaltung des IDA-NRW in Kooperation mit der Hochschule Koblenz, der Fachhochschule Potsdam, der Universität zu Köln und dem Institut Social Justice und Diversity

Thema
„Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie."
„Das ist zwar theoretisch richtig, taugt aber nicht für die Praxis."

Im Anschluss an die Jubiläumstagung des IDA-NRW im September 2014 in Hattingen, bei deren Abschlussreflexionen u. a. diese Standpunkte aufeinanderprallten, kam die Idee auf, das Theorie-Praxis-Verhältnis im Themenfeld der Rassismuskritik einmal grundsätzlich zu beleuchten, um die oben genannten Pole zu überwinden. Dabei können wir danach Ausschau halten, was hinter Polarisierungen zwischen Theorie und Praxis sowie Zuschreibungen an Praktiker_innen und Theoretiker_innen steckt, wie etwa sachlich begründete Unterschiede (Theorie als ideelles Konzept und Praxis als materielle Handlung und Veränderung), aber auch tiefe Verletzungen auf beiden Seiten (z. B. durch Antiintellektualismus auf der einen und durch Abwertung von Praxiserfahrung und -handeln auf der anderen Seite). Wir wollen danach fragen, inwiefern diese Polarisierungen zugunsten einer rassismuskritischen Theorie und Praxis sowie Praxis und Theorie aufzulösen bzw. zu vermitteln wären.
Wir wollen bei diesem Fachtag beide Pole kritisch reflektieren und dabei u. a. folgenden Fragen nachgehen: Welche Bedeutung hat die rassismuskritische Theoriebildung für rassismuskritische Praxen und umgekehrt? Was braucht eine rassismuskritische Theorie von der Praxis und umgekehrt? Wie kann ein Transfer von der rassismuskritischen Praxis zur Theorie und von der Theorie zur Praxis gestaltet werden? Welche Art der Praxis ist die rassismuskritische Theorie und wo ist die rassismuskritische Praxis bereits selbst theoretisch? Was sind die Gründe für die kontinuierliche Reproduktion der Spannung zwischen Theorie und Praxis?
Diesen und weiteren Fragen wollen wir in einem weitgehend selbstorganisierten Prozess von Samstag, 7. November 2015, 14.00 Uhr bis Sonntag, 8. November 2015, 16.00 Uhr nachgehen. Wir werden in einem kleinen Kreis von rund 15 Personen, die aus der Wissenschaft, der Praxis und dem Theorie-Praxis-Transfer kommen, arbeiten.

Termin
7./8. November 2015

Ort
DGB-Bildungsstätte Hattingen

Infos
IDA-NRW
Anne Broden
Volmerswerther Straße 20
40221 Düsseldorf
Tel: 02 11 / 15 92 55-5
info[at]ida-nrw.de

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