Überblick Nr. 2, Juli 2017

Schwerpunkt: Die Schwierigkeit mit Diversität umzugehen

Publikationen

Neu Kinder- und Jugendarbeit zu rassismuskritischen Orten entwickeln. Anregungen für die pädagogische Praxis in der Migrationsgesellschaft 2016

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Netzwerk zur Beratung von Eltern und Bezugspersonen rechtsextremer Jugendlicher in NRW

Das neue Projekt des IDA-NRW zielt darauf ab, in Nordrhein-Westfalen ein Netzwerk von Expertinnen und Experten aus Jugendhilfe, Schule und Elterninitiativen zur qualifizierten Beratung und Unterstützung von Angehörigen und Bezugspersonen rechtsextrem orientierter Jugendlicher aufzubauen.

 

Inhalte und Ziele

  • Dezentrale und landesweite Vernetzungstreffen
  • Vermittlung von Netzwerk-, Beratungs- und Coachingansätzen
  • Vermittlung von Hintergrundwissen über Erscheinungsformen des Rechtsextremismus, speziell in NRW (Ideologie und Strategien, Organisationen und szenetypische Zusammenschlüsse, Rechtsextremismus im ländlichen Raum etc.)
  • Informationen über Jugend und Rechtsextremismus (rechtsextreme Jugendkultur, Wege in die rechtsextreme Szene, Einstellungen und Motive gewaltbereiter Jugendlicher etc.)
  • Auseinandersetzung mit der Bedeutung familiärer Sozialisation für die Herausbildung rechtsextremer Orientierungen bei Jugendlichen (autoritäre Familienstrukturen, Klima fehlender Anerkennung etc.)
  • Anforderungen an die spezifische Beratungssituation (Problemlagen im Kontext rechtsextremer Ideologien erkennen, Differenzierungen und Einordnung von Problemschilderungen etc.)
  • Informationen zu den verschiedenen Wegen aus der rechtsextremen Szene (Entwicklung von Lösungsstrategien, Vielfalt der Ausstiegsprozesse, Aussteigerhilfen, Elterninitiativen etc.).

Der für das Projekt gewählte Ansatz knüpft mit der regionalen Vernetzung von Fachkräften aus Jugendämtern und Beratungsstellen sowie anderen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren an Erfahrungen aus dem früheren Aussteigerprojekt der Landesregierung NRW an. Damit sollen die vor Ort vorhandenen fachlichen Ressourcen von lokal verankerten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Jugend(sozial)arbeit, Lehrerinnen und Lehrern sowie engagierten Eltern genutzt und für das spezifische Problemfeld "Jugendliche, Eltern und Rechtsextremismus" qualifiziert und vernetzt werden. Angestrebt wird ein flächendeckendes Netzwerk, das ratsuchenden Eltern, Angehörigen und Bezugspersonen rechtsextrem orientierter Kinder und Jugendlicher eine qualifizierte Beratung ermöglicht.

Termine für die Vernetzungs- und Fortbildungsveranstaltungen

1. Modul (drei alternative Termine):
21. Februar 2008: Essen
26. Februar 2008: Dortmund
28. Februar 2008: Köln

2. Modul (drei alternative Termine):
21. Mai 2008: Essen
27. Mai 2008: Dortmund
29. Mai 2008: Köln

3. Modul (drei alternative Termine):
21. August 2008: Essen
26. August 2008: Dortmund
28. August 2008: Köln

Förderung

Das Projekt wird gefördert im Rahmen des Sonderprogramms "Beschäftigung, Bildung und Teilhabe vor Ort" durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und den Europäischen Sozialfonds sowie durch das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

Kontakt

Birgit Rheims
IDA-NRW
Volmerswerther Straße 20
40221 Düsseldorf
Tel: 02 11 / 15 92 55-5
info[at]ida-nrw.de