Publikationen

Neu Kinder- und Jugendarbeit zu rassismuskritischen Orten entwickeln. Anregungen für die pädagogische Praxis in der Migrationsgesellschaft 2016

Download

Überblick Nr. 4, Dezember 2016

Schwerpunkt: Blick zurück nach vorn

Fachtagung: Erinnerung in der Einwanderungsgesellschaft

DA-NRW in Kooperation mit dem Bildungswerk der Humanistischen Union NRW, dem Landeszentrum für Zuwanderung NRW und der Landeszentrale für politische Bildung NRW

Termin:
30. November 2005

Ort:

Jugendherberge Köln-Deutz

Thema:
Die Tagung beleuchtet die Themenfelder Geschichte und Erinnerung in der Einwanderungsgesellschaft, einer Gesellschaft, die nicht (mehr) geprägt ist durch ein national oder ethnisch definiertes homogenes Ganzes, sondern durch Vielfalt und Heterogenität. Ziel der Tagung ist es, Einwanderungsgesellschaft, Zuwanderung und NS-Vergangenheit erinnerungskulturell zusammen zu denken und zu diskutieren:

- Wie verändern sich Wahrnehmung und Darstellung von Geschichte?

- Wer bringt welche familiären und kollektiven Erfahrungen und Traditionen in die Diskussion ein, und was bedeutet diese Entwicklung für die Geschichtserzählung der Bundesrepublik?

- Welche Veränderungen oder Erweiterungen werden in Bildungszusammenhängen, vor allem in der Schule oder in Gedenkstätten und in der Öffentlichkeit sichtbar?

- Wird eine neue Multiperspektivität Kennzeichen "unserer" Geschichte und Erinnerung?

Diese Fragen wollen wir im Jahr 2005, in dem sich zum 60. Mal das Kriegsende und zum 50. Mal die Unterzeichnung des ersten Arbeitskräfteabkommens mit Italien jährt, diskutieren.

Wir laden Sie herzlich zu unserer Fachtagung ein.

Programm:

Ab 09.30 Uhr
Stehkaffee

10.00 Uhr
Begrüßung und thematische Einführung
Anne Broden
(IDA-NRW)

10.30 - 12.00 Uhr
Baustelle Erinnerungskultur:
Geschichtsbilder zwischen Pluralisierung und Engführung
Dr. Matthias Proske
(Erziehungswissenschaftler, Universität Frankfurt/M.)
Diskussion

12.00 Uhr
Mittagspause

13.00 - 14.30 Uhr
Workshops

1. Historisch-politische Bildung in der Einwanderungsgesellschaft:
Ist nicht-ethnisierender Unterricht möglich?
Dr. Kuno Rinke
(Deutsche Vereinigung für politische Bildung)
Moderation: Dr. Heidi Behrens
(Bildungswerk der Humanistischen Union NRW)

2. Entkonkretisierung und Trivialisierung:
NS-Geschichte - Steinbruch für universelle Menschenrechtsbildung?
Gottfried Kößler
(Fritz-Bauer-Institut Frankfurt/M.)
Moderation: Dr. Hans Wupper-Tewes
(Landeszentrale für politische Bildung NRW)

3. Perspektiven der historisch-politischen Bildung in der Einwanderungsgesellschaft.
Ergebnisse einer empirischen Studie
Rainer Ohliger
(Netzwerk Migration in Europa e. V.)
Bartholomäus Figatowski
(Universität zu Köln)
Moderation: Jan Motte
(Landeszentrum für Zuwanderung NRW)

14.30 Uhr
Kaffeepause

15.00 - 16.30 Uhr
Gesprächsrunde:
Was geht ‚uns' ‚Eure' Geschichte an?
Eleonore Wiedenroth-Coulibaly
(Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland)
Dr. Manuel Gogos
(Dokumentationszentrum und Museum für die Migration in Deutschland e. V., Domit)
Giovanni Pollice
(Bundesvorstand der IG Bergbau, Chemie, Energie, Referat Migration)
Moderation: Daniela Milutin
(Westdeutscher Rundfunk)

16.30 - 17.00 Uhr
History reloaded - Kanaken machen Geschichte
Abschlussreflektionen des Tagungsbeobachters
Massimo Perinelli
(Historiker, Universität zu Köln, Kanak Attak)

Kosten:
Die Tagungskosten betragen 10,- € (inkl. Verpflegung bei eigener Anreise).


Informationen:
IDA-NRW, Anne Broden, Tel: 02 11 / 15 92 55 -5, info@ida-nrw.de