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Neu Kinder- und Jugendarbeit zu rassismuskritischen Orten entwickeln. Anregungen für die pädagogische Praxis in der Migrationsgesellschaft 2016

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Überblick Nr. 1, März 2017

Schwerpunkt: Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus in der historisch-politischen Bildungsarbeit

Identitäten in der Migrationsgesellschaft. Auswirkungen antisemitischer und rassistischer Gewaltverhältnisse auf Subjekte und Gesellschaft

Eine Veranstaltung der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Kooperation mit IDA-NRW, der Melanchthon Akademie, der VHS, der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus im NS-DOK der Stadt Köln sowie der Heinrich Böll Stiftung NRW und weiteren Kooperationspartnern

Thema:
Deutschland ist schon immer eine Migrationsgesellschaft gewesen. Menschen kamen und kommen nach Deutschland, weil sie hier u. a. ein besseres Leben, eine Ausbildung und/oder Schutz vor Verfolgung erhoff(t)en. Sie verlassen - oft ungewollt - ihre Heimat und verändern sich durch die Migration, ebenso wie sich die Aufnahmegesellschaft verändert.
In diesem Zusammenhang stellen sich unweigerlich Fragen nach der Herausbildung und Entwicklung von Identitäten, die auch Fragen nach rassistischen und antisemitischen Aus- und Abgrenzungen umfassen. Für den Rassismus wie auch für den Antisemitismus sind kollektivierende und dichotomisierende Unterscheidungen in ‚Wir‘- und ‚Sie‘-Gruppen von zentraler Bedeutung - Unterscheidungen, die mit Blick auf die Entwicklung von Identitäten eine enorme Wirkmächtigkeit entfalten können.
Thema unserer Tagung sind antisemitische und rassistische Subjektivierungen sowie individuelle und gesellschaftliche Abwehrpolitiken. Dabei betrachten wir die Gemeinsamkeiten von Antisemitismus und Rassismus, tragen aber auch den unterschiedlichen Zuschreibungen und historischen Entwicklungen Rechnung. Neben der theoretischen Fundierung des Themas werden verschiedene pädagogisch-didaktische Konzepte für die außer-/schulische (politische) Bildungsarbeit konkretisiert, die alle gesellschaftlichen Akteur_innen einbeziehen und dabei Heterogenität grundlegend als Normalität und Ausgangsbedingung betrachten.

Programm:
Donnerstag, 19. Mai 2016
12.00 Uhr Anmeldung
13.00 Uhr Begrüßung und Einleitung
„Zigeunerboxer" - ein Theaterstück mit
Andreas Kunz
14.00 Uhr Identitäten in der Migrationsgesellschaft: Erfahrungen von antisemitischer und rassistischer Diskreditierung und Subjektivierung
Podiumsgespräch mit Dr. Meron Mendel und Prof. Dr. Astride Velho
15.15 Uhr Pause und Imbiss
15.45 Uhr Workshops:
1. Rassistische Subjektivierung in Bildungssettings
Dr. Claudia Machold und Dr. Nadine Rose
2. Ethnisierung der Genderdebatte, Genderisierung der Migrationsdebatte
Prof. Dr. Susanne Spindler
3. Antisemitismuskritische Subjektorientierung und antisemitische Subjektivierung
Prof. Dr. Astrid Messerschmidt
4. Antisemitismen in der Migrationsgesellschaft
Guido Follert und Prof. Dr. Wolfram Stender
5. Emotionsgeschichte und Antisemitismus
Mariana Chernivsky
18.00 Uhr Informeller Austausch und Umtrunk

Freitag, 20. Mai 2016
9.00 Uhr Einführung in den Tag
9.15 Uhr Workshops:
6. Stress- und traumasensibler Ansatz im Umgang mit Gewaltfolgen in der pädagogischen Arbeit
Alena Mehlau
7. Wie können wir Bildungsräume (besser) als Möglichkeitsräume der Rassismuskritik nutzen?
Christine Müller
8. Spannungsfeld Jugendkultur - Rassismus - Identitäten
Hannes Loh und Murat Güngor
9. Pädagogischer Umgang mit von Rassismus und Antisemitismus potentiell Betroffenen
Deborah Krieg
10. Bildungsarbeit gegen Antisemitismus
Dr. Türkân Kanbıçak
11.15 Uhr Pause
11.45 Uhr Vortrag und Diskussion
Antiziganismus - Eine Herausforderung für unsere demokratische Gesellschaft
Romani Rose
13.00 Uhr Mittagessen und Ende der Tagung

Organisatorisches/Anmeldung:
Verbindliche Anmeldung bis zum 6. Mai 2015:
anmeldung@melanchthon-akademie.de oder Tel: 02 21 / 93 18 03 0
Benennen Sie bitte bei Ihrer Anmeldung jeweils einen Workshop sowie jeweils einen alternativen Workshop für Donnerstag und Freitag. Begrenzte Teilnehmer_innenzahl für Workshops.
Nach der Anmeldung erhalten Sie zur Zahlung weitergehende Informationen.
Es fällt ein Teilnahmebetrag an von 25,- € für Berufstätige und 10,- € für Geringverdienende (Imbiss und Getränke inbegriffen).
Tagungsort: Melanchthon-Akademie Köln, Kartäu¬ser¬wall 24b, 50678 Köln, Anfahrtsbeschreibung: www.melanchthon-akademie.de/imprint/anfahrt

Information:
IDA-NRW, Anne Broden, info@IDA-NRW.de, www.IDA-NRW.de, Tel: 02 11 / 15 92 55-5

Förderung:
Die Tagung wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie Leben! sowie vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

Ausschreibung