Überblick Nr. 1, März 2010

Schwerpunkt: Rechtsextremismus in NRW vor den Landtagswahlen

Überblick 1/2010

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Parteien rechtsaußen.

NRW und Düsseldorf vor den Landtagswahlen, hg. v.Antifa-Arbeitskreis FH Düsseldorf, Antirassistisches Bildungsforum Rheinland, Arbeitsstelle Neonazismus der FH Düsseldorf

Expertise des Antifa-Arbeitskreises, des Antirassistischen Bildungsforum Rheinland und der Arbeitsstelle Neonazismus der FH Düsseldorf

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Glossar

Nationalsozialismus
Der Begriff »Nationalsozialismus« (NS) bezeichnet die Ideologie der »Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei« (NSDAP) und die totalitäre Diktatur unter Adolf Hitler von 1933 bis zur 1945. Wesentliche Elemente der NS-Ideologie sind Antiliberalismus, Antiparlamentarismus, Führerkult, Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus, Antikommunismus, Imperialismus und Militarismus. Unter Führung Adolf Hitlers errichteten die Nationalsozialisten ab 1933 den sog. »Führerstaat« bzw. das sog. »Dritte Reich«. Sie begannen 1939 Eroberungskriege, die den Zweiten Weltkrieg auslösten, und verübten die Verbrechen des Holocaust, denen rund 6 Millionen europäische Juden zum Opfer fielen.
Neonazismus
Der Begriff ist eine Abkürzung für Neo- oder neuer Nationalsozialismus und bezeichnet einen Teilbereich des Rechtsextremismus bzw. der Extremen Rechten: Neonazis beziehen sich offen auf den Nationalsozialismus der NSDAP bzw. Adolf Hitlers und verharmlosen bzw. verherrlichen ihn. Die inhaltliche Bezugnahme auf die NS-Ideologie ist innerhalb des neonazistischen Spektrums unterschiedlich ausgeprägt. In der Regel befürworten Neonazis nationalsozialistische Vorstellungen von einem totalitären »Führerstaat« auf rassistischer Grundlage.
Neue Rechte
Als Neue Rechte bezeichneten sich ab den 1960er Jahren Rechtsextreme, die sich von der am Nationalsozialismus orientierten »Alten Rechten« absetzen wollten und eine Modernisierung rechtsextremer Ideologie und Strategien anstrebten. Die heute heterogene und informelle Strömung versteht sich als Avantgarde innerhalb des rechtsextremen Spektrums, nach außen hat sie eine Brückenfunktion in die gesellschaftliche Mitte. Vertreter der Neuen Rechte greifen ideologisch auf autoritäre und elitäre Denkschulen der »Konservativen Revolution« in der Weimarer Republik zurück und versuchen, über Elitendiskurse gesellschaftliche Diskurse zu prägen und Begriffe neu zu besetzen. Die Neue Rechte propagiert Ethnopluralismus, eine homogene Gesellschaft und den autoritären, von einer kleinen Elite geführten Staat. Sie richtet sich gegen die Ideen der Aufklärung und inszeniert sich als Tabubrecher gegen einen angeblich »linken Meinungsterror«. Zum Netzwerk gehören Einzelpersonen, informelle Diskussionsrunden, Schulungszentren, Institute (z.B. Institut für Staatspolitik) sowie Zeitschriften und Verlage (z.B. Junge Freiheit).

 


Autorin: B. Rheims
Erstellt: 22.02.2010