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Rechtsextremismus - War da was?

Informationen zur extremen Rechten in NRW und Anregungen für die pädagogische Praxis, Düsseldorf 2012

Reader des IDA-NRW

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(Auszug)

Überblick Nr. 3, September 2012

Schwerpunkt: Opferperspektive

Überblick_3-12

Überblick_3_2012

 

Reader

Rechtsextremismus - War da was?IDA-NRW (HG.):
Rechtsextremismus - War da was? Informationen zur extremen Rechten in NRW und Anregungen für die pädagogische Praxis, Düsseldorf 2012

Führen die rassistischen Morde der Rechtsterroristen, die im November 2011 ans Licht kamen, zu einer nachhaltigen und entschiedenen Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus oder wird mit zeitlicher Distanz das Thema wieder von der politischen Agenda verschwinden und werden Politik und Medien in einigen Monaten wieder fragen: Rechtsextremismus - war da was?

Diese Broschüre bietet im ersten Teil Informationen und Analysen zu verschiedenen Aspekten des Rechtsextremismus insbesondere in NRW. Die Autorinnen und Autoren geben einen Überblick über das Spektrum der extremen Rechten, analysieren die in NRW besonders aktiven "Autonomen Nationalisten", Kameradschaften und Netzwerke und zeigen an unterschiedlichen Beispielen Themensetzungen und Strategien rechtsextremer Gruppen und Parteien auf. In den Beiträgen kommen auch die Widersprüche rechtsextremer Ideologien, szeneinterne Konflikte und Anschlussmöglichkeiten an Diskurse der gesellschaftlichen Mitte zur Sprache.

Der zweite Teil des Readers widmet sich der pädagogischen Praxis. In mehreren Beiträgen werden vor allem die Rahmenbedingungen der pädagogischen Arbeit mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen analysiert und Anregungen für die Bildungsarbeit bzw. den pädagogischen Umgang gegeben. Die Autorinnen und Autoren verdeutlichen hierbei u. a. die Bedeutung der Beziehungsebene und einer wertschätzenden bzw. differenzsensiblen Grundhaltung. Darüber hinaus wird in den Beiträgen der Frage nachgegangen, wie in Schule und Jugendarbeit mit rechtsextremen Äußerungen, entsprechender Musik und der Propaganda im Web umzugehen ist und welche Comics als Bildungsmaterialien in den letzten Jahren entstanden sind.

Im abschließenden Serviceteil findet sich eine Zusammenstellung von Einrichtungen, die in NRW zum Themenspektrum Rechtsextremismus informieren, kommunale und zivilgesellschaftliche Akteure beraten sowie von Rechtsextremismus und Rassismus Betroffene oder Ausstiegswillige unterstützen.

Inhaltsverzeichnis und ausgewählte Seiten Wider_Vogel_Strauss_Prinzip


Wider_Vogel_Strauss_prinzipIDA-NRW (Hg.):
Wider das Vogel-Strauß-Prinzip. Zum Umgang mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen, Materialien zum Rechtsextremismus, Bd. 8, Düsseldorf 2007

Der Reader widmet sich den Möglichkeiten und Grenzen pädagogischer Antworten auf Rechtsextremismus und gibt praktische Tipps für Jugendarbeit, Schule und Familien. Die Beiträge des Bandes zeigen, dass es kein Patentrezept zur Förderung von Ausstiegen aus der rechtsextremen Szene gibt. Die Autorinnen und Autoren machen aber deutlich, dass Wegsehen und Ignorieren - mit anderen Worten: ein Vogel-Strauß-Verhalten - keine Erfolg versprechenden Strategien sind. Sie plädieren vielmehr für Beziehungsarbeit, Grenzsetzungen und inhaltliche Auseinandersetzungen.
Nach einer Einführung in die „Erlebniswelt Rechtsextremismus" werden im Kapitel „pädagogische Interventionen" verschiedene Handlungsmöglichkeiten für Lehrerinnen und Lehrer sowie für Fachkräfte der Jugendarbeit aufgezeigt. Das Kapitel „Wege aus der Szene" beinhaltet Analysen zu Einstiegs- und Ausstiegsprozessen und stellt Eckpunkte zur Beratung von Angehörigen rechtsextrem orientierter Jugendlicher vor, die auf Hilfe zur Selbsthilfe abzielt. Das Kapitel „Verhaltenstipps" informiert über Gegenstrategien bei Stammtischparolen und gibt Eltern und Angehörigen praxisnahe Anregungen zum Umgang mit ihrem Kind. Der abschließende Serviceteil umfasst eine kommentierte Literaturliste, für die Bildungsarbeit geeignete Filme sowie Websites mit weiterführenden Informationen zum Thema.

Der Reader ist Teil des IDA-NRW-Projektes „Beratung von Familienangehörigen und Bezugspersonen rechtsextremer Jugendlicher in NRW". Das Projekt wird gefördert im Rahmen des Sonderprogramms „Beschäftigung, Bildung und Teilhabe vor Ort" durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und den Europäischen Sozialfonds sowie durch das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

Inhaltsverzeichnis und Einleitung Wider_Vogel_Strauss_Prinzip


Ab durch die MitteIDA-NRW (Hg.):
Ab durch die Mitte? Neue Tendenzen des aktuellen Rechtsextremismus, Materialien zum Rechtsextremismus, Bd. 7, Düsseldorf 2005

Immer mehr Rechtsextreme wollen - zumindest nach außen hin - nicht mehr den gängigen Klischees (martialisches Auftreten, dumpfe Parolen, Springerstiefel etc.) entsprechen, sondern geben sich als Teil der gesellschaftlichen Mitte aus. Aus ewiggestrigen Außenseiterinnen und -außenseitern sind vielerorts vermeintlich freundliche, adrett gekleidete Nachbarinnen und Nachbarn geworden, die sich als scheinbare Rettungsanker, nicht nur für perspektivlose Jugendliche, darstellen. Neu ist außerdem, dass auf Demonstrationszügen von Rechtsextremen zwischen den bekannten neonazistischen Erscheinungsbildern Personen auftauchen, die sich mit Symbolen "schmücken", die bisher eindeutig auf eine antifaschistische bzw. linke Haltung verwiesen: rote und schwarze Fahnen, Che-Guevara-Konterfeis, Palästinensertücher etc. Doch inzwischen gehören diese Accessoires zum geläufigen Repertoire mancher Rechtsextremer - sie wurden in ihrer Bedeutung der rechten Gedankenwelt "angepasst" und von einem Teil der Szene vereinnahmt.

Dies ist Teil eines Arsenals an Strategien, die in intellektuellen Kreisen der Rechten, insbe-sondere der so genannten Neuen Rechten, entwickelt werden. Konzeptuelle Begriffe wie "Metapolitik", "kulturelle Hegemonie" und "Querfront" bilden die Grundlage bzw. das Ziel des Handelns.

In den verschiedenen Beiträgen von Journalisten und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern werden sowohl Themen aufgegriffen, die sich die Rechten auf ihre Fahnen geschrieben haben, als auch die Strategien benannt, die im Hintergrund stehen. Des Weiteren bietet der Band pädagogisches Material, Literatur- und Internethinweise zur Vertiefung der Problematik sowie einen Überblick über einige Zahlencodes und Symbole der rechten Szene.


Knüppel aus dem SackIDA-NRW (Hg.):
"Knüppel aus dem Sack" Zur Bedeutung und Wirkungsweise von Feindbildern
Materialien zum Rechtsextremismus, Bd. 6, Düsseldorf 2003

Rechtsextremismus in der Bundesrepublik Deutschland wird in der Öffentlichkeit vor allem in Form rassistisch motivierter Übergriffe und Anschläge wahrgenommen. Rassismus, ob latent oder gewaltförmig, braucht Feindbilder. Die neue Broschüre von IDA-NRW geht den Fragen nach, wie Feindbilder entstehen, welche Funktionsweise sie haben, worin sie sich zeigen und wie `Andere Deutsche´ mit Rassismuserfahrungen umgehen.

Im Teil Analysen zur Konstruktion von Feindbildern wird die Funktionsweise von Feindbildern einleitend aus psychologischer, gesellschaftlicher und sprachanalytischer Sicht behandelt. Das Kapitel Feindbilder im Rechtsextremismus und in der "Mitte" der Gesellschaft macht die Bedeutung und Wirkung von Feindbildern anhand verschiedener Beispiele deutlich. Im dritten Teil werden subjektive Perspektiven beschrieben, sowohl bezüglich der Entwicklung von Feindbildern als auch bezüglich der Umgangsweise derer, die von Rassismus negativ betroffen sind. Unter dem Titel Anregungen zum Abbau von Feindbildern wird der Frage nachgegangen, wie Feindbilder bearbeitet werden können. Im Anhang finden sich zahlreiche Literaturhinweise, ausgewählte Websites zum Thema und Adressen von Antidiskriminierungs- bzw. Beratungsstellen in NRW.


Die DeutschenIDA-NRW (Hg.):
"Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen." Antisemitismus in Deutschland, Materialien zum Rechtsextremismus, Bd. 5, Düsseldorf 2002

Schwerpunkt des Readers von IDA-NRW ist der aktuelle Antisemitismus in der Bundesrepublik Deutschland. Es werden einschlägige Studien benannt, Selbst- und Fremdwahrnehmungen zum Thema artikuliert und es wird auf antisemitische bzw. rechtspopulistische Tendenzen in der FDP und rechtsextremen Parteien eingegangen.

Darüber hinaus beinhaltet die Broschüre eine Begriffsklärung, die Darstellung verschiedener Theorien zum Antisemitismus, die Beschreibung des Verhältnisses von Rassismus und Antisemitismus und einen kurzen historischen Rückblick. Auch die jüdische Identität angesichts des Antisemitismus wird thematisiert. Außerdem wird auf Antisemitismus als Thema der (politischen) Jugendbildung eingegangen. Im Anhang werden Literatur und thematisch bezogene Websites vorgestellt.


der_Adolf_warIDA-NRW (Hg.):
"... der Adolf war nicht schlimm ...". Rechtsextremismus und Nationalsozialismus - Kontinuitäten und Brüche, Materialien zum Rechtsextremismus, Bd. 4, Düsseldorf 2001

Für den deutschen Rechtsextremismus ist die nationalsozialistische Vergangenheit ein wichtiger Bezugspunkt, entweder selbstgewählt oder zugeschrieben, der auch gegenwärtige rechtsextreme Positionen und Aktionen bestimmt. Der IDA-NRW-Reader behandelt dieses Thema unter drei Gesichtspunkten. Teil I - Geschichtsbewusstsein in der "Mitte der Gesellschaft" - zeigt rechtsextreme Aspekte in Diskussionen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. In Teil II - Nationalsozialismus als Bezugspunkt rechtsextremer Organisationen - werden rechtsextreme Organisationen und deren unterschiedliche Bezüge zum Nationalsozialismus dargestellt. Der dritte Teil - Rechtsextreme Lebenswelten - gibt Beispiele des Umgangs mit Geschichte durch Jugendliche mit rechtsextremer Orientierung. Im Vordergrund dieser Texte stehen dabei emotionale und subjektive Aspekte der porträtierten Jugendlichen. Im Anhang des Readers findet sich darüber hinaus eine Liste mit kommentierter Literatur sowie eine Zusammenstellung von Websites gegen Rechtsextremismus.


Rechte_JugendkulturenIDA-NRW (Hg.):
Rechte Jugendkulturen: Kennzeichen - Unterschiede - Zuschreibungen, Materialien zum Rechtsextremismus, Bd. 3, Düsseldorf (2)2001

Wie haben sich Jugendkulturen in den letzten Jahrzehnten entwickelt? Welche Kleidung tragen rechte Jugendliche, welche Zeitschriften lassen auf eine rechte Gesinnung ihrer LeserInnen schließen? Die Broschüre beschreibt Musikvorlieben, den äußeren Habitus und die Internetnutzung rechter Jugendlicher; sie prüft geschlechtsspezifische Aspekte der rechten Jugendkulturen und widmet sich besonderen Szenen, wie beispielsweise rechten Fußballfans. Sie räumt mit manchem Vorurteil auf und gewährt Einblick in unbekannte Details jugendlicher Subkultur.

 

 


Männer_FrauenIDA-NRW (Hg.):
Männer- oder Frauenthema? Rechtsextremismus im Vergleich, Materialien zum Rechtsextremismus, Bd. 2, Düsseldorf 1999

Die Broschüre "Männer- oder Frauenthema? Rechtsextremismus im Vergleich" beschäftigt sich mit geschlechtsspezifischen Aspekten im Rechtsextremismus, bezogen auf die Attraktivität von rechtsextremen Ideologien für Frauen und Männer, auf Einstellungen und Erscheinungsformen, Wahlverhalten, Jugendkultur und Gewaltausübung. Schließlich werden unterschiedliche Erklärungsansätze für geschlechtsspezifische Unterschiede dargestellt. Im Anhang sind die wichtigsten Ergebnisse einiger Umfragen zu rechtsextremen Einstellungen und zum rechten WählerInnenpotenzial unter jungen Männern und Frauen sowie wichtige Literaturtipps abgedruckt.

 


Neue_RechteIDA-NRW (Hg.):
"Neue Rechte" - Was steckt dahinter?, Materialien zum Rechtsextremismus, Bd. 1, Düsseldorf (2)2000

"Neue Rechte" - was ist darunter zu verstehen, wer trägt diese intellektuelle Bewegung oder Strömung, was heißt in dem Zusammenhang "neu", was heißt "rechts"? In den letzten Jahren wird der Begriff inflationär in den Medien und politischen Kommentaren gebraucht, entweder als programmatisch verstandene Selbstbezeichnung oder als Kampfbegriff politischer Diffamierung. Aber niemand weiß so recht, was sich hinter dem jeweiligen Sprachgebrauch an Bedeutungen, Meinungen und politischen Positionen verbirgt.

Die Broschüre "Neue Rechte - Was steckt dahinter?" bringt Licht in dieses Dickicht von Vorstellungen, Assoziationen, Definitionen und wissenschaftlichen Begriffsbestimmungen. Die Beiträge konzentrieren sich auf Definitionen des Begriffs in der aktuellen Rechtsextremismusforschung, auf seine ideologische Facetten und auf die mediale Präsenz "neu-rechter" Ideologien.

Im Anschluss an den einleitenden Artikel von Wolfgang Gessenharter über den Einfluss der "Neuen Rechten" bis in das konservative Lager hinein folgen drei thematisch gegliederte Hauptteile. Diese beschäftigen sich mit der Entwicklung des "neu-rechten" Diskurses und mit seinen Verflechtungen mit anderen politischen Ideologien wie etwa ökologische und feministische Ansätze sowie neuheidnisch-germanische Ideologien. Schließlich werden Medien der "Neuen Rechten" und deren Nutzung moderner Kommunikationstechnologien untersucht. Der Anhang bietet Begriffsdefinitionen, Adressen und Literatur zur weiteren Beschäftigung mit dem Thema.

Neue_Rechte