Kreisvolkshochschule Viersen
Fachbereich 1

(Geistes- und Sozialwissenschaften)

Fachbereichsleiter: PD Dr. Klaus-Peter Hufer, M.A., Tel: 02162/934816
 
     
  VHS für Toleranz und gegen Gewalt
Die Welle von Gewalt gegen Menschen anderer Hautfarbe, Herkunft, Religion oder Lebensform hat die große Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger erschüttert. Die Volkshochschulen beteiligen sich mit am Widerspruch und Widerstand gegen Brutalität und Terror. Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus sind absolut unvereinbar mit den Prinzipien von Toleranz, Aufklärung und Zivilität, welchen sich die Volkshochschulen seit eh und je verpflichtet haben. Auch die Volkshochschule des Kreises Viersen „zeigt Gesicht“. Daher bietet sie auch in diesem Semester unter dem Motto „VHS für Toleranz und gegen Gewalt“ eine Reihe von Veranstaltungen an, die zeigen wollen, dass die Bundesrepublik nicht dem rechten Mob und ihren Drahtziehern gehört.
 
     
 

VHS für Toleranz und gegen Gewalt

Macht, Autorität, Gewalt

(In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde St. Tönis und der Bahai-Gemeinde Krefeld-Tönisvorst)

Wann hat jemand Macht? Wie gewinnt er sie? Wie zeigt sie sich? Wann wird Macht missbraucht? Wo und wie wirkt Autorität? Welche Personen und Institutionen haben sie und warum? Wann schlagen beide, Macht und Autorität, in Gewalt um? Welche Menschen sind anfällig für die Lust an der Macht, autoritäres Verhalten, die Bereitschaft, Gewalt auszuüben? Wann ist Widerspruch und Widerstand angesagt, doch wie ist er zu realisieren? Auf diese und andere Fragen geht diese Vortragsreihe ein. Aus unterschiedlichen Perspektiven wird über den Sinn und die Gefahr von Macht, Autorität und Gewalt nachgedacht.

Es informieren aus

-          theologischer Sicht: Renz U. Schaeffer, Pfarrer, am Dienstag, 23. 10.2001

-          pädagogischer Sicht: Roland Greis, Lehrer, am Dienstag, 30. 10.2001

-          soziologischer/politologischer Sicht: Dr. Klaus-Peter Hufer, am Dienstag, 6.11.2001

-          psychologischer Sicht: Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch, Psychotherapeut am Dienstag,

13.11.2001  

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4 x dienstags, 23., 30.10., 6. und 13.11.2001,

jeweils 20.00 – 21.30 Uhr

4 x 2 Unterrichtsstunden, entgeltfrei

Gemeindezentrum der Evangelischen Kirche, Hülser Straße 57

Tönisvorst-St. Tönis

VHS für Toleranz und gegen Gewalt

Zivilcourage – vom Umgang mit Gewalt und Bedrohung im Alltag

(In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Kempen)

„Jetzt müsste ich unbedingt was tun!“ – Diese Gefühl kennt jede/jeder. Doch was ist zu tun, wenn in der Öffentlichkeit, im Freundes- und Kollegenkreis, in der Dienststelle oder gleich in der Nachbarschaft die Rechte und Würde anderer Menschen verletzt werden? Wie kann sinnvoll und wirkungsvoll in der Bahn, im Geschäft, auf der Straße oder am Arbeitsplatz eingegriffen werden, wenn Menschen angemacht, belästigt, beschimpft, angepöbelt oder bedroht werden?

Diese Kurzseminare zeigen, dass niemand solchen Situationen rat- oder hilflos gegenüberstehen muss. Am konkreten Fallbeispiel und im Rollenspiel werden gewaltfreie Handlungen gesucht und eingeübt.

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Detlef Beck/Heike Blum, Bund für Soziale Verteidigung

Dienstag, 25.9.2001, 15.00 – 18.00 Uhr

3 Unterrichtsstunden, entgeltfrei

Städt. Kindergarten Spatzennest, Eibenweg 5 d

Kempen

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Detlef Beck/Heike Blum, Bund für Soziale Verteidigung

Donnerstag, 27.9.2001, 19.00 – 22.00 Uhr

3 Unterrichtsstunden, entgeltfrei

Städt. Kindergarten Spatzennest, Eibenweg 5 d

Kempen

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Detlef Beck/Heike Blum, Bund für Soziale Verteidigung

Dienstag, 23.10.2001, 15.00– 18.00 Uhr

3 Unterrichtsstunden, entgeltfrei

Städt. Kindergarten Regenbogen, Straelener Straße 47

Kempen

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Detlef Beck/Heike Blum, Bund für Soziale Verteidigung

Donnerstag, 25.10.2001, 19.00 - 22.00 Uhr

3 Unterrichtsstunden, entgeltfrei

Städt. Kindergarten Regenbogen, Straelener Straße 47

Kempen

VHS für Toleranz und gegen Gewalt

Rechtsextremismus im Internet

(In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt des Kreises Viersen)

Das Internet als Plattform für eine virtuelle Kriegsführung? Längst haben auch die deutschen Rechtsextremisten die Möglichkeiten des neuen Mediums für sich entdeckt. Fast 500 Homepages stellten deutsche Rechtsextremisten Mitte Mai 2000 ins Internet. Die Entwicklung wird vom Verfassungsschutz als „explosionsartig“ bezeichnet. Die Veranstaltung gibt einen Einblick in die bedrohliche Flut des rechtsextremen Internetangebotes, zeigt die Ausbreitung von Gewalt in diesem Medium und stellt dar, wie auch „Revisionisten“ – Verharmloser des Holocaust – das Internet für ihre Propagandazwecke nutzen. Dabei haben diejenigen, die das Internet als Plattform für ihre Agitation gebrauchen, vor allem jugendliche Nutzer im Blick. Zur Diskussion gestellt werden schützende Gegenstrategien; hingewiesen wird auf Initiativen, die das Internet selbst kreativ im „Kampf gegen rechts“ nutzen.

Barbara Kernbach, Mitautorin des Buches „Rechtsextremismus im Internet. Die neue Gefahr“ (Olzog-Verlag, München 2001)

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Barbara Kernbach, Mitautorin des Buches „Rechtsextremismus im Internet. Die neue Gefahr“ (Olzog-Verlag, München 2001)

Mittwoch, 9.1.2002, 18.00 – 21.00 Uhr

4 Unterrichtsstunden, entgeltfrei

Kreishaus (Forum)

Viersen

VHS für Toleranz und gegen Gewalt

Rechtsrum? – Rechtsextremismus in unserer Stadt – eine Internet-basierte Simulation

(In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Kempen und dem aktuellen Forum nrw. e. V.)

Was tun, wenn Rechtsextreme in der Stadt sind, einige von ihnen das örtliche Jugendheim stürmen, die Gäste bedrohen? Nun will auch eine „national gesinnte“ Jugendgruppe öffentliche Fördermittel bekommen. Wie reagieren Bürgermeister, Ratsmitglieder, Wirte, Vereinsmitglieder, Nachbarn, Ausländerbeirat, Journalisten und andere? Rechtsrum? – das ist ein Plan- und Simulationsspiel per Internet. An diesem Spiel nehmen verschiedene Gruppen aus sechs Städten Nordrhein-Westfalens teil. Die Teilnehmenden interagieren miteinander, setzen sich mit den Aktivitäten der Rechtsextremen in der Stadt aus unterschiedlichen Rollen auseinander und entwickeln das Geschehen per Internet und in Online-Simulation sowie an einem „Runden Tisch“. Dabei lernen sie „spielerisch“ Politik und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit dem Rechtsextremismus kennen.

Das Seminar „Rechtsrum“ wird vom Land NRW als ein besonders innovatives Projekt der politischen Bildungsarbeit gefördert.

Maximale Teilnehmerzahl für die Gruppe Kempen/Kreis Viersen: 15

Teilnahmevoraussetzungen: PC- und Internet-Kenntnisse

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Claudia Hermes, Bildungsreferentin aktuelles forum nrw., Gelsenkirchen

(Beratung, Koordination und Unterstützung vor Ort: Dr. Klaus-Peter Hufer, Kreisvolkshochschule Viersen, Tel: 02162/934816, u. Bjarne Norlander, Jugendheim Tönisberg, Tel: 02845/8357)

26 Unterrichtsstunden, entgeltfrei

(Am 7.- 9. 12.2001 findet für alle Teilnehmenden ein „Runder Tisch“ statt, Veranstaltungsort ist das Salvadore-Allende-Haus in Oer-Erkenschwick. Hierfür sind 40,-- DM für Übernachtung und Verpflegung zu entrichten.)

Einführung: Freitag, 7.9.2001, 17.00 – 20.15 Uhr

Burg, Raum 118, Thomasstraße 20

Kempen

Die weiteren Aktivitäten finden überwiegend im Internet-Café des Jugendtreff Tönisberg, Erphratsweg 7, statt.

VHS für Toleranz und gegen Gewalt

Blue eyed – die Braunäugig-Blauäugig-Übung

(In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Kempen)

„Blauäugige nehmen uns die Arbeitsplätze weg“. „Wenn sich die Braunäugige nicht an unsere Regeln halten, verwirken sie ihr Gastrecht.“ Der von der amerikanischen Psychologin Jane Elliot entwickelte Workshop „Blue eyed“ zeigt, wie Rassismus und Diskriminierung funktionieren. Mit einer ebenso einfachen wie wirkungsvollen Teilung einer Gruppe in „Blauäugige“ und „Braunäugige“ werden die Mechanismen der Willkür, der Ausgrenzung und der Unterdrückung beklemmend deutlich und erlebbar. Die Teilnehmenden werden mit ihren eigenen Vorurteilen und ihrer Verantwortung zur Bekämpfung des Rassismus konfrontiert. Die Übung, in mehreren Ländern praktiziert, hat für viel Furore gesorgt. Auch in der Bundesrepublik ist dieses Anti-Rassismustraining stark nachgefragt. Ein Teilnehmer: „Ich wusste vorher nicht, wie sich Ausländer und Behinderte gefühlt haben. Das habe ich heute mitgekriegt, und es ist ziemlich verletzend.“

Vorgestellt wird die „Braunäugig/Blauäugig - Übung“; ein Film zeigt, wie das Training abläuft und welche Wirkungen es bei den Teilnehmenden hinterlässt.

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Jürgen Schlicher, Dokumentations- und Informationszentrum für Rassismusforschung

Montag, 26.11.2002, 19.00 – 22.00 Uhr

4 Unterrichtsstunden, entgeltfrei

Burg, Raum 118, Thomasstraße 20

Kempen

VHS für Toleranz und gegen Gewalt

RechtsRock – White Noise - Extrem rechte Ideologie mit Musik

(In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Kempen)

Seit zwanzig Jahren ist die extrem rechte bis neonazistische Rockmusik, vorwiegend von rechten Skinheads gespielt, die Begleitmusik zu Mord und Totschlag. Die Musik samt ihren rassistischen, antisemitischen und national-sozialistischen Texten gehört mittlerweile zum gewohnten Hörkonsum von Jugendlichen und Jung-Erwachsenen. Experten schätzen, dass bereits mehrere Millionen dieser CDs im Umlauf sind.

Hinter dem rechten Rock stehen Musiker, die sich nach dem 4. Reich sehnen und oftmals in entsprechenden Organisationen und Parteien engagiert sind. Und die Musik kommt an! In Deutschland gibt es über einhundert Bands dieses Genre. Zu den konspirativ, vorwiegend von neonazistischen Kadern organisierten Konzerten reisen bis zu 2.000 Jugendliche an. Austausch findet hier, wie in allen anderen Musikszenen auch, über die Szene-Musikblätter statt. Allerdings sind die Fanzines, die mit teilweise professionellem Outfit eine Auflage von mehreren Tausend Stück haben, streng auf rechter bis neonazistischer Linie.

Von dieser Entwicklung haben vor allem die extrem rechten Parteien profitiert, allen voran die NPD mit ihrer Jugendorganisation JN.

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Christian Dornbusch, Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus und Neonazismus, FH Düsseldorf

Montag, 19.11.2001, 20.00 – 21.30 Uhr

Eintritt frei

Burg, Raum 118, Thomasstraße 20

Kempen

VHS für Toleranz und gegen Gewalt

Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

(In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Kempen bzw. dem Jugendamt des Kreises Viersen und der Kreispolizei)

 „Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg“. „Die Menschen in den Entwicklungsländern sind viel zu faul“, „Die da oben machen doch, was sie wollen“, „Wenn Hitler den Krieg nicht geführt hätte, wäre der Nationalsozialismus nicht so schlimm gewesen“. Wer kennt sie nicht die Sprüche und Parolen, die vorzugsweise an Stammtischen – aber nicht nur dort – geäußert werden? Doch was ist ihnen entgegenzusetzen? Wieso fallen uns die besten Argumente meistens erst hinterher ein? In diesem Seminar werden Gegenpositionen zu Stamm-Tischparolen gesucht und diskutiert. Dabei werden neben politischen Informationen auch sozialpsychologische Kenntnisse vermittelt, die Redefähigkeit und –gewandtheit geübt sowie die Selbstsicherheit gestärkt.

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Dr. Klaus-Peter Hufer

Höchstteilnehmerzahl: 16

Samstag, 22.9.2001, 14.00 – 17.45 Uhr, und

Sonntag,  23.9.2001, 10.00 – 15.30 Uhr

11 Unterrichtsstunden, entgeltfrei

Burg, Raum 118, Thomasstraße 20

Kempen

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Dr. Klaus-Peter Hufer

Höchstteilnehmerzahl: 16

Montag, 29.10.2001, 19.15 – 21.30 Uhr, und

Dienstag, 30.10.2001, 10.00 – 17.00 Uhr

11 Unterrichtsstunden, entgeltfrei

Robert-Schuman-Gesamtschule, Kantstraße 2

Willich

VHS für Toleranz und gegen Gewalt

„Wills` du eins in die Fresse oder doch lieber aufs Maul?“ – Deeskalation von Gewalt bei Jugendlichen

(In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt des Kreises Viersen und der Kreispolizei)

Die Deeskalationsarbeit mit Jugendlichen verlangt einen klaren eigenen Standpunkt in der Gewaltproblematik. Genau an diesem Punkt setzt das Seminar ein. Um es lebendig und weniger theoretisch zu gestalten, stützt sich das Training methodisch auf:

-          Positionierungsübungen

-          Gruppenarbeit

-          Filme

-          Rollenspiele

-          Elemente des Forumtheaters

Mit diesem Rüstzeug entwickeln die Teilnehmenden einen eigenen Standpunkt in der Gewaltfrage, verstärken ihre Wahrnehmungsfähigkeit, lernen sich selbst als Konflikttypen kennen und in Bedrohungssituationen kreativ zu behaupten. Gleichzeitig vermittelt das Training verschiedene Übungen zur Heranführung an Win-Win-Lösungen in Konfliktfällen, die genau in dieser Form auch mit Jugendlichen durchgeführt werden können.

Das Seminar richtet sich an Multiplikatoren, die das Thema in ihren Gruppen bearbeiten möchten, und an alle, die sich in der Gewaltproblematik mehr Klarheit und Handlungs-Kompetenz wünschen.

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Martin Kroeber

Freitag,    16.11., 15.00 – 21.00 Uhr, und

Samstag, 17.11., 11.00 – 17.00 Uhr

14 Unterrichtsstunden, entgeltfrei

Katholisches Jugendzentrum Arche, An St. Sebastian 37

Nettetal-Lobberich

VHS für Toleranz und gegen Gewalt

Verfolgt und ermordet: Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus und im Konzentrationslager

Sie gehören zu den „vergessenen Opfergruppen“ des Nationalsozialismus, die erst in den vergangenen Jahren in Forscherkreisen Beachtung fanden: die Zeugen Jehovas. In den

30er Jahren noch als Bibelforscher bekannt, kamen sie sehr früh in Konflikt mit dem totalitären Staat. Wegen ihrer Weigerung, etwa den Hitlergruß zu leisten, in der Rüstungsproduktion zu arbeiten und an die Front zu gehen, wurden von den ehemals 25.000 Glaubensanhänger zu Beginn des „Dritten Reiches“ nach aktuellem Forschungsstand 10.000 Opfer des Regimes. Etwa 2.000 starben in Konzentrationslagern, wo sie mit einem lila Winkel als gesonderte Häftlingsgruppe stigmatisiert waren.

Der Historiker Hans Hesse, der sich in seiner Forschung und mit verschiedenen Veröffentlichungen dieser Opfergruppe widmet, schildert in einem Referat die Rolle und Geschichte der Glaubensgemeinschaft unter den Nazis. Hermine Schmidt – selbst zwei Jahre im Vernichtungslager Stutthoff als junge Frau inhaftiert und nach ihrer dramatischen Evakuierung über die Ostsee in Dänemark interniert – erzählt anschließend als Zeitzeugin von ihren Erlebnissen, die sie kürzlich in einer Biografie veröffentlicht hat.

-          Hans Hesse, Univ.Göttingen

-          Hermine Schmidt, ehem. KZ-Häftling

-          Moderation: Dr. Klaus-Peter Hufer

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Montag, 1.10.2001, 19.30 – 21.30 Uhr

Eintritt frei

Aula des Gymnasiums Thomaeum, Am Gymnasium 4

Kempen

VHS für Toleranz und gegen Gewalt

Wie aus Kindern „Nazis“ werden – Weichenstellungen in Kindheit und Jugend

(In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Kempen)

Wann und wie bildet ein Mensch Vorurteile heraus, wann und wie wird er fremden- bzw. ausländerfeindlich oder gar rechtsextrem? Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die Weichen hierzu bereits sehr früh, in der Kindheit gestellt werden. Dafür sind das Verhalten der Eltern bzw. Erzieher von ausschlaggebender Bedeutung. Das Gespräch zwischen den Experten bewegt sich um diese Fragen und auch darum, welche Vorbeugung gegen Gewaltbereitschaft von Jugendlichen Erziehung und Gesellschaft leisten können und sollen. Wie kann Erziehung zur Gewaltfreiheit, Toleranz und Zivilcourage gelingen?

Podiumsdiskussion mit

-          Prof. Dr. Klaus Ahlheim, Erziehungswissenschaftler, Univ. Essen

-          Bert Comanns, Dipl.-Sozialpädagoge, Leiter der Sozialen Dienste der Stadt

     Kempen

-          Hildegard Gauselmann-Kremer, Dipl.-Pädagogin, Referentin in der

     Familienbildung

-          Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch, Kinderpsychologe und Psychotherapeut

-          Dr. Klaus-Peter Hufer (Moderation)

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Mittwoch, 5.12.2001, 20.00 – 21.30 Uhr

Eintritt frei

Kulturforum Franziskanerkloster (Beamtenlaufbahn), Burgstraße 19

Kempen 

VHS für Toleranz und gegen Gewalt

Pädagogisches Vierteljahresgespräch: Erziehungsoffensive vor der Bildungsoffensive? – Ein Gespräch zwischen Eltern und Lehrern

(In Zusammenarbeit mit der Robert-Schuman-Gesamtschule und der

Sparkasse Kempen-Krefeld)

Die Eltern klagen über die Schule, die Lehrer/Lehrerinnen kritisieren die mangelnde Unterstützung, die sie von den Eltern erhalten. Einig sind sich Eltern und Lehrer/innen darin, dass „die Gesellschaft“ Schuld habe am Werteverlust der Jugendlichen. Nachdem die Misere in der Bildungspolitik vermutet und landesweit eine „Bildungsoffensive“ gefordert wurde, wird nun nachhaltig für eine „Erziehungsoffensive“ plädiert. Denn „keine Schule kann das Elternhaus ersetzen, wo Wissens- und Charakterbildung beginnen. Bildungsoffensive? Zuerst Erziehungsoffensive." (Die Zeit). In diese Diskussion passte die Aufsehen erregende Anmerkung der Frau des Kanzlers Doris Schröder-Köpf, die als Richtschnur für die Kindererziehung nannte „Pflichtbewusstsein, Fleiß, Aufrichtigkeit, Hilfsbereitschaft, Verlässlichkeit, Anstand, richtiges Benehmen“. Ist die Wiederentdeckung diese Sekundärtugenden die Lösung des Problems? Doch wer sollte damit beginnen, die Eltern, die Schule oder „die Gesellschaft“?

  • Es diskutieren: Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern der Robert-Schuman-Gesamtschule
  • Impulsreferat: Udo Hartings, Erziehungsberatungsstelle Willich
  • Moderation: Nadia Joppen, Redakteurin

Der Abend wird szenisch begleitet vom KRESCH-Theater Krefeld

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Dienstag, 25.9.2001, 20.00 – 21.30 Uhr

Eintritt frei

Robert-Schuman-Gesamtschule, Kantstraße 2

Willich

VHS für Toleranz und gegen Gewalt

Warum ist Erziehung heute so schwer geworden?

(In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt des Kreises Viersen und der Kreispolizei)

Was sind die Gründe für die sich häufenden Klagen über die Schwierigkeiten in der Erziehung? In dieser Vortragsreihe werden zentrale Herausforderungen und Problemfelder im Erziehungsalltag zur Diskussion gestellt. Aufgezeigt werden psychologische Hintergründe und plausible Lösungswege bei

-          Aggressionen und Ängsten

-          Pubertät

-          Konflikten zwischen Eltern und Kindern

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Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch, Kinderpsychologe und Psychotherapeut

3 x montags, 22. u. 29.10., 5.11.2001,

jeweils 20.00 – 21.30 Uhr

6 Unterrichtsstunden, entgeltfrei

Evgl. Jugendheim „EFFA“, Langes Straße 50

Schwalmtal-Amern

VHS für Toleranz und gegen Gewalt

Grenzen setzen als Voraussetzung für gewaltfreie Erziehung

(In Zusammenarbeit mit der Katholischen Pfarrgemeinde St. Hubert)

Grundlage jeder Erziehung ist Konsequenz. Konsequent kann nur sein, wer auch sinnvolle Grenzen festsetzt. Dazu muss man erst einmal seine eigenen Möglichkeiten und Grenzen kennenlernen, das Temperament des Kindes berücksichtigen u.v.m. Nur wer im Erziehungsalltag sorgfältig mit seinen eigenen Grenzen (Belastbarkeit, Nerven, Geduld, Kraft) umgeht, kann auf Dauer gewaltfrei erziehen. Das wiederum ist besonders wichtig, weil Kinder – vor allem jüngere – am Beispiel lernen.

An Problemen im Umfeld von Begrenztheit, Grenzziehung, Grenzsituationen soll gearbeitet werden.

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Hildegard Gauselmann-Kremer, Dipl-Pädagogin

Mittwoch, 26.9.2001, 20.00 – 21.30 Uhr

Eintritt frei

Kindergarten St. Raphael, Königsstraße 24

Kempen-St. Hubert

VHS für Toleranz und gegen Gewalt

Erziehung zu Toleranz und Zivilcourage

Bereits sehr kleine Kinder können mit seismographischem Gespür erfassen, welche Strukturen in jeder Familie vorliegen. Durch eine möglichst demokratische Erziehung, die sich bemüht, ohne physische und psychische Gewalt auszukommen, legt man einen guten Grundstein für die Entwicklung einer starken Persönlichkeit bei den Kindern. Menschen mit gutem Selbstbewusstsein die selbst mit ihren Fehlern und Schwächen akzeptiert werden, können wiederum toleranter sein gegenüber Menschen, die anders denken oder anders aussehen, und haben in Krisenfällen auch eher die Kraft und den Mut, sich für Schwächere einzusetzen. Besonders in der Jungenerziehung ist es wichtig, dass Vaterfiguren präsent sind, damit nicht über komplizierte psychologische Mechanismen die Gefahr einer höheren Gewaltbereitschaft entsteht. Kommunikationsstrukturen in der Familie, die Kinder und Heranwachsende stark machen gegen Intoleranz und Gewalt, sollen Thema des Abends sein.

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Hildegard Gauselmann-Kremer, Dipl-Pädagogin

Montag, 17.92001, 20.00 – 21.30 Uhr

Eintritt frei

Berufskolleg, Färberstraße 5

Nettetal-Lobberich

VHS für Toleranz und gegen Gewalt

Zum Werteverlust (-wandel) in Familie und Gesellschaft

Konfrontiert mit einer Gesellschaft, die über vielfältige Kanäle multimedial eine ungeheuere Vielfalt an (Vor-)Bildern und Meinungen vermittelt, ist es für Eltern nicht leicht, ihren Kindern verbindliche Werte zu vermitteln. Erziehungsarbeit wird vielfach nur noch da anerkannt, wo sie auch bezahlt wird. Einige Eltern resignieren und fühlen sich für die Erziehung ihrer Kinder nicht mehr in erster Linie zuständig und kompetent. Bedenkt man jedoch, wie wichtig gerade die ersten Lebensjahre für die Entwicklung ihres Kindes sind, so muss man Eltern Mut machen, die ihnen wichtigen Lebenseinstellungen auch an ihre Kinder weiterzugeben und für mehr Anerkennung und Unterstützung ihrer Arbeit in der Vermittlung von Werten zu streiten, die für unser Zusammenleben wichtig sind. Gewaltfrei kann nur jemand leben, der sich auf entsprechende Grundlagen in der Kindheit stützen kann.

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Hildegard Gauselmann-Kremer, Dipl-Pädagogin

Donnerstag, 15.11.2001, 20.00 – 21.30 Uhr

Eintritt frei

VHS-Zentrum, Vortragsraum 101

Viersen

VHS für Toleranz und gegen Gewalt

Aggression und Ängste bei Kindern und Jugendlichen

(In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt des Kreises Viersen und der Kreispolizei)

Wenn Kinder und Jugendliche aggressiv werden, sind dies wohl die auffälligsten Verhaltensweisen, die Eltern und Erzieher beobachten. Oft reagieren sie dabei hilflos und unsicher. Aber hinter Aggressionen stehen vielfach Ängste. Wenn Eltern und Erzieher dies nicht mit berücksichtigen, dann können die Probleme der Kinder und Jugendlichen noch verstärkt werden.

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Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch, Kinderpsychologe und Psychotherapeut

Montag, 19.11.2001, 20.00 – 21.30 Uhr

Eintritt frei

Gemeinschaftshauptschule, Burgweg 32

Grefrath

VHS für Toleranz und gegen Gewalt

Konfliktlösungen im Alltag: Umgang mit Streit und Gewalt unter Kindern

(In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt des Kreises Viersen und der Kreispolizei)

Konflikte oder Streit sind Teil unseres Familienalltags. Nicht immer sind wir mit dem Verlauf oder mit dem Ergebnis unserer Versuche, diese Konflikte zu lösen, zufrieden. Wie Konflikte gelöst werden können, ohne dass es Verlierer gibt und alle Beteiligten zufrieden sind, ist Thema dieses Seminars.

Kinder lernen am besten von ihren Eltern, wie sie Konflikte – ohne Gewalt - lösen können. Im ersten Teil des Seminars geht es deshalb um die Frage, wie Eltern mit ihren Kindern Konflikte befriedigend austragen können. Im zweiten Teil werden Wege aufgezeigt, wie Eltern Streit zwischen Kinder schlichten können.

In praktischen Übungen und entlang der eigenen Erfahrungen werden neue Wege für Konfliktlösungen gesucht und ausprobiert.

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Detlef Beck

Samstag, 1.12.2001, 10.00 – 17.00 Uhr

7 Unterrichtsstunden, entgeltfrei

Treff JFZ, Geldener Straße 61

Tönisvorst-St. Tönis
 
     
     
   
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  letzte Aktualisierung: 31.12.2002  
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