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Neu Kinder- und Jugendarbeit zu rassismuskritischen Orten entwickeln. Anregungen für die pädagogische Praxis in der Migrationsgesellschaft 2016

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Überblick Nr. 4, Dezember 2016

Schwerpunkt: Blick zurück nach vorn

Kommentierte Literatur und Materialien

Grundlegende Informationen zum Rechtsextremismus

VersteckspielAgentur für soziale Perspektiven - ASP e. V. (Hg.):
Versteckspiel. Lifestyle, Symbole und Codes von neonazistischen und extrem rechten Gruppen (Regionalausgabe Rhein-Ruhr/NRW), Berlin 2007

„Das Wissen um Symbole, Codes und Kleidungsstile" - so heißt es einleitend in der Broschüre - „ist wichtige Voraussetzung für die Beschäftigung mit rechten Jugendlichen." Die im Auftrag des AK Ruhr (Arbeitskreis der Ruhrgebietsstätte gegen rechtsextreme Tendenzen bei Jugendlichen) erstellte Regionalausgabe des „Verstecksspiels" stellt die Symbole und Codes sowie den Lifestyle dar, die im Alltag von rechtsextremen Jugendlichen eine Rolle spielen. Dabei werden - soweit möglich - Beispiele aus NRW gezeigt.


Rechtsextreme_AusdrucksformenFahr, Margitta-Sybille:
„Was steht an jedem Haus? Ausländer raus!" Rechtsextreme Ausdrucksformen und Bilderwelten. Ikonografie der Gewalt, hg. v. Mobiles Beratungsteam - Tolerantes Brandenburg/RAA Brandenburg e. V., 3., überarb. Auflage, Potsdam: Eigenverlag, 2006

Margitta-Sybille Fahr beschreibt in diesem Buch ausführlich Zeichen und Symbolik der rechtsextremen Szene: Aufgezeigt werden historische Wurzeln, geistige und strukturelle Querverbindungen sowie strategische Absichten von Rechtsextremen. „Besorgniserregend" - so die Autorin in der Einleitung - „ist das stete Einsickern von rechtsextremistischen Wort-, Bild-, Denk- und Verhaltensmustern in den Alltag von Normaljugend und Erwachsenen. Nicht nur im Bereich Freizeitbekleidung haben sich rechtsextremistische Jugendliche zu einer neuen Form von ‚Trendsettern' entwickeln können. Das vorliegende Heft kann im gegebenen Rahmen nur die relevanten Muster erläutern. Es soll helfen, die fruchtlosen Alltagsdiskussionen über ‚Verboten - nicht verboten' endlich abzuschließen, die Scheu vor der Thematisierung zu überwinden und effektive Formen der Auseinandersetzung zu entwickeln."


Erlebniswelt_RechtsextremisGlaser, Stefan/Pfeiffer, Thomas (Hg.):
Erlebniswelt Rechtsextremismus. Menschenverachtung mit Unterhaltungswert. Hintergründe - Methoden - Praxis der Prävention, Schwalbach/Ts.: Wochenschau-Verlag, 2007

Das Buch (mit begleitender CD-ROM) zeigt auf, dass das rechtsextreme Spektrum heute weder altbacken noch ewiggestrig ist und Jugendliche eine zentrale Zielgruppe rechtsextremer Propaganda sind: Interaktive Websites, kostenlose Musik-CDs, rechtsextremer Lifestyle sowie Konzerte, Demonstrationen und Sonnenwendfeiern als Events weisen auf eine neue Qualität rechtsextremer Propaganda hin. Die Autoren und Autorinnen des Sammelbandes widmen sich den Strategien, die hinter der Erlebniswelt stehen, und analysieren insbesondere Musik und Websites der Szene. Darüber hinaus werden Ansätze und Erfahrungen aus der präventiven Bildungsarbeit mit Jugendlichen sowie 15 Projektskizzen aus der schulischen und außerschulischen Praxis vorgestellt.


Moderner_RechtsextremismusKlärner, Andreas/Kohlstruck, Michael (Hg.):
Moderner Rechtsextremismus in Deutschland, Hamburg: Hamburger Edition, 2006

Die Autoren und Autorinnen dieses Sammelbandes konzentrieren sich auf die Entwicklung des Rechtsextremismus in Deutschland seit den 1990er Jahren und zeigen Kontinuitäten und Veränderungen auf. Sie verdeutlichen, dass Rechtsextremismus zu einer sozialen Bewegung geworden ist: „Im Zuge einer ‚taktischen Zivilisierung' werden regelkonforme Strategien des öffentlichen Auftretens verfolgt. Bewegungsunternehmer setzen auf eine langfristige Demonstrationspolitik und die Wirkung einer kommunalpolitischen Einmischung, gezielt vertriebene Weltanschauungsmusik macht junge Leute neugierig, und Jugendarbeit bindet sie ein."


Retterin_der_weissen_RasseRöpke, Andrea:
„Retterin der weißen Rasse". Rechtsextreme Frauen zwischen Straßenkampf und Mutterrolle, hg. v. Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen Ost gGmbH/Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt, Braunschweig: Eigenverlag, 2005

Die rechtsextreme Szene wird zwar von Männern dominiert, aber von Frauen mitgeprägt: Sie sind bei rechtsextremen Aufmärschen dabei, wirken im Hintergrund, gestalten Infostände oder sorgen privat für den „nationalgesinnten" Nachwuchs. Andrea Röpke berichtet in diesem Buch über aktuelle Entwicklungen, ausgewählte Neonazi-Anführerinnen aus Niedersachsen und Bremen sowie rechtsextreme Frauengruppen innerhalb und außerhalb der NPD (z. B. rechtsextreme Frauen in neuheidnischen und völkischen Gruppen, in der militanten Kameradschaftsszene, in NPD-Spitzenfunktionen).


Braune_KameradschaftenRöpke, Andrea/Speit Andreas (Hg.):
Braune Kameradschaften. Die militanten Neonazis im Schatten der NPD, 2. aktual. Auflage, Berlin: CH. Links Verlag, 2005

Die zehn Beiträge des Bandes vermitteln aufschlussreiche Einblicke in die sich wandelnde rechtsextreme Szene. Die Autoren und Autorinnen berichten über interne Funktionsmechanismen lokaler Gruppen, ihre Koordinierung durch regionale Aktionsbüros, die Finanzierung über eigene Unternehmen und Immobilien, den Aufschwung des Rechtsrocks, die Rolle von Frauen in der Szene und internationalen Vernetzungen. Im Anhang werden die wichtigsten Kameradschaften in Deutschland aufgelistet.


Exoterik und Heidentum im subkulturellen RechtsextremismusSpeit, Andreas (Hg.):
"Ohne Juda, ohne Rom" Esoterik und Heidentum im subkulturellen Rechtsextremismus, Braunschweig, akt. und ergänzte Neuaufl. 2010

Heidnische und esoterische Symbole finden in der rechtsextremen Szene verstärkt Bedeutung. Über Musik, Feste, Symbole, Kleidung und Lebensstil kommt es zu einer Verknüpfung von Politik und Religion, mit dem Zweck Ungleichheitsvorstellungen religiös und ideologisch zu untermauern. Die Broschüre gibt einen tiefen Einblick in die Entwicklung der Religiosität und Spiritualität in der rechtsextremen Szene und veranschaulicht aktuelle Entwicklungen anhand zahlreicher Beispiele (z. B.: religiöse Konzepte der extremen Rechten, Heidentum, Göttervorstellungen und Brauchtümer und damit verbundene Symbole, Dark Wave- und Black Metall-Kulturen). Ein Glossar greift abschließend religiöse Chiffren der Szene auf..

Verleih über die Vielfalt-Mediathek des IDA e. V.


Moderne_NazisStaudt, Toralf:
Moderne Nazis. Die neuen Rechten und der Aufstieg der NPD, Köln: Kiepenheuer & Witch, 2005

Toralf Staud hat als Redakteur der ZEIT jahrelang die rechtsextreme Szene und die NPD beobachtet. In diesem Taschenbuch warnt er eindringlich davor, die NPD zu unterschätzen. Er beschreibt den Aufstieg der NPD insbesondere in ostdeutschen Kommunen und das soziale Milieu, in dem die Partei ihre Basis hat. Detailliert berichtet er u. a. von Aktionen im sächsischen Landtage und in NPD-Hochburgen, über das NPD-Programm und die Strategie „National befreiter Zonen". „Ohne die rechte Jugendkultur" - so eine These - „wäre der Aufstieg der NPD nicht möglich gewesen."


Pädagogik und Rechtsextremismus

 

Soziale_ArbeitBorrmann, Stefan:
Soziale Arbeit mit rechten Jugendcliquen, 2. aktual. Aufl., Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2005

Auf Basis eines transdisziplinären Erklärungsmodells zur Entstehung rechter Cliquen stellt Stefan Borrmann in dieser Studie Handlungsleitlinien für die Arbeit mit rechten Jugendcliquen vor. Merkmale dieser Cliquen werden beschrieben und ihr Entstehen erklärt. Im abschließenden Kapitel heißt es: „Die Leitlinien zeigen auch, dass es bei der Lösung des Problems Rechtsextremismus unter Jugendlichen keine Schnellschüsse geben kann, sondern es eine kontinuierliche Arbeit, die aufeinander abgestimmt ist, geben muss. Denn viele der Handlungsleitlinien richten sich nicht direkt an Mitglieder rechter Cliquen, sondern zeigen, wie präventiv gearbeitet werden kann."


BeratungskonzeptKonz, Norbert/Lobermeier, Olaf/Koch, Reinhard:
Beratungskonzept. Beratung für Eltern und Bezugspersonen von Jugendlichen in der rechtsextremen Szene (Wege aus der rechten Szene, Bd. 3: Beratungskonzept), hg. v. Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt, Braunschweig: Eigenverlag, 2006

In der Broschüre wird das im Rahmen des Projektes „Wege aus der rechten Szene" entwickelte und erprobte Konzept der „Einmal- oder Kurzberatung" für Eltern und Bezugspersonen rechtsextrem orientierter Jugendlicher vorgestellt. Beschrieben werden die Grundannahmen, Voraussetzungen und praktischen Erfahrungen, die im Rahmen des mehrjährigen Projektes der Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt gemacht wurden. Die Grundzüge der Arbeitsweise der Einmalberatung werden mit Blick auf therapeutische Haltungen, erste Zugänge, Gesprächsführung und Beratungsstrategien spezifiziert. Darüber hinaus erläutern die Autoren die Grenzen der Übertragbarkeit des Konzeptes sowie Grenzen und Risiken der Beratungstätigkeit.

Verleih über die Vielfalt-Mediathek des IDA e. V.


Handlungsfähig_BleibenPeltz, Cornelius:
Handlungsfähig bleiben - handlungsfähig werden. Rechtliche Grundlagen und Handlungsempfehlungen für Eltern rechtsextremer Jugendlicher (Wege aus der rechten Szene, Bd. 1: Eltern-Handreichung), hg. v. Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen Ost gGmbH/Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt, Braunschweig: Eigenverlag, 2006

Die Handreichung entstand im Rahmen des Projektes „Wege aus der rechten Szene" der Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt (ARUG) in Braunschweig. Ihr Ziel ist es, Eltern von rechtsextrem orientierten Jugendlichen ein Handwerkszeug zu geben, damit diese in der Auseinandersetzung mit ihrem Kind handlungsfähig bleiben bzw. (wieder) werden. Der Autor plädiert insbesondere dafür, in der Auseinandersetzung mit dem Kind auch rechtliche Grundlagen zu berücksichtigen. Anhand von 14 Fragen, die häufig in Beratungssituationen gestellt werden (z. B. Was können Eltern unternehmen, wenn ihr Kind in seinem Zimmer rechtsextreme Musik hört?), werden der rechtliche Rahmen elterlichen Handelns erörtert und Handlungsempfehlungen gegeben. Die jeweiligen Antworten werden von einer betroffenen Mutter und einem Aussteiger kommentiert.

Verleih über die Vielfalt-Mediathek des IDA e. V.


Pädagogik_mit_RechtsextremenPingel, Andrea/Rieker, Peter:
Pädagogik mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen. Ansätze und Erfahrungen in der Jugendarbeit. Deutsches Jugendinstitut, Leipzig: Eigenverlag, 2002

Der Band fasst Ergebnisse einer Studie des Projektes „Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit" des Deutschen Jugendinstituts zusammen. Im ersten Teil werden ausgewählte Aspekte der pädagogischen Arbeit mit fremdenfeindlichen und rechtsextrem orientierten Jugendlichen thematisiert (u. a. Beziehungsarbeit, Grenzsetzung, geschlechtssensible Jugendarbeit, Bildungsarbeit). Der zweite Teil stellt exemplarische Arbeitsformen vor (z. B. Streetwork, Gruppenarbeit, erlebnispädagogische Kurzzeitmaßnahmen). Gegenstand des dritten Abschnitts sind die Bedingungen und Voraussetzungen, unter denen in der pädagogischen Praxis mit rechtsextrem und fremdenfeindlich orientierten Jugendlichen gearbeitet wird (u. a. Möglichkeiten der Kooperation und Vernetzung mit anderen Angeboten und Institutionen).

Download unter: Vielfalt-Mediathek des IDA e. V.


Konfrontative_PädagogikWeidner, Jens/Kilb, Rainer (Hg.):
Konfrontative Pädagogik. Konfliktbearbeitung in Sozialer Arbeit und Erziehung, 2. überarb. und erweit. Aufl., Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2006

Der Band beinhaltet zwölf Beiträge zu den theoretischen Grundlagen und praktischen Umsetzungsmöglichkeiten der konfrontativen Pädagogik. Gemeinsam ist allen Einzelbeiträgen das Plädoyer für konfrontative Ansätze in der Arbeit mit mehrfach auffälligen jungen Menschen, gleichzeitig werden aber auch offene Fragen, Kritikpunkte und Ungereimtheiten thematisiert. Die Herausgeber betonen in ihrem Vorwort die Notwendigkeit der Grenzsetzung und Konfrontation in der Arbeit mit aggressiven, gewaltbereiten bzw. -tätigen Jugendlichen und führen aus, dass akzeptierendes und konfrontatives Paradigma im pädagogischen Prozess keinen Widerspruch bilden, sondern auf verschiedenen Ebenen miteinander korrespondieren: „Das Motto lautet: den Menschen mögen und verstehen, aber mit seinem (abweichenden bis kriminellen) Handeln nicht einverstanden sein!"


Auf_der_Suche_nach_ThrillWippermann, Carsten/Zarcos-Lamolda, Astrid/Krafeld, Franz Josef:
Auf der Suche nach Thrill und Geborgenheit. Lebenswelten rechtsradikaler Jugendlicher und neue pädagogische Perspektiven, hg. v. Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz, Opladen: Leske + Budrich, 2002

In dem Buch werden die Ergebnisse einer Studie vorgestellt, in der die Lebenswelten von rechtsradikalen Jugendlichen vor dem Hindergrund der sog. SINUS-Milieus untersucht wurden. Auf Grundlage von 73 Tiefeninterviews mit Jugendlichen wird die subjektive Innenperspektive gewaltbereiter und rechtsorientierter Jugendlicher z. B. hinsichtlich Lebensstil, Ideologie, Gewalt und Ausstiegschancen dargestellt. Für pädagogisches Handeln werden anschließend vier unterschiedliche Zielgruppen identifiziert (Unpolitische Provokateure, politisch-rassistische Ideologen, Verunsicherte, Abgewanderte). Ergänzt wird das Buch durch den von Franz Josef Krafeld entwickelten Ansatz der gerechtigkeitsorientierten Jugendarbeit.


Einstiegs- und Ausstiegsprozesse

 

Mein_Kind_ist_doch_kein_NaziBayerischer Jugendring, KdöR (Hg.):
"Mein Kind ist doch kein Nazi!?" Ein Ratgeber für Eltern und Angehörige von Kindern und Jugendlichen aus der rechtsextremen Szene, München 2008

Die Broschüre gibt Familienangehörigen rechtsextrem orientierter Jugendlicher einen Überblick über Rechtsextremismus bei Jugendlichen, Ideologien und Handlungsmöglichkeiten. Es finden sich Informationen zu Einstiegen in die rechtsextreme Szene, zu Frauen und Mädchen, sowie zu Identifikationsmerkmalen wie Musik, Kleidung, Codes und Symbolen. Ein Interview illustriert die Situation von betroffenen Eltern. Darüber hinaus werden zentrale Begriffe wie Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus erläutert und Verhaltenstipps für Betroffene gegeben.

Verleih über die Vielfalt-Mediathek des IDA e. V.


Ein_normales_FamilienlebenBecker, Reiner:
Ein normales Familienleben. Interaktion und Kommunikation zwischen „rechten" Jugendlichen und ihren Eltern, Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag, 2008

Im Mittelpunkt der Dissertation von Reiner Becker steht die Frage nach den Formen und Bedingungen der Interaktion und Kommunikation zwischen „rechten" Jugendlichen und ihren Eltern. Anhand der Analyse von qualitativen Interviews mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen und Eltern werden unterschiedliche Formen des Umgangs der Familie aufgezeigt. Eltern können einen Beitrag zur Reduzierung rechtsextremer Einstellungen leisten, so heißt es abschließend, wenn „erstens gute Eltern-Kind-Beziehungen bewahrt werden können und zweitens sich Eltern auch mit den Positionen und Inhalten der Einstellung ihres Kindes auseinandersetzen." Eine Erfolgsgarantie oder alleinige Lösungskompetenz gäbe es aber nicht.


Wenn_Kinder_rechtsextremHempel, Claudia:
Wenn Kinder rechtsextrem werden. Mütter erzählen, Springe: zu Klampen! Verlag, 2008

„Warum gerade ich? Warum gerade mein eigenes Kind? Warum hilft mir keiner?" - Solche Fragen stellen sich Mütter, deren Kinder in die rechtsextreme Szene abgeglitten sind. Die Autorin hat Mütter rechtsextrem orientierter Kinder interviewt: Diese berichten in dem Buch von durchweinten Nächten, handfesten Auseinandersetzungen, Versagensängsten und Schuldgefühlen; wie Nachbarn und Schuldirektoren weggeschaut haben; wie sie Rat gesucht haben und abgewiesen oder gar für die Entwicklung ihrer Kinder selbst verantwortlich gemacht wurden. Das Buch vermittelt, dass diese Mauer des Schweigens, die Ignoranz und die mangelnde politische Aufklärung die Eltern - jenseits der innerfamiliären Tragödie - hilf- und oft auch mutlos macht.


Cover Ein- und Ausstiegsprozesse von RechtsextremistenKoch, Rheinhard/Pfeiffer, Thomas (Hg.):
Ein- & Ausstiegsprozesse von Rechtsextremisten, Braunschweig: 2009

Der Werkstattbericht ist im Rahmen eines Seminars an der Ruhr-Universität Bochum entstanden: Unter welchen Bedingungen und in welchem Alter erfolgen Einstiege in den Rechtsextremismus? Welche Aktivitäten und Gedanken prägen das Leben in der Szene? Vor welchen Problemen stehen diejenigen, die die Szene verlassen wollen? Anhand solcher Leitfragen werden neun deutschsprachige Biografien von Aussteigerinnen und Aussteigern analysiert. Darüber hinaus werden die Ergebnisse eines Interviews mit einem Aussteiger in einer Porträtskizze vorgstellt. Abgerundet wird der Bericht mit zusammenfassenden Thesen von Thomas Pfeiffer und Informationen zu Hilfs- und Beratungsangeboten.

Download unter: Vielfalt-Mediathek des IDA e. V.


Rechtsextremismus_und_SozialisationLobermeier, Olaf:
Rechtsextremismus und Sozialisation. Eine empirische Studie zur Beziehungsqualität zwischen Eltern/Angehörigen und ihren rechtsorientierten Kindern (Wege aus der rechten Szene, Bd. 2: Empirische Studien), hg. v. Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen Ost gGmbH/Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt, Braunschweig: Eigenverlag 2006

Können Eltern bzw. enge Angehörige hinsichtlich eines potentiellen Ausstiegs von Jugendlichen aus der rechtsextremen Szene eine wichtige Ressource darstellen? Dieser Frage ging der Autor in einer Studie nach, die im Rahmen des Projektes „Wege aus der rechten Szene" der Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt (ARUG) durchgeführt wurde. Auf Basis von 20 qualitativen Interviews werden insbesondere die Familienstrukturen und die Eltern-Kind-Beziehungen analysiert. Hinsichtlich der Bedeutung von Bezugspersonen für einen Ausstieg wird festgehalten: „Voraussetzung dafür, dass Eltern/Angehörige eine solche Ressource darstellen können, ist, dass diese ein enormes Maß an Beharrlichkeit an den Tag legen, um eine gelingende Familienarbeit gewährleisten zu wollen. Hierzu kann es sinnvoll sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, die diesen Prozess der Familienarbeit fachlich begleitet."

Verleih über die Vielfalt-Mediathek des IDA e. V.


Rechtsextremismus_zwischenLobermeier, Olaf/Franke, Angelika/Koch, Reinhard (Hg.):
Rechtsextremismus zwischen Theorie und Praxis: Theoretische Erklärungsmodelle und Ausstiegsanalysen (Wege aus der rechten Szene, Bd. 4: Theoretische Analysen), Braunschweig: Eigenverlag, 2006

Im vierten Band der Reihe „Wege aus der rechten Szene" der Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt (ARUG) wurden sechs Texte zum Themenfeld „Sozialisatorische Bedingungen für den Einstieg in rechtsextreme Gruppierungen und mögliche Ausstiegswege" zusammengestellt. Die Beiträge befassen sich mit Untersuchungen zu rechtsextremen gewalttätigen Jugendlichen, Sozialisation in der Familie, Wege in rechtsextreme Gruppierungen sowie Ein- und Ausstiegsprozesse von Skinheads. Der Band liefert keinen Überblick über die Forschungsliteratur zum Thema, sondern wurde ausdrücklich als Einstiegslektüre in eine aktuelle Debatte konzipiert.

Verleih über die Vielfalt-Mediathek des IDA e. V.


Mein_Kind_ist_doch_kein_NaziMobile Beratung in Thüringen für Demokratie - gegen Rechtsextremismus (Hg.):
„Mein Kind ist doch kein Nazi!" Ein Ratgeber für Eltern und Angehörige von Kindern und Jugendlichen aus der rechten Szene, Gotha 2005

Mit dieser Broschüre wendet sich die Mobile Beratung in Thüringen für Demokratie - gegen Rechtsextremismus (Mobit) an Eltern und Angehörige von rechtsextrem orientierten Kindern und Jugendlichen. Sie informiert zum einen über das Weltbild des Rechtsextremismus, seinen Erscheinungsformen und mögliche Gründe für die Mitgliedschaft von Jugendlichen in rechtsextremen Cliquen. Zum anderen weist sie auf Möglichkeiten und Defizite einer adäquaten Elternberatung hin. Betroffene Eltern und Angehörige finden in der Broschüre Verhaltens- und Literaturtipps sowie Hinweise auf Anlaufstellen und Ansprechpartner in einigen Bundesländern.

Als Download unter: www.mobit.org


Rechte_GlatzenMöller, Kurt/Schuhmacher, Nils:
Rechte Glatzen. Rechtsextreme Orientierungs- und Szenezusammenhänge - Einstiegs-, Verbleibs- und Ausstiegsprozesse von Skinheads, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2007

Die Autoren untersuchen in dieser Studie den Zusammenhang von Skinheadsein und rechtsextremer Orientierung. Auf Basis ausführlicher Interviews mit rechtsextrem orientierten Skinheads und ehemaligen Szeneangehörigen wird gezeigt, wie und warum Skinheads zu einer rechtsextremen Auffassung gelangen, wieso sie diese beibehalten und unter welchen Bedingungen sie diese ggf. wieder ablegen. Diese Prozesse der Affinisierung, Konsolidierung, Fundamentalisierung und Distanzierung werden detailliert mit Bezug auf die Interviewten beschrieben. Die Studie benennt auch die Konsequenzen, was im Einzelnen in den Bereichen Soziale Arbeit, Pädagogik und Politik erfolgen muss, um Einstiege zu verhindern bzw. Ausstiegsprozesse zu fördern.


Der_Hass_hat_uns_geeintRommelspacher, Birgit:
„Der Hass hat uns geeint." Junge Rechtsextreme und ihr Ausstieg aus der Szene, Frankfurt/New York: Campus Verlag, 2006

Birgit Rommelspacher beschreibt anhand von Interviews und Biografien, wie und warum Jugendliche in die rechtsextreme Szene hineingeraten und wie sie sich später in einem langen Prozess von der Ideologie und dem entsprechenden Umfeld lösen. Sie illustriert Anlässe und Motive für den Einstieg, Distanzierungsprozesse aufgrund von Enttäuschungen bzw. Widersprüchen und verschiedene Verläufe von Ausstiegen. Dabei werden neben der persönlichen Seite auch die gesellschaftlichen Ursachen des Rechtsextremismus analysiert. Das abschließende Kapitel befasst sich mit der Frage, welche Möglichkeiten es z. B. für Eltern und Fachkräfte gibt, den Ausstieg von Rechtsextremen zu unterstützen.


Mythos_KameradschaftSpeit, Andreas:
Mythos Kameradschaft. Gruppeninterne Gewalt im neonazistischen Spektrum, hg. v. Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen Ost gGmbH/Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt, Braunschweig: Eigenverlag, 2005

„Die erzählen immer, dass Kameradschaft wesentlich mehr als Freundschaft ist", berichtet ein Aussteiger. „Das war aber nur eine hohle Phrase", erfuhr nicht nur er. Noch weitere Aussteiger berichten in diesem Buch über das Leben in der rechtsextremen Szene und dem Erleben von gruppeninterner Gewalt. Der Autor schildert anhand ausgewählter Beispiele das Spektrum gruppeninterner Gewalt in der rechtsextremen Szene: Dieses reicht von Misshandlungen über Vergewaltigungen bis hin zu Morden. Ausführlich wird die Konstruktion des "Mythos Kameradschaft" im Rechtsrock, bei Aktionen und in Magazinen aufgezeigt.


Ratgeber für ElternThüringer Beratungsdienst für Eltern, Kinder und Jugendliche - Ausstieg aus Rechtsextremismus und Gewalt (Hg.):
Rechtsextremismus - das betrifft mein Kind? Ratgeber für Eltern, Jena 2011

"Warum trifft es gerade uns?" - diese Frage stellen sich Eltern und Angehörige rechtsextrem orientierter Kinder oder Jugendlicher häufig, verbunden mit der Frage nach eigener Schuld und möglichen Lösungsansätzen. Einfache Antworten darauf gibt es nur selten, da sowohl Ursachen als auch mögliche Lösungswege komplex und situationsabhängig sind. Mit der Broschüre wird Eltern Unterstützung angeboten: Sie stellt Hintergrundinformationen zu wichtigen Fragestellungen  zur Verfügung und gibt Handlungsempfehlungen für eine erste Orientierung.

Als Download unter: www.vielfalt-mediathek.de


Letzter_HaltZDK - Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH (Hg.):
Letzter Halt: Ausstieg. Wege aus der rechtsextremen Szene, Berlin 2007

In der Broschüre werden die verschiedenen Arbeitsfelder der Initiative EXIT-Deutschland vorgestellt. So wird anhand eines fiktiven Fallbeispiels gezeigt, wie ein Ausstieg aus der rechtsextremen Szene aussehen kann. In einem anderen Beitrag werden Verhaltenstipps für Angehörige von rechtsextremen Jugendlichen gegeben und die Arbeit der EXIT-Elterninitiative beschrieben. Ein weiteres Thema ist die Arbeit mit rechtsextremen Strafgefangenen.

Als Download unter: www.exit-deutschland.de


dann_hab_ich_mirZentrum Demokratische Kultur (Hg.):
„ ... dann hab´ ich mir das Hitlerbärtchen abrasiert." Exit - Ausstieg aus der rechtsextremen Szene (Bulletin. Schriftenreihe des Zentrum Demokratische Kultur, 2/02 ), Leipzig, Stuttgart, Düsseldorf: Klett, 2002

In der Broschüre wird das im Jahr 2000 gegründete Aussteiger-Projekt „Exit Deutschland" vorgestellt, das zu den bekanntesten Aussteiger-Programmen in Deutschland zählt. Die Broschüre informiert über die Hintergründe und Arbeitsweise der Initiative und die Unterstützung von Eltern rechtsextremer Jugendlicher und anderen Betroffenen. Darüber hinaus enthält sie Berichte von fünf Aussteigern und einer Aussteigerin aus der rechtsextremen Szene. Die ehemaligen Rechtsextremen beschreiben ihre Wege in die rechtsextreme Szene, ihre Erfahrungen sowie ihre Beweggründe für den Ausstieg.

Verleih über die Vielfalt-Mediathek des IDA e. V.


Unterrichtsmaterial und Arbeitshilfen

 

Das_VersteckspielAgentur für soziale Perspektiven - ASP e. V. (Hg.):
Das Versteckspiel. Arbeitsmaterialien zu Lifestyle, Symbolen und Codes von neonazistischen und extrem rechten Gruppen, Berlin 2005

Das Arbeitsmaterial „Versteckspiel" bietet für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit ein vielseitig einsetzbares Werkzeug zur Thematisierung rechtsextremer Symbole, Codes und Kleidungsstile. Das Paket richtet sich an Aktive der antifaschistischen und antirassistischen Bildungsarbeit, die ausreichende Vorkenntnisse zum Themengebiet haben. Es wurde sowohl für Input- und Überblicks-Vorträge als auch für Tagesseminare und Workshops konzipiert. Das Paket beinhaltet ein Anleitungsskript (Anregungen zur Methodik und zum Gebrauch der Materialien), ein Vortragsskript (mit Hintergrundinformationen zu den einzelnen Folien), 38 Folien (21 Hauptfolien und 17 Ergänzungsfolien), eine CD (drei Beispiele rechtsextremer Musik, zusätzliche Symbole, Vortragsskript), 42 Symbolkarten und 8 Zusatzkarten für die Gestaltung von Seminaren. Zum Inhalt gehört zudem die Broschüre „Versteckspiel" und der Artikel „Kürzel, Codes und Klamotten".

Verleih über die Vielfalt-Mediathek des IDA e. V.


Fremde_Feinde_FreundeAllcom Film + Verleih GmbH (Hg.):
Fremde Feinde Freunde - mit Fremdem leben, Hamburg 2004

Die multimediale Lehr- und Lernsoftware für Lehrkräfte und Berufsschüler und -schülerinnen bietet umfangreiche Materialien, um Vorurteilen, Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz, Rechtsradikalismus und Rassismus entgegenzuwirken. Sie ist vor allem für den fächerübergreifenden Unterricht, Kurse und Projekte konzipiert. Das Paket besteht aus der CD-Rom 1 für Lehrkräfte, die in das Konzept einführt und viele Anregungen zur Unterrichtsgestaltung (Rollenspiele, Fallstudien, Texte, Schaubilder, Karikaturen) gibt. Eine Begleitbroschüre für Lehrkräfte enthält zusätzlich methodische Anregungen, Beispiele für Unterrichtseinheiten, Arbeitsblätter, Begriffserläuterungen und Literaturhinweise. Zwei CDs wenden sich an die Lernenden: Die interaktive CD „Das durchschau ich" ermöglicht es, am Beispiel eines fiktiven Kriminalfalls („Messerstecherei in der Disco") eigene Empfindungen und Einstellungen gegenüber „Fremdem" (z. B. Ethnische Minderheiten, Behinderte, Schwule) zu reflektieren. Die CD „Das bringt mich weiter" enthält eine multimediale Anleitung zum selbständigen Arbeiten an der Thematik und Materialien für die Projektarbeit. Zum Paket gehören zudem eine Videokassette mit 47 Dokumentarclips, Interviews und Spielszenen sowie eine DVD für die Lehrenden mit dem Gesamtprogramm.

Verleih über die Vielfalt-Mediathek des IDA e. V.


free2chooseAnne Frank Stichting/Anne Frank Zentrum (Hg.):
Free2choose. Die Grenzen der Freiheit, Amsterdam/Berlin 2006

Das Bildungsprogramm thematisiert Freiheitsrechte, die ihre Grenzen haben und miteinander in Konflikt geraten. Auf der ersten DVD wurden Kurzfilme zusammengestellt, die grundlegende demokratische Freiheiten (Demonstrationsfreiheit, Pressefreiheit, Freie Meinungsäußerung, Religionsfreiheit, Recht auf Schutz der Privatsphäre) am Beispiel aktueller Ereignisse thematisieren. Die Filme auf der zweiten DVD widmen sich den Themen Moscheebau, Schulpflicht und Holocaustleugnung. Die Filme sollen Jugendliche zum einen zur Reflexion der großen Bedeutung der Freiheitsrechte anregen. Zum anderen soll anhand der konkreten Beispiele dazu angeregt werden, die Grenzen dieser Rechte zu sondieren. Um diese problemorientierte Sicht zu unterstützen, werden am Ende der einzelnen Filmbeiträge kritische Fragen gestellt (z. B.: Dürfen Neonazis vor der Synagoge demonstrieren? Sollten strenggläubige christliche Eltern ihre Kinder entgegen der Schulpflicht zu Hause unterrichten dürfen?). Die beiliegende Broschüre bietet Hintergrundinformationen zu den zur Diskussion gestellten Themen und Konflikten.

Verleih über die Vielfalt-Mediathek des IDA e. V.


Arbeitshilfe zum Thema Rechtsextreme SzeneBundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e. V. (Hg.): Themenhefte Rechte Szene, Münster 2010

Das Unterrichtsmaterial wurde im Rahmen des Projektes "Chancen erarbeiten - a³" zusammengestellt. Es wurde für den Einsatz in Schulen, Volkshochschulen sowie in Jugendberufshilfe-Maßnahmen entwickelt und wendet sich insbesondere an Jugendliche im Übergang Schule-Ausbildung und Schule-Beruf, denen das Lesen und das Schreiben Schwierigkeiten macht. "Die rechte Szene, wer ist das?", "Was macht die rechte Szene?", "Wer ist besonders anfällig für rechte Ideen?", "Was können wir tun?"  Diese und weitere Fragen behandelt das umfangreiche Themenheft ausführlich und in verständlicher und leicht lesbarer Form. Es umfasst Informationen für Lehrende, ein Heft mit Inhalten und Aufgaben für Lernende, ein Quiz sowie zahlreiche Arbeitsblätter und Rollenkarten für den Unterricht.  

Als Download unter: chancen-erarbeiten.de


Rechtsextremismus_InternetBundeszentrale für politische Bildung Hg.):
Rechtsextremismus im Internet. Recherchen, Analysen, pädagogische Modelle zur Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus, 2. Aufl. Bonn 2004

Die CD bietet Pädagogen und Pädagoginnen der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit Informationen über die rechtsextreme Szene im Internet. Sie liefert Hintergrundberichte, stellt Ansätze der medienpädagogischen Arbeit mit Jugendlichen zum Thema vor und gibt anhand von Praxisbeispielen Anregungen für den pädagogischen Alltag. Dargestellt werden zentrale Inhalte auf rechtsextremen Internetseiten und die Mittel, mit denen versucht wird, attraktive Angebote speziell für Jugendliche zu machen. Neben informativen Texten enthält die CD eine Materialiensammlung (z. B. rechtsextreme Websites, Musikbeispiele mit Songtexten, Flash-Filme und Videos).

Verleih über die Vielfalt-Mediathek des IDA e. V.


Stress_in_der_DiskoBundeszentrale für politische Bildung/Deutsche Gesellschaft e. V. (Hg.):
Stress in der Disco - Powerplay in der Disco, Köln: MIC GmbH, 2003-2004

Das Multimediapaket für die interaktive Konfliktbearbeitung mit Schülerinnen und Schülern besteht aus einer CD und drei Broschüren und bietet konkrete Handlungs- und Entscheidungshilfen für den Umgang mit alltäglichen Situationen von Gewalt und Vorurteilen. In dem interaktiven Rollenspiel „life jam" treffen die zwei möglichen Player (weibl./männl.) bei einem virtuellen Diskothekenbesuch auf verschiedene Konfliktsituationen (z. B. rassistische Vorurteile, Gewalt, Anwerbeversuche Rechtsextremer), auf die sie optional reagieren können. Am Ende des Spiels erfolgt eine Auswertung des Verhaltens in Form einer Typenbeschreibung. Die Broschüre „Stress in der Disco" ist die Printversion des interaktiven Rollenspiels als Fotostory, speziell für die weibliche Rolle. Sie liefert zudem Informationen zu den Themen Rechtsextremismus und Frauen, Opferschutz, sexuelle Belästigung, Verhalten bei einem Überfall etc. Die Broschüre „Powerplay in der Disco" ist die entsprechende Printversion für die männliche Rolle. Sie informiert zudem über Themen wie Deeskalation, Gruppenzwang und Körperverletzung. Die dritte Broschüre wendet sich mit ihren Tipps für den Unterricht, Ideenskizzen, Literaturhinweisen und Hintergrundinformationen an Lehrende.

Verleih über die Vielfalt-Mediathek des IDA e. V.


BausteinDGB-Bildungswerk Thüringen e. V. (Hg.):
Baustein zur nicht-rassistischen Bildungsarbeit, Erfurt 2004

Der 450 Seiten und eine CD-ROM umfassende Baustein bietet Aktivitäten, Texte, Planungshilfen und Arbeitspapiere für die außerschulische, schulische und gewerkschaftliche Bildungsarbeit. Zu den Schwerpunktthemen gehören Vorurteile, Rassismus, Antisemitismus, Migration, Nationalismus und Diskriminierung. Dem Konzept liegt der Gedanke zugrunde, dass Rassismus und Antisemitismus nicht das Ergebnis individueller Vorurteile sind, sondern von einer gesellschaftlichen Realität der Ungleichheit und Ungleichwertigkeit geprägt sind. Einstellungen und Erfahrungen werden deshalb in dem Baustein in ihrem gesellschaftlichen Zusammenhang analysiert. Bei der Auswahl der Methoden setzt der Baustein auf Handlungsorientierung. Im ersten Teil des Bausteins werden das zugrunde liegende Konzept, Seminarphasen (Einstieg, Erfahrungen, gesellschaftlicher Kontext, Handlungsorientierung, Auswertung) sowie themenunabhängige Methoden vorgestellt. Daran schließen sich Materialien zu zehn Schwerpunktthemen an: Dem Themenkomplex „Rechtsextremismus" nähert sich der Baustein über „rechte Bilderwelten" an, d. h. über Bilder, die rechtsextreme Ideologie vermitteln.

Als Download unter: baustein.dgb-bwt.de


Multi-Media-CD "National befreits Zimmer"Deutscher Gewerkschaftsbund. Bundesvorstand Bereich Jugend (Hg.):
National befreites Zimmer. Informationsmaterial für die Arbeit gegen Nazis, Faschos & Co., Berlin 2010

Die Multi-Media-DVD der Gewerkschaftsjugend bietet Jugendlichen Hintergrundinformationen zur rechtsextremen Szene sowie konkrete Handlungsstrategien gegen Rechtsextremismus in der Schule, in der Berufsschule, im Betrieb und im Jugendverband. Die Inhalte werden auf zwei Ebenen präsentiert: Die erste Ebene ist ein Zimmer, das auf dem Schreibtisch, an der Pinwand, im Kleiderschrank, im Geschenk oder im Bücherregal Informationen zu rechsextremen Organisationen sowie deren Strukturen, Auftreten, Lifestyle, Codes und Musik gibt. Über den Bücherschrank wird die zweite Ebene erreicht, die die Bereiche Schule, Betrieb, Berufsschule, Jugendarbeit, Wissen und Aktionen mit rechtlichen Hinweisen und konkreten Handlungsmöglichkeiten umfasst.

Die DVD kann über das DGB-Bildungswerk ausgeliehen werden.


Arbeitshilfe zur Prävention von Rechtsextremismus, Rassismus und AntisemitismusGesicht zeigen! Für ein weltoffenes deutschland e. V. (Hg.):
Fit gegen Rechts!, Berlin 2010

Die Materialien zur Prävention von Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wurden als Unterrichtsrichtseinheiten oder Projekttage für Schülerinnen und Schüler der 7. bis 10. Klasse Haupt- und Gesamtschule konzipiert. Die Bausteine thematisieren z. B. Identität und Gruppenzugehörigkeit, Demokratielernen, Medienarbeit und Berufswünsche. Eine Unterrichtsreihe befasst sich speziell mit Ein- und Ausstiegsprozessen in der rechtsextremen Szene (Biografien von Aussteigern auf CD und als Textvorlage, Hintergrundinformationen über rechtsextreme Erscheinungsformen). Die Arbeitsblätter enthalten Tipps für die Unterrichtsgestaltung, Zeitpläne und Methoden.

Verleih über die Vielfalt-Mediathek des IDA e. V.


Vernetzter_Hass_im_WebHessische Landeszentrale für politische Bildung (Hg.):
„Vernetzter Hass im Web - was tun!", Wiesbaden 2005

Angesichts der verbreiteten Hass-Propaganda im Internet will diese Broschüre Denkanstöße liefern und zur Zivilcourage im Netz ermuntern. Sie enthält Informationen zum Thema Rechtsextremismus im Internet und macht konkrete Vorschläge, was man dagegen tun kann. Neben Hintergrundinformationen zu rechtsextremer Musik, sog. Kameradschaften und der Rolle von Frauen in der rechtsextremen Szene enthält die Broschüre Tipps, was jeder einzelne gegen Rechtsextremismus im Internet tun kann. Rechtsextremismus - so eine zentrale Botschaft - darf nicht unwidersprochen bleiben.

Als Download unter: jugendschutz.net


Argumente_am_StammtischHufer, Klaus-Peter:
Argumente am Stammtisch. Erfolgreich gegen Parolen, Palaver und Populismus, Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag, 2006

Klaus-Peter Hufer beschreibt anschaulich - und für ein breites Lesepublikum verfasst - Bedeutung, Entstehung und Wirkung von Stammtischparolen: „Sie kommen plötzlich und aus der Mitte des Alltags. Wer darauf reagieren will, fühlt sich häufig überrumpelt und überfordert. Was sind Stammtischparolen? Warum gibt es sie überhaupt? Und was kann ihnen entgegengesetzt werden?" Der Autor plädiert für das Argumentieren am Stammtisch. Am Beispiel ausgewählter Stammtischparolen zeigt er auf, wie verbal reagiert und was erwidert werden kann. Die vielseitigen Anregungen beruhen auf langjährigen Erfahrungen des Autors mit seinem „Argumentationstraining gegen Stammtischparolen".


Rechte_MusikJentsch, Uli/Schröder, Burkhard/Raabe, Jan/Dornbusch, Christian:
Rechte Musik und Symbolik. Themenheft - Rechtsextremismus und Musik, hg. v. Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage, Berlin 2005

Das Themenheft „Rechte Musik und Symbolik" soll Schüler und Schülerinnen in die Lage versetzen, rechtsextreme Musikangebote zu erkennen, um erfolgreich gegen die Verbreitung rassistischer, antisemitischer und volksverhetzender Inhalte vorgehen zu können. Die Broschüre liefert detaillierte Informationen über die rechtsextreme Musikszene, ihre Ideologie und ihre Akteure: „Rechtsrock" - so der Titel eines Beitrages - ist „das wichtigste Mittel der Nazis im Kampf um die Köpfe". Im Serviceteil finden sich Hinweise auf Projekte, Links und Literatur, zwei Vorschläge für Unterrichtseinheiten zum Thema sowie eine Argumentationshilfe gegen die „Schulhof-CD" der NPD.

Verleih über die Vielfalt-Mediathek des IDA e. V.


Rechtsextremismus_was_heisstJugendbegegnungsstätte Anne Frank (Hg.):
Rechtsextremismus - was heißt das eigentlich heute? Über Rechtsextremismus, Rassismus und Zivilcourage. Prävention für Schule und Bildungsarbeit, Frankfurt/M.: Brandes & Apsel, 2003

Die Jugendbegegnungsstätte Anne Frank stellt in diesem Arbeitsbuch ihre pädagogischen Erfahrungen, Erkenntnisse und Methoden all denjenigen zur Verfügung, die sich stark machen wollen in der Auseinandersetzung mit rechtsextremen und rassistischen (Alltags-)phänomenen. Die Publikation wendet sich insbesondere an Multiplikatoren und Multiplikatorinnen, die „aktuelle Formen und Argumente des Rechtsextremismus auf lebendige Weise nachvollziehbar machen wollten". Einführend werden die inhaltlichen Schwerpunkte, didaktischen Grundlagen, Erfahrungen und Perspektiven der Projektarbeit beschrieben. Hauptteil des Arbeitsbuches ist der sog. „Methoden-Baustein", in dem für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit geeignete erlebnisorientierte Methoden zum Einstieg und zu den Themen Rechtsextremismus, Rassismus und Zivilcourage vorgestellt werden. Hier finden sich detaillierte Beschreibungen von Lernübungen, Spielen, Dialogen, Szenen etc.

Verleih über die Vielfalt-Mediathek des IDA e. V.


Gegen_Rechts_argumentierenGloël, Rolf/Gützlaff, Kathrin:
Gegen Rechts argumentieren lernen, Hamburg: VSA-Verlag, 2005

Rolf Gloël und Kathrin Gützlaff liefern mit diesem Buch eine anschauliche Material- und Argumentationshilfe für alle, die sich kritisch mit Nationalismus und Rassismus auseinandersetzen wollen. Sie plädieren für eine politische Pädagogik gegen Rechts und für eine argumentative Auseinandersetzung mit nationalistischem und rassistischem Denken, die die Dummheit und Schädlichkeit derartiger Positionen nachweist. Das erste Kapitel greift fünf verbreitete Erklärungsmuster zur Frage auf, warum Jugendliche rechtsradikal werden. Im zweiten, dritten und vierten Kapitel werden die Grundmuster rechtsradikalen Denkens herausgearbeitet und vielfältige Anregungen für eine kritische Auseinandersetzung gegeben. Das abschließende fünfte Kapitel widmet sich der pädagogischen Arbeit zur Prävention rechtsextremer Einstellungen und zur Auseinandersetzung mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen.


Andi_Comic_für_DemokratieInnenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (Hg.):
Andi. Comic für Demokratie und gegen Extremismus (CoDeX) 1, Düsseldorf 2005

Der Comic gegen Rechtsextremismus wendet sich an Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren. Die Geschichte erzählt, wie Jugendliche fremdenfeindliche und rechtsextreme Parolen im Schulalltag erleben und wie sich der Comic-Held Andi an seiner Schule gegen derartiges Gedankengut einsetzt. „Ein positiver Bezug auf die freiheitliche demokratische Grundordnung" - so die Herausgeber - „ist der Dreh- und Angelpunkt des Projekts". Aufgezeigt werden soll, „was hinter rechtsextremistischen Geschichten, Mythen und Symbolen steckt: keine edlen, fleißigen und guten ‚Kameraden', sondern oft historische Verklärung von Verbrechen, Selbstdarsteller und Geschäftemacher. Dies geschieht durch paradoxes Intervenieren (‚Inspektor Columbo-Pädagogik'), das heißt: die Verunsicherung durch Fragen und die Konfrontation mit Widersprüchen."

Als Download unter: www.andi.nrw.de


Einstiege - Gegenstrategien - AusstiegeLandeszentrale für politische Bildung Baden-Würtemberg (Hg.):
Die rechtsextremistische Szene. Einstiege - Gegenstrategien - Ausstiege, Politik & Unterricht 2/2008

Das Themenheft der Zeitschrift für die Praxis der politischen Bildung bietet Lehrerinnen und Lehrern praktisch verwertbare Arbeitsmaterialien zum Thema Rechtsextremismus und Hintergrundinformationen über die rechtsextreme Szene an.Unterrichtsvorschläge, Texte und Materialien gibt es zu den vier Bausteinen "Moderne" Nazis, "Erlebniswelt" Rechtsextremismus, rechtsextreme Gewalt sowie Gegenstrategien und Ausstiege.

Als Download unter: www.politikundunterricht.de


Ausländer_nehmen_wegLanig, Jonas/Schweizer, Marion:
„Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg!" Rechtsradikale Propaganda und wie man sie widerlegt, Mülheim: Verlag an der Ruhr, 2003

Diese Handreichung bietet Argumentationshilfen gegen in der rechtsextremen Szene - aber auch an manchen Stammtischen - verbreitete rassistische Parolen. Eingegangen wird auf insgesamt 44 vor allem „gegen Ausländer" gerichtete Parolen aus zehn thematischen Bereichen (z. B. Arbeit, Wohnen, Kriminalität, Integration, Frauen, Vergangenheitsbewältigung). Das Buch liefert Informationen zum Hintergrund der Parolen und entkräftet diese mit nüchternen Daten, Zahlen und Fakten. Der Text wird ergänzt mit Fotos und persönlichen Wortmeldungen von Migranten und Migrantinnen, Statistiken, Diagrammen, Zeittafeln, Karten, Gesetzestexte und Karikaturen. Das Buch richtet sich insbesondere an Lehrkräfte und alle, die mit Jugendlichen zu tun haben - verständlich ist es aber auch für Jugendliche.


Wölfe_im_SchafspelzProgramm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (Hg.):
Wölfe im Schafspelz. Eine Kampagne der Polizei für weiterführende Schulen - gegen Rechtsextremismus und seine neuen Erscheinungsformen, Stuttgart o. J.

Mit diesem Medienpaket sollen Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen (ab 13 Jahren) über aktuelle Erscheinungsformen des Rechtsextremismus aufgeklärt werden. Ziel ist es, auf neue Formen der Anwerbung durch rechtsextreme Gruppierungen aufmerksam zu machen und Anregungen zur selbständigen Beschäftigung mit dem Thema zu geben. Das Medienpaket besteht aus einer DVD mit einem Spiel- und einem Dokumentarfilm sowie einem Begleitheft, das Hinweise zum Einsatz des Filmmaterials im Unterricht gibt. Der Spielfilm „Platzangst" erzählt vom 16-jährigen Martin, der sich als Mitglied einer rechtsextrem orientierten Clique in Marina verliebt, die Aussiedlerin ist. Die Dokumentation „Rechtsextremismus heute - zwischen Agitation und Gewalt" von Rainer Fromm informiert über das rechtsextreme Spektrum: von kaum organisierten Jugendlichen über „kameradschaftliche" Verbünde bis hin zu Parteien.


Arbeitshilfe: Handeln gegen Rechtsextremismus an Berliner SchulenRegionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie Berlin e. V. (RAA) (Hg.):
Handeln gegen Rechtsextremismus an Berliner Schulen, Interkulturelle Beiträge Jugend & Schule No. 9, Berlin 2008

Wie kann Schule präventiv gegen Rechtsextremismus aktiv werden und was können Lehrer und Lehrerinnen konkret bei rechtsextremen Vorfällen tun? Die Arbeitshilfe will Lehrkräfte dabei unterstützen, schnell und angemessen zu reagieren, wenn Schüler und Schülerinnen durch rechtsextreme Äußerungen auffallen, rechtsextreme Musik hören oder auf dem Schulhof Propagandamaterial verteilen. Im ersten Teil werden konkrete Hinweise und Handlungsempfehlungen für solche Vorfälle in der Schule gegeben. Darüber hinaus werden Beispiele für Projekte und Aktivitäten mit Unterstützung von Dritten und eine umfangreiche Unterrichtseinheit für Schüler und Schülerinnen ab der neunten Klasse (incl. Kopiervorlagen für Arbeitsblätter, Aufgabenvorschläge etc.) vorgestellt. Im letzten Teil der Broschüre finden sich Argumentationshilfen gegen rechtsextreme Thesen und ein Serviceteil mit Materialien und Adressen.

Als Download unter: osz-gegen-rechts


Handbuch_GrundstufeSchule Ohne Rassismus - Schule Mit Courage (Hg.),
Handbuch Grundstufe, Berlin 2004

Das Handbuch richtet sich vor allem an Lehrerinnen und Lehrer im Grundschulbereich. Es führt in die verschiedenen Formen der Diskriminierung ein, formuliert Handlungsempfehlungen, informiert über verschiedene methodische Ansätze und enthält einen Serviceteil mit Adressen und weiterführenden Internetseiten. Inhaltlicher Schwerpunkt sind die folgenden Themen: Gewalt und Mobbing, Diskriminierung aufgrund verschiedener Merkmale (Herkunft, Aussehen, Geschlecht, sexuelle und religiöse Orientierung), Antisemitismus, Nationalsozialismus sowie Rechtsextremismus. Einige Beiträge führen in die einzelnen Diskriminierungsformen ein und stellen sie dar, andere enthalten konkrete Vorschläge für die Unterrichtspraxis. Das Kapitel „Was tun" stellt eine Auswahl von Konzepten und Methoden zur Auseinandersetzung mit den Themen Demokratie und Toleranz vor. Beschrieben werden z. B. pädagogische Ansätze einzelner Einrichtungen/Initiativen, Methoden wie Plan- und Rollenspiele oder Musik und Tanz sowie Trainingsprogramme und -materialien.

Verleih über die Vielfalt-Mediathek des IDA e. V.


Handbuch_SekundarstufeSchule Ohne Rassismus - Schule Mit Courage (Hg.),
Handbuch Sekundarstufe, Berlin 2003

Das Handbuch bietet Schülern und Schülerinnen sowie Lehrkräften Ideen und Anregungen für Aktivitäten gegen Diskriminierung, Rassismus und Rechtsextremismus. Einleitend wird das Projekt „Schule OHNE Rassismus" in Europa und in Deutschland vorgestellt. Der inhaltliche Teil „Diskriminierung" enthält Grundlagentexte zu den Themen Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung (aufgrund unterschiedlicher Merkmale), Islam heute, Antisemitismus, Rechtsextremismus und Rechtspopulismus (Ideologien und Organisationen, Internet, rechtsextreme Symbole und Musik). Der dritte Teil „Was tun" gibt Anregungen und Beispiele für antifaschistische Aktivitäten, Öffentlichkeitsarbeit sowie verschiedene Konzepte, Plan- und Rollenspiele. Hinzu kommen Hintergrundinformationen zu den Themen Migration, Flucht und Asyl sowie ein Serviceteil mit Literatur- und Medienangaben, Adressen sowie ein Glossar.

Verleih über die Vielfalt-Mediathek des IDA e. V.


In_Auschwitz_wurde_niemandTiedemann, Markus:
„In Auschwitz wurde niemand vergast." 60 rechtsradikale Lügen und wie man sie widerlegt, Mülheim: Verlag an der Ruhr, 1996

„Hitler wollte Frieden", „Die Wehrmacht war nicht am Holocaust beteiligt", „Alle Dokumente, die den Holocaust belegen, sind gefälscht." Markus Tiedemann setzt sich in dieser pädagogischen Handreichung mit 60 geschichtsrevisionistischen und in der rechtsextremen Szene verbreiteten Lügen, Scheinargumenten und Halbwahrheiten auseinander, indem er sie kurz kommentiert und durch historische Quellen widerlegt: „Es gilt unmissverständlich klar zu machen, mit welchen Tricks und mit welcher politischen Absicht hier geschichtliche Fakten gefälscht oder geleugnet werden." Gegliedert ist das Buch in neun thematische Schwerpunkte (Person Hitlers, NSDAP, Wehrmacht, Kriegsgegner, Euthanasie, Holocaust, erfundenes Beweismaterial, professioneller Revisionismus, deutsche Bevölkerung).


Argumentationshilfe gegen rechtsextreme ParolenWolf Wagner: Die Rechtsextremen sagen ..., hrsg. v. Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, Erfurt 2008

Der Politikwissenschaftler Wolf Wagner befasst sich in diesem Heft mit einer von der NPD herausgegebenen "Handreichung für die öffentliche Auseinandersetzung" sowie einigen anderen rechtsextremen Parolen. Die Rechtsextremen sagen, das Grundgesetz sei ein "Diktat der Westallierten", "Ausländer" seien Schuld an der Arbeitslosigkeit in Deutschland oder die EU sei ein "Volksgefängnis" - Wagner analysiert 17 solcher Behauptungen rechtsextremer Parteien und Organisationen. Er verdeutlicht die generelle Diskrepanz zwischen demokratischen und rechtsextremen Parteien (z. B. gesellschaftliche Vielfalt versus Volksgemeinschaft), erklärt die Argumentationen und gibt Hinweise zum Umgang damit.

Als Download unter: www.aktion-zivilcourage.de


Zusammengestellt von: B. Rheims
2009, letzte Aktual.: 30.08.2011