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Rechtsextremismus - War da was?

Informationen zur extremen Rechten in NRW und Anregungen für die pädagogische Praxis, Düsseldorf 2012

Reader des IDA-NRW

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(Auszug)

Überblick Nr. 3, September 2012

Schwerpunkt: Opferperspektive

Überblick_3-12

Überblick_3_2012

 

Filme, Videos & DVDs

Ausgewählte Medienverzeichnisse

Bundeszentrale für politische Bildung: APOPOS - Videos und Texte zur politischen Bildung
Das Mediensystem der Bundeszentrale für politische Bildung bietet eine Liste mit Kurzvideos (max. 10 Min.) und Textheften zu ausgewählten Themen. Ein Schlagwortverzeichnis (z. B. Fremdenfeindlichkeit, Nationalsozialismus, Propaganda, Rassismus, Rechtsextremismus, Vorurteile) erleichtert das Auffinden themenspezifischer Medien aus der umfangreichen Liste. Die zu jedem Film angebotenen methodisch-didaktischen Lehr- und Lernhilfen werden als PDF-Datei zum Downloaden zur Verfügung gestellt. Die Bezugsadressen der Videos sind nach Ländern geordnet.


Bundeszentrale für politische Bildung: AV-Medienkatalog
Das Titelregister des Medienkatalogs enthält in alphabetischer Reihenfolge alle in den Katalog aufgenommenen Filme. Die Filmbeschreibungen enthalten neben einer kurzen Inhaltsangabe Stichworte zur thematischen Einordnung des Films. Der Katalog wird leider seit 2000 nicht mehr ergänzt.


IDA-Film- und Videoverzeichnis
Das Verzeichnis des Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA e.V.) enthält rund 250 Spiel- und Dokumentarfilme sowie Videoclips, die als 16- bzw. 35-mm Film, als Video oder auch als DVD erhältlich sind. In der nach Rubriken sortierten Zusammenstellung (z. B. Jugend und Gewalt, Rechtsextremismus und Neonazismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, Umgang mit der NS-Geschichte) werden alle Filme und Videos kurz vorgestellt. Für jeden Film werden Verleihstellen angegeben, über die ein Bezug des Films möglich ist.


Landesfilmdienst NRW: Medienprogramm
Der Landesfilmdienst bietet für die Jugend- und Erwachsenenbildung einen kostenlosen Verleih aktueller Medien. Das online präsente Medienprogramm, das sich über Titel bzw. Schlagwortsuche gut erschließt, umfasst Filme und Videos mit Kurzbeschreibungen zu verschiedenen Themengebieten (z. B. Antisemitismus, Diskriminierung, Integration, Rassismus, Rechtsextremismus, Menschenrechte, Vorurteile). Die Medien können auch online bestellt werden.


Landeszentrale für politische Bildung NRW: Filmkatalog
Der Filmkatalog enthält Kurzbeschreibungen zu (Dokumentations)Filmen, die sich u. a. mit den Themen Extremismus und Migration. Die Titel können nicht bei der Landeszentrale ausgeliehen werden, sondern nur in den Bibliotheken und Medienzentren des Landes NRW.


Mediathek gegen Rassismus in Siegen
Seit September 2002 ist die vom Antidiskriminierungsbüro in Siegen betriebene Mediathek auch online verfügbar. Der Gesamtbestand umfasst zahlreiche Bücher, Broschüren, Zeitschriften, Videos und CDs, deren Inhalte zumeist detaillierter beschrieben werden. Einzelne Medien sind durch eine Suchfunktion leicht zu recherchieren. Alle Medien können online zur (kostenlosen) Ausleihe bestellt werden. Für Videos, CDs, DVDs und Aktionskoffer wird ein Pfand erhoben. Bei Zusendung fallen lediglich Portogebühren an.


Vielfalt-Mediathek des IDA e.V.
Das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA e.V.) bietet eine Online Mediathek mit Print- und audiovisuellen Materialien, die im Rahmen des Aktionsprogramms der Bundesregierung "Jugend für Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" mit seinen drei Teilbereichen Entimon, Civitas und XENOS sowie den Bundespogrammen „VIELFALT TUT GUT" und „kompetent. für Demokratie" entstanden sind. Alle Materialien können per Online-Bestellung über den Medienverleih des DGB Bildungswerks für 14 Tage kostenlos ausgeliehen werden.


Ausgewählte Filme

Abkehr vom braunen Mob: ein Neonazi-Schläger will aussteigen

Die Dokumentation begleitet den ehemaligen Neonazi Axel H. bei seinem Versuch, aus der rechtsextremen Szene auszusteigen. 15 Jahre lang war er in der Szene aktiv, als politischer Organisator und Schläger. Ein Drittel seines Lebens verbrachte er im Gefängnis, überwiegend für rechtsextreme Gewalttaten. Der Film zeichnet seine Lebensgeschichte nach und versucht herauszufinden, ob sein Ausstieg glaubhaft ist.
Dokumentarfilm, 2003, 45 Min.


Am rechten Rand

Aufgrund wiederholter rechtsextremer Aufmärsche in Wuppertal setzt sich eine Gruppe von Jugendlichen in dieser Videodokumentation mit den Themen Rechtsextremismus und Widerstandsformen auseinander. Die Beiträge befassen sich u. a. mit den Strukturen von Rechtsrock in Wuppertal, Demonstrationen und Führungskadern der Szene. Zu Wort kommen auch gegen Rechtsextremismus engagierte Aktive und ein Aussteiger aus der Szene.
Dokumentarfilm, Wuppertal 2003, 100 Min.
Online verfügbar: Medienprojekt-Wuppertal


Aufmarsch von Rechts. Nazi-Provokateure im Migrantenviertel

Die Reportage thematisiert eine Aktion des Neonazis Axel Reitz, der einen Aufmarsch durch den Kölner Stadtteil Ehrenfeld organisierte, in dem viele Menschen mit Migrationshintergrund leben. Engagierte Bürgerinnen und Bürger versuchten, den geplanten Aufmarsch zu verhindern. Der Film dokumentiert die Vorbereitung bis zum Tag der Demonstration, bei der sich die gegnerischen Lager unter Bewachung der Polizei gegenüber standen.
Dokumentarfilm, (WDR) 2006, 28 Min.


Beruf: Neonazi

Die Reportage über den 27jährigen Ewald Althans aus München, einem Ideologen der deutschen Neonazi-Szene, bricht das Klischee vom hinterwäldlerischen Stammtisch-Nazi mit Hitlerbärtchen oder rasiertem Schädel und zeigt stattdessen das moderne Gesicht des Rechtsextremismus: intelligent, gut aussehend, offensiv und skrupellos. Der Film folgt dem Demagogen nach Toronto, Auschwitz, München und in die neuen Bundesländer und deckt seine Selbstinszenierungen auf.
Dokumentarfilm, Regie: Winfried Bonengel, 1993, 83 Min.


Der Feind im Haus - Wenn aus Kindern Nazis werden

Was bedeutet es für die Eltern, wenn ihre Kinder in die rechte Szene abrutschen, wenn Väter und Mütter mit ansehen müssen, wie die Söhne und Töchter ihnen entgleiten, weil sie den rechten Rattenfängern folgen? Nicola Graef und ihr Team haben zwei Familien begleitet und die harten Auseinandersetzungen miterlebt. Am Ende kämpft David nach dem Ausstieg mit seinem Alkoholproblem. Und Robin muss seine Familie verlassen und ins Jugendheim umziehen.
Dokumentarfilm, Regie: Nicola Graef, (WDR) 2005, 43 Min.
Online verfügbar: Youtube


Der „Rebell" - Neonazi, Terrorist, Aussteiger

Der Film erzählt die beklemmende Biografie des Odfried Hepp: Neonazi, zur selben Zeit Offizier der PLO und Informant der DDR-Staatssicherheit. Er organisierte Terroranschläge auf US-amerikanische Truppen in Deutschland, trug zahllose falsche Namen und war mit wechselnden Identitäten jahrelang auf der Flucht. Der Ausstieg gelang ihm schließlich durch die Liebe zu einer Frau.
Dokumentarfilm, Regie: Jan Peter, 2005, 93 Min.
Online verfügbar: Youtube


Einer von uns
- Kevin M. Mit 15 Linker. Mit 17 Neonazi. Mit 22 Aussteiger.

Der Film „Einer von uns" schildert den Weg des Jugendlichen Kevin Müller in die Neonazi-Szene und seinen späteren Ausstieg. Bei der Umsetzung der Filmidee haben die Berliner FilmemacherInnen Karoline Hugler und Julian Tyrasa bewusst auf Schauplätze der Gewalt verzichtet. Gezeigt werden nur wenige und kaum bewegte Bilder. Meist sitzt Kevin Müller vor einem Gebäude oder schaut in die Landschaft und erzählt seine Geschichte: Er war nicht nur ein Mitläufer, sondern machte eine Art "Karriere" bei den Rechten, hatte so genannte Untergebene und führte eine Schuloffensive an. Irgendwann fielen ihm Widersprüche auf, er begann, sich andere Informationen zu holen, und beschäftigte sich mit Gewalt. Der Film will die Auseinandersetzung mit Ein- und Ausstiegsprozessen sowie deren Motiven befördern und wurde im Rahmen des Lokalen Aktionsplans Uckermark entwickelt.
Dokumentarfilm, Regie: Karoline Hugler, Julian Tyrasa, 2010, 47 Min.
Verleih über die Vielfalt-Mediathek des IDA e. V.


Einmal Nazi - Immer Nazi?

Wie verändern sich junge Neonazis, wenn sie älter werden, sind sie auch jenseits der 30 noch aktiv, radikal und brutal? Diesen Fragen geht die Dokumentation nach und begleitet junge Neonazis über mehrere Jahre. Heute verhalten sich die Interviewten zwar weniger auffällig und ruhiger, haben Familien gegründet und Kinder bekommen. Doch bei manchen hat sich nur die Fassade gewandelt:
Dokumentarfilm, Regie: Ulrich Leinweber, 1997, 29 Min.


Führer Ex

Die 18-jährigen Freunde Heiko und Tommy wollen aus der DDR fliehen. Der Fluchtversuch scheitert, die beiden kommen ins Gefängnis. Gewalt und Korruption bestimmen dort die Tagesordnung. Während Tommy Schutz bei inhaftierten Neonazis sucht, verweigert sich Heiko ihnen zunächst. Doch die Freunde stecken fest im Sumpf aus Gewalt, Ausweglosigkeit und Rechtsextremismus. Die dramatischen Entwicklungen um ihre Freundschaft nehmen ihren Lauf. Das Drehbuch wurde gemeinsam mit dem Neonazi-Aussteiger Ingo Hasselbach geschrieben.
Spielfilm, Regie: Winfried Bonengel, 2002, 102 Min.


Guben im Herbst

Drei vermummte junge Männer, die an der polnischen Grenze in Brandenburg leben, präsentieren in einem Interview ihr rechtsextremes und rassistisches Denken. Sie schildern ihre Wertvorstellungen und ihre Träume von „Großdeutschland". Es offenbart sich eine Mischung aus Unwissen, Ängsten und Vorurteilen. Gewalt gilt als selbstverständliches Mittel der Problemlösung.
Dokumentarfilm, Regie: Roza Berger-Fiedler, 1996, 7 Min.


Hetzjagd. Ein Mordversuch und seine Folgen

1998 ist der damals 17-jährige René als einer der Haupttäter an dem Gewaltverbrechen gegen Xavier Vilanculos in Halle-Neustadt beteiligt. Der Film zeichnet sowohl den Lebensweg des zu einer Gefängnisstrafe verurteilten Täters, als auch des Opfers nach. Nach der Tat distanzierte sich René von den Gewalttaten. Als sein Opfer Xavier wegen verheerender Überschwemmungen in Mosambik seiner Großfamilie zu Hilfe kommen muss, bezahlt das MDR-Team Renè den Flug nach Mosambik, damit der gelernte Bauarbeiter helfen kann - und mit Xavier ins Gespräch kommt.
Dokumentarfilm, Regie: Uwe Sauermann, 2000, 30 Min.


Ich will mein Kind zurück: Eltern von Neonazis zwischen Kampf und Ohnmacht.

37 Grad erzählt vom Leiden der Eltern, deren Kinder sich als Neonazis bekennen. Berichtet wird vom täglichen Familienkrieg, der Beziehungen zerstören kann. Berichtet wird aber auch vom Kampf der Eltern, die nicht aufgeben und daran glauben, dass ihre Kinder irgendwann zu ihnen zurückkehren - ohne Glatze und Hakenkreuz.
Reportage (3sat/ZDF), Regie: Klaus Balzer, 2008
Online verfügbar: Google Videos


Krisenkinder. Radikale Jugendliche, ratlose Eltern

Der Film zeigt am Beispiel zweier Familien, einer aus Deutschland-Ost, einer aus Deutschland-West, wie Eltern und Geschwister damit umgehen, wenn ein Kind in der Familie in die rechtsextreme Szene abdriftet. Beide Familien stehen den Veränderungen ihrer Kinder mehr oder weniger hilflos gegenüber. Sie schämen sich vor den Nachbarn, suchen den Fehler bei sich und empfinden Unbehagen angesichts der martialisch auftretenden Kameraden ihrer Kinder. Weder Verbote noch Diskussionen fruchten. Beide Familien suchen Hilfe: In der Schule, beim Jugendamt, sogar bei der Polizei.
Dokumentarfilm, Regie: Annekathrin Wetzel, Braunschweig 2006, 28 Min.
Verleih über die Vielfalt-Mediathek des IDA e. V.


Jörg Fischer - ein DVU-Aussteiger berichtet

Serie: Apropos
Seit seinem 13. Lebensjahr war Jörg Fischer in der rechtsextremen Szene aktiv: Mit 18 Jahren trat er in die NPD ein, kam in den Kreis-, dann in den Bezirksvorstand, ging zur DVU und wurde schließlich Redakteur der „Nationalzeitung". Dann stieg Fischer aus der Szene aus. Er gehört heute zu den wenigen Aussteigern, die sich in der Öffentlichkeit zeigen und äußern. Auch in diesem Film der Bundeszentrale für politische Bildung berichtet Jörg Fischer offen.
Dokumentarfilm, 2001, 8 Min


Jump!

Der 16-jährige Basti, der in einem sozialen Brennpunkt wohnt, steht zwischen den Fronten: Zwischen einer mit seiner Familie verwobenen Neonazigruppe und einem zumeist aus ausländischen Jugendlichen bestehenden Basketballteam. In einer Schlägerei eskaliert die Situation, der Türke Tekin wird schwer verletzt und Basti muss sich entscheiden. Im Mittelpunkt von Bastis Geschichte stehen Fragen nach Gruppendruck und Milieu, Gewaltbereitschaft, Mitläufern und Drahtziehern.
Spielfilm, Regie: Sven J. Matten, 2004, 20 Min.


Jugendliche und Rechtsextremismus. Beiträge zu unterschiedlichen Ausprägungen von Rechtsextremismus

Die DVD beschreibt aktuelle Erscheinungsformen des Rechtsextremismus wie die „Autonomen Nationalisten" oder die sich bürgernah gebende „Pro-Bewegung". In dem Film „Das braune Chamäleon" berichten Aussteiger aus der rechten Szene über ihre Erlebnisse und ihre Motive und stellen SchülerInnen und LehrerInnen den Umgang mit der Thematik an der Schule dar. Darüber hinaus werden Veranstaltungen des rechtsextremen Spektrums dokumentiert und Möglichkeiten des Widerstandes erörtert. Der Film „Einfach mit dem Strom? - Mädchen in der rechten Szene" gibt einen Einblick in die Motivation und die Gedankenwelt von Mädchen und jungen Frauen in Brandenburg, die in der rechten Szene scheinbaren Halt finden. Hierfür wurden Expertinnen gegen Rechtsextremismus und eine ehemalige Mitläuferin der rechten Szene interviewt. Schwerpunkte sind dabei Inhalte, Mechanismen und Funktionen rechter Indoktrination.
Dokumentarfilm, Hrsg. v. Medienprojekt Wuppertal, Wuppertal 2010, 187 Min.
Kauf und Verleih über das Medienprojekt Wuppertal und Verleih über die Vielfalt-Mediathek des IDA e. V.


Moderne Walküren

In der rechtsextremen Szene haben sich die Frauen emanzipiert: Die Zeit, in der „Kameradinnen" nur als Freundinnen oder Töchter einschlägiger Kader dazukamen, scheint vorbei zu sein. Das Auftreten der Frauen variiert zwischen martialischen Skinhead-Outfits, biederem Dirndl-Look oder seriösem Erscheinungsbild. Auch rechtsextreme Szenefirmen haben sich auf diesen Trend eingestellt: Zum kommerziellen Angebot gehören z. B. Parfums wie „Nationalist - Der herbe Duft vom großen Reich" oder „Walküre - Der blumige Duft für die nationale Frau von heute".
Dokumentarfilm, Regie: Rainer Fromm, 2001, 30 Min.


Nach Hitler - Radikale Rechte rüsten auf

Teil I - Täter, Teil II - Führer, Teil III - Verführer
Die dreiteilige ZDF-Reportage beobachtet aktuelle Strömungen des Rechtsextremismus in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Dänemark. Teil 1 verfolgt die Spur rechtsextremer Gewalttäter in der Bundesrepublik und berichtet über aktuelle Brennpunkte des Rechtsextremismus in Ost und West. Teil 2 widmet sich der Geschichte und Gegenwart des politisch organisierten Rechtsextremismus, porträtiert die führenden Köpfe und beleuchtet die Arbeitsweisen und Strategien rechtsextremer Parteien. Teil 3 rekonstruiert die Traditionslinien rechtsextremer Subkulturen in Deutschland seit 1945 und blickt hinter die Kulissen einer Szene, die inzwischen Millionenumsätze macht - mit Musik und Filmen, die Hass, Rassismus und Gewaltbereitschaft schüren.
Dokumentarfilm, Regie: Rainer Fromm u. a., 2001, 43 Min.


Nebenan der braune Sumpf - Neonazis, ihre Mitläufer und Drahtzieher

Die Dokumentation für den WDR befasst sich mit dem Neonazi-Netzwerk im Westen Deutschlands. In Köln, Dortmund und zahlreichen anderen Städten hat sich eine neue militante Szene von Neonazis mit dem Slogan „Die Straße gehört uns" entwickelt. Die Extremsten unter ihnen verstehen sich als „Keim einer neuen SA" und wollen mit dem Einzug der NPD in die Parlamente wenig zu tun haben. Die neuen Neonazis geben sich europäisch und antiimperialistisch gesinnt, berufen sich auf einen neuen „Antikapitalismus von rechts" und haben so unterschiedliche Vorbilder wie Hitler, Che Guevara, Fidel Castro und Saddam Hussein.
Dokumentarfilm, (WDR) 2005, 45 Min.
Online verfügbar: Youtube


Rechtsextrem - zwischen Lifestyle und Gewalt

Die Doppel-DVD mit insgesamt zehn Dokumentationen zum Thema Rechtsextremismus ist unterteilt in drei thematische Blöcke:

  1. Die rechte Szene heute: „Moderne Walküren" (30 Min.) porträtiert junge rechtsextreme Frauen. „Nicht nur am Rande" (25 Min.) befasst sich mit der Rolle weiblicher Skinheads in der rechtsextremen Szene Anfang der 1990er Jahre. „Glatzen, Marken und Tattoos" (26 Min.) zeigt, welche Modemarken, Frisuren und Symbole die Szene prägen. „Rechtsextreme Musik: Zwischen Führer und Feeling" (27 Min.) porträtiert die Liedermacher und Bands der Szene und ihr öffentliches Auftreten.
  2. Aktiv gegen Rechts: „Potzlow - Geschichte X" (45 Min.) zeichnet nach, wie aus einem brutalen Mord anhand von Verhör-Protokollen ein dokumentarisches Theaterstück entwickelt wird. „Pünktchen, Pünktchen, Bärtchen, Strich - Nazis im Comic" (18 Min.) dokumentiert die Entstehung eines Comics gegen rechtsextreme Parolen im Schulalltag. „Stammtischparolen" (23 Min.) dokumentiert die Training des Pädagogen Klaus Peter Hufer gegen rechtsextreme Sprüche und Vorurteile.
  3. Blick zurück - Geschichte und Theorie: „Einmal Nazi - immer Nazi" (28 Min.) geht der Frage nach, ob ehemals junge Neonazis im mittleren Alter immer noch der rechtsextremen Ideologie folgen. „Hitlers Traum von Micky Maus" (35 Min.) widmet sich Hitlers heimlicher Liebe zu Micky Maus und den Versuchen der Nationalsozialisten, propagandistische Trickfilme auf Disney-Niveau herzustellen. „Kampf ums Dasein" (32 Min.) zeigt, wie die Nationalsozialisten versuchten, ihre Rassenlehre wissenschaftlich zu begründen.
    Dokumentarfilme, 2006, 289 Min.

Rechtsextremismus heute - Krawatte statt Springerstiefel bei der NPD

Die NPD hat ihr Auftreten in der Öffentlichkeit geändert: Sie präsentiert sich als Partei des sozialen Protests bis hin zur Antiglobalisierungsbewegung. Ihre Funktionäre sind unauffällig gekleidet und treten optisch nicht mehr wie Nazis auf. Die Dokumentation blickt hinter die Kulissen und deckt die sozialdemagogische Strategie der NPD auf.
Dokumentarfilm, 2005, 25 Min.


Rechtsextremismus im Internet

Seit Jahren nutzen Rechtsextreme das World Wide Web für ihre Propaganda und versuchen, junge Menschen mit Computerspielen, Musik und Lernprogrammen zu ködern. Auf den ersten Blick erscheinen viele der professionell gemachten Websites seriös. Der Film gibt einen Überblick über rechtsextreme und geschichtsrevisionistische Aktivitäten im Internet und zeigt Drahtzieher, die hinter den Angeboten stehen.
Dokumentarfilm, Regie: Rainer Fromm/Barbara Kernbach, 2000, 15 Min.


Schwarze Sonne: Mythologische Hintergründe des Nationalsozialismus

Der Dokumentation für den WDR und Arte beleuchtet den Einfluss esoterischer Weltbilder und Mythen auf die Ideologie des Dritten Reiches. Die Wewelsburg bei Paderborn wurde zur SS-Ordensburg. Das Bodenornament des „Obergruppenführersaals" der Wewelsburg machten rechtsextreme und okkulte Kreise als sog. „Schwarze Sonne" zu ihrem Leitsymbol. Das Symbol ist heute auf vielen Internetseiten, Broschüren, Flaggen und CD-Covern der rechtsextremen Szene zu finden.
Dokumentarfilm, Regie: Rüdiger Sünner, 1997, 90 Min.


Skinhead Attitude

Die Arte-Dokumentation porträtiert die 40-jährige Geschichte der Skinhead-Bewegung: Die Geschichte einer Gegenkultur und ihrer Vereinnahmung durch den Rechtsextremismus. Dabei werden auch die jüngsten Umwandlungs- und Radikalisierungsprozesse sowie der antirassistische Zweig der Bewegung dargestellt. In einer Reise an die wichtigsten Schauplätze der Geschichte der Bewegung erschließen sich die Hintergründe der Skinhead-Bewegung.
Dokumentarfilm, (Arte) 2004, 90 Min.
Online verfügbar: MyVideo


Skin or die

Pierre ist Schweizer, 23 Jahre alt, arbeitslos und Mitglied der „Hammerskins", einer in den USA gegründeten extrem rassistischen Gruppe. Die Reportage zeigt geheime Zusammenkünfte und Konzerte in der Schweiz, in Deutschland, Polen und Dänemark, Ziele und Vernetzung der Organisation sowie Hammerskins in ihrem Alltag: Zu Hause, in Gesprächen, bei der Arbeit und auf der Straße. Gewalttätige Aktionen zeigt der Film nicht, er schockiert vielmehr durch die Kälte der Aussagen.
Dokumentarfilm, Regie: Daniel Schweizer, Schweiz 1998, 56 Min.


Verlorene Söhne - Lost Sons

Bis 1993 war Ingo Hasselbach der „Führer von Berlin", ein bekannter Neonazi. Dann stieg er aus. Der schwedische Dokumentarfilmer von Krusenstjerna begleitete den Aussteiger über ein Jahr lang und zeichnet die Stationen seiner Vergangenheit nach. Er sprach auch mit dessen Vater, einem überzeugten Kommunisten, der seinen Sohn nicht mehr sehen will. Die Dokumentation stellt die Lebensläufe von Vater und Sohn einander gegenüber.
Dokumentarfilm, Regie: Fredrik von Krusenstjerna, Deutschland/Schweden 1999, 68 Min.


Wenn Kinder Neonazis werden - Matthias Adrians Ausstieg aus der rechten Szene

Die Reportage des Hessischen Rundfunks begleitet den Aussteiger Matthias Adrian bei einem Besuch in seiner Heimatstadt: In Bürstadt - tief in der hessischen Provinz - ist er aufgewachsen und zum Neonazi geworden. Heute arbeitet der 29jährige bei der Neonazi-Aussteigerinitiative „EXIT", betreut jugendliche Ausstiegswillige und kümmert sich um besorgte Eltern, deren Kinder in die rechtsextreme Szene abdriften.
Dokumentarfilm, (HR) 2005, 7 Min.


Wir erobern die Städte vom Land aus! Portrait einer neonazistischen Keimzelle zwischen Weser und Elbe

Der Film berichtet über eine neonazistische Gruppe in Niedersachsen und ihre Versuche, sich im ländlichen Raum zu etablieren und unter Jugendlichen Einfluss zu gewinnen. Dabei ist der Film Realität und Fiktion zugleich: Die Videoaufnahmen sind authentisch und dokumentieren einen kritischen Einblick in die Aktivitäten der Szene. Demgegenüber ist Sven, der Protagonist des Films, ein fiktiver Neonazi, der kurz vor dem Ausstieg aus der Szene steht. Seine Kommentare sind aus tatsächlichen Aussagen ehemaliger Neonazis zusammengestellt.
Dokumentarfilm, Regie: André Aden/Andrea Röpke, Braunschweig 2005, 40 Min.
Verleih über die Vielfalt-Mediathek des IDA e. V.


Zwischen Führer und Feeling

Berlin im Dezember 2001. Die NPD demonstriert gegen die Wehrmachtsausstellung. Viele Jugendliche sind dabei: Rechtsextremismus unter Teenagern ist mehr als eine Gesinnung - es ist ein „Way of Life", bei dem rechtsextreme Musik eine große Bedeutung hat. Der Film zeigt das breite Spektrum von den völkischen Weisen des NPD-Liedermachers Frank Rennicke bis zu rassistischen Hardrock-Klängen der Gruppe „Nordwind". Es kommen Neonazis zu Wort, aber auch sog. „unpolitische" Jugendliche. So ergibt sich ein Überblick über den Stellenwert von Musik und ihre Wirkungsweise in der Szene.
Dokumentarfilm, Regie: Rainer Fromm/Barbara Kernbach, 2002, 26 Min.


Zusammengestellt von: B. Rheims, 2009, letzte Aktualisierung 10.01.2011