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Rechtsextremismus - War da was?

Informationen zur extremen Rechten in NRW und Anregungen für die pädagogische Praxis, Düsseldorf 2012

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(Auszug)

Überblick Nr. 3, September 2012

Schwerpunkt: Opferperspektive

Überblick_3-12

Überblick_3_2012

 

RechtsRock

"RechtsRock" ist ein Sammelbegriff für das Wirken rechtsextremer Bands in verschiedenen Musikbereichen und umfasst sämtliche Musikstile, die zur Verbreitung rechtsextremer Ideologie instrumentalisiert werden. Im englischsprachigen Raum sind "White Power Music", "White Noise" oder "Rock Against Communism" (RAC) die gängigen Bezeichnungen. Einen musikalischen Stil "RechtsRock" gibt es nicht. RechtsRock wird in der Öffentlichkeit zumeist mit rechtsextremer Skinhead-Musik gleichgesetzt. "Doch diese Gleichung" - so betonen Christian Dornbusch und Jan Raabe - "stimmt nur bedingt; denn obwohl der rechte Sound seinen Ursprung in der Skinhead-Szene hat und viele Bands sich noch immer aus Skinheads rekrutieren, hat sich der RechtsRock in den letzten Jahren von seinen Wurzeln 'emanzipiert'. Die Mitglieder der Berliner Band Landser, Shooting Stars der Szene, sind ebenso wenig Skinheads wie die Mitglieder der neonazistischen Black-Metal-Band Magog. Gleiches gilt für das Gros der heutigen Hörer der Musik, die nicht Skinheads, sondern vielmehr 'ganz normale' Jugendliche und junge Erwachsene sind. Im Kern allerdings wird die RechtsRock-Szene nach wie vor von Skinheads bzw. von von ehemaligen Skinheads organisiert." (1)

Rechtsextreme Inhalte wurden in den letzten Jahren auch über Musikrichtungen wie Schlager, Volksmusik, Heavy Metal, Black Metal, Gabber, HipHop, Hardcore, Rock oder Dark Wave transportiert. Aber keine dieser Musikszenen oder -richtungen ist in ihrer Gesamtheit rechtsextrem orientiert: Dies betont auch der Verfassungsschutz NRW: "Musiker und Bands, die versuchen, rechtsextremistische Inhalte und Bezüge in ihren jeweiligen Musikszenen zu präsentieren, hat es insbesondere im Bereich des Dark-Wave/Gothic und der Black Metal-Musik gegeben. Für diese Szenen gilt, dass sie nicht in einem ideologischen Zusammenhang mit dem Rechtsextremismus zu sehen sind."(2)

RechtsRock ist eines der wichtigsten Mittel der rechtsextremen Szene, mit dem Jugendlichen rechtsextreme Inhalte vermittelt und Kontakte zum organisierten Rechtsextremismus hergestellt werden sollen. Mit CD-Produktionen und Konzerten wird versucht, junge Menschen in einem für sie wichtigen Freizeitbereich anzusprechen und en passent rassistische und den Nationalsozialismus verharmlosende oder gar verherrlichende Botschaften zu verbreiten. "Eine gut gemachte CD ist definitiv weitaus besser als ein ein gut gemachtes Flugblatt" urteilte beispielsweise Thorten Heise, Mitglied des NPD-Bundesvorstandes und Betreiber eines Musikversandes. "Musik ist unsere Waffe, gefährlicher als Panzer und Granaten" textete die rechtsextreme Szeneband "Sturmwehr" in ihrem Titel "Unsere Musik" aus dem Jahr 2000. Die Instrumentalisierung von Musik durch die rechtsextreme Szene zeigte sich auch im sog. "Projekt Schulhof" der Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD): Im Vorfeld des sächsischen Landtagswahlkampfs 2004 produzierte die NPD die CD "Schnauze voll - Wahltag ist Zahltag", die Titel bekannter rechtsextremer Balladensänger und Szene-Bands sowie Wahlwerbung enthielt. Von der CD sollen ca. 25.000 Exemplare kostenlos vor Schulen und Treffpunkten an Jugendlichen verteilt worden sein. Auch im Bundestagswahlkampf 2005 und im Landtagswahlkampf 2006 in Mecklenburg-Vorpommern versuchte die NPD mit derartigen Gratis-CDs auf Stimmenfang bei jungen Wählern und Wählerinnen zu gehen.

Rechtsextreme Musik - so das Ergebnis einer Studie des DJI (3) - spielt keine ausschlaggebende Bedeutung für Einstiegsprozesse Jugendlicher in die Szenen. RechtsRock kann insofern kaum als "Einstiegsdroge" bezeichnet werden. Im Szenealltag spielt die Musik hingegen eine große Rolle, weil sie in unterschiedlicher Weise rechtsextreme Orientierungen und Aktivitäten fördert und zur Stabilisierung der Szenezugehörigkeit beiträgt. Die Bedeutung der Musik in Bezug auf Ein- und Ausstiege haben auch Kurt Möller und Nils Schuhmacher untersucht. RechtsRock - so die Autoren - sei zunächst weniger ein Medium alternativer Informationsbeschaffung oder ästhetischen Genusses als vielmehr "Teil kultureller Rahmenstrategien, Distinktionsabsichten und des Bedürfnisses nach Gemeinschaftserfahrungen und geteilten Sichtweisen". Erst im Zuge verstärkter Kontakte und alltagsweltlicher Einbindungen in die Szene beginne RechtsRock mit seinen menschenverachtenden Botschaften auch als Informationsmedium zu fungieren und entsprechende Überzeugungen zu stabilisieren:

"Im Gesamtsprektrum medialer Angebote für junge Leute spielt nach unseren Erkenntnissen das Medium 'Musik' klar vor Internetnutzung, Fanzine-Lektüre, Fernsehen, Film, Buch, Zeitschriften und Handy-Kommunikation eine herausragende Rolle im Prozeß des Affinitätsaufbaus zu rechtsextremen Orientierungen und Verhaltensweisen. Dies gilt auch deshalb, weil Musik generell ein, wenn nicht das entscheidende Kriterium jugendkultureller Identitätsbildung ist. Allerdings ist die 'rechte Mucke' nicht als Verursachungsfaktor aufzufassen. Eher hat sie eine katalysatorische Funktion, indem sie (die Illusion) der Verarbeitung eigener Lebenserfahrungen, ihre Aufwertung zu gesellschaftlich relevanten Ereignissen sowie Gelegenheiten zu tabubrechender Rebellion, kollektivem Erleben, emotional getönter Übereinstimmung, gesinnungsgemeinschaftlicher Verbundenheit, alkoholumnebelter Alltagsentrückung und mobilisierender Aktivierung anbietet. Dem Rezeptionskontext (Gruppengeschehen, Konzerte) kommt augenscheinlich im anzunehmenden Wirkungszusammenhang hohe Bedeutung bei." (4)

Die gegenwärtige Größenordnung des RechtsRocks lässt sich aufgrund fehlender Untersuchungen nicht exakt in Zahlen bestimmen. Eine quantitative Einordnung wird auch dadurch erschwert, dass keine der Musikszenen oder -richtungen ausschließlich rechtsextrem orientiert ist und gleichzeitig gilt, dass keine Stilrichtung vor mehr oder weniger deutlichem rechtsextremen Liedgut sicher zu sein scheint. Einige wenige Daten illustrieren gleichwohl Trends und die Bedeutung des RechtsRocks in der Musikszene:

  • Während in den 1980er Jahren rechtsextreme "Skin-Musik" kaum eine Rolle spielte, begann der RechtsRock ab 1990 zu boomen: So kletterte die Zahl veröffentlichter LPs bzw. CDs deutscher RechtsRockbands von 15 im Jahr 1990 um fast das Zehnfache auf 140 Veröffentlichungen im Jahr 1998 (5). Die Erstauflagen variierten dabei zwischen 3.000 und 5.000 Exemplaren; sie wurden aber häufig nach kurzer Zeit nachgepresst. Neben diesen zahlenmäßig noch überschaubaren professionellen Veröffentlichungen wurden in den 1990er Jahren zahlreiche Demo-Kassetten produziert, deren Erfolg in der Szene letzendlich über einen etwaigen Plattenvertrag entschied. Diese semiprofessionellen Kassetten beinhalteten in der Regel extremere Texte als die Platten bzw. CDs. Sie wurden überwiegend über private Vertriebswege verbreitet und und verliehen diversen Bands Kultstatus.
  • Zwischen 1991 und 1999 produzierten über 100 deutsche rechtsextreme Bands knapp 500 verschiedene CDs in einer Stückzahl von einigen Hundert bis zu 15.000 Exemplaren. An dieser Produktion und Verteilung waren nach Recherchen von Searchlight mehr als 50 Labels und Vertriebe und über 30, der neonazistischen Szene zuzurechnende Läden beteiligt (6). Insgesamt wird für die 1990er Jahre von rund 1,5 Mio CDs im rechtsextremen Sprektrum ausgegangen. Seit 1998 wird ein Rückgang der Veröffentlichung von Tonträgern mit rechtsextremen Angeboten verzeichnet. Erklärt wird dies zum einen mit einer verstärkten Strafverfolgung, zum anderen mit dem auch im rechtsextremen Spektrum verbreiteten "Schwarzkopieren".
  • Rechtsextreme Skinhead KonzerteDie Bedeutung rechtsextremer Musik als vermeintlich unpolitische "Einstiegsdroge" betont auch die Bundesregierung: "Konzerte, der Austausch von CDs, das Eintauchen in ein von der extremen Rechten dominiertes Umfeld sind die ersten Berührungspunkte vieler Jugendlicher mit dieser Szene. (...) Die Durchführung von Musikveranstaltungen der extremen Rechten stellt somit eine aktive Werbung für die Ziele der Szene dar ...". (7) Trotz Verboten im Vorfeld bzw. der Verhinderung durch präventive Maßnahmen der Sicherheitsbehörden stieg die Zahl der bundesweit registrierten rechtsextremen Skinhead-Konzerte 2005 auf ein neues Rekordniveau von 193 (siehe Abb.). Darüber hinaus veröffentlicht die Bundesregierung Zahlen über "Auftritte rechtsextremer Liedermacher bei Veranstaltungen": Bundesweit fanden demnach im Zeitraum 2001 bis 2006 jährlich zwischen 26 und 52 sog. "Liederabende" statt.
  • Hinsichtlich aktiver Bands, Konzerten und Vertriebswegen war nach dem Verbot der neonazistischen Skinhead-Organisation "Blood&Honour" Anfang der 2000er Jahre zunächst ein Einbruch zu verzeichnen. In den letzten Jahren zeigt sich aber wieder ein rasanter Anstieg: Nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes gab es im Jahr 2006 152 aktive rechtsextreme Skinhead-Musikgruppen in Deutschland, die bei einschlägigen Konzerten auftraten oder Tonträger veröffentlichten (2005: 142, 2004: 106). Die Zahl aktiver rechtsextremer Liedermacher belief sich nach offiziellen Angaben im Jahr 2006 auf 26 Personen (2005: 26; 2004: 15). Deutlich zugenommen hat in den letzten Jahren sowohl die Zahl der bundesweit aktiven rechtsextremen Musikvertriebe (2006: 91; 2005: 75; 2004: 60) wie die Zahl der Musiklabel, die rechtsextreme Musik produzieren (2006: 36; 2005: 25).
  • Auch andere Quellen belegen, dass der RechtsRock in Deutschland boomt. Nach Recherchen des antifaschistischen Pressearchivs "apabiz", der Zeitschrift "Der Rechte Rand" und dem Verein "Argumente und Kultur gegen Rechts" lag die Größenordnung deutlich über den offiziellen Zahlen: "Die Gesamtzahl von 255 im Jahr 2005 in Deutschland durchgeführten Konzerten bedeutet eine Steigerung um genau 100 Konzerte oder von 65 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (155 Konzerte). 67 dieser Konzerte waren 'Liederabende' oder 'Balladenabende' mit neonazistischen Liedermachern, in 188 Fällen traten neonazistische 'Rockbands' auf. (8) Neonazi-Bands veröffentlichten demnach im Jahr 2005 124 CDs: Davon entfielen 90 auf die Musikbereiche "White Noise" und "Hatecore", 24 auf den Bereich neonazistischen Black Metal.

RechtsRock und seine Ursprünge: Rechtsextreme Skinhead-Musik

Sie nennen sich "Brutale Haie" (Thüringen), "Endstufe" (Bremen), "Landser" (Berlin), "Oidoxie" (Nordrhein-Westfalen) oder "Zillertaler Türkenjäger" (Niedersachsen) und propagieren mehr oder weniger eindeutig Rassismus, Antisemitismus und Gewalt. Die wichtigste Spielart des in der Bundesrepublik verbreiteten RechtsRockes ist die rechtsextreme Skinhead-Musik. Sie verbreitete sich in Deutschland insbesondere in den 1990er Jahren und hat ihre Wurzeln zum einen in Großbritannien, zum anderen in den USA:

  • Die Anfänge rechtsextremer Skinhead-Musik in Großbritannien sind eng mit dem Namen der britischen Band "Skrewdriver" und ihrem Sänger Ian Stuart verbunden. Sie entwickelte sich ab Mitte der 1970er Jahre. Der Neonazi Ian Stuart bzw. die Bands "Brutal Attack" und "Squadron" gelten auch als Begründer der Skinhead-Bewegung "Blood and Honour" (Blut und Ehre), die Anfang der 1980er Jahren in Großbritannien gegründet wurde. Die Ideologie des mit sog. "Divisionen" in vielen europäischen Staaten vertretenen Netzwerkes ist neonazistisch und rassistisch geprägt. Erklärtes Ziel der Bewegung ist es, jugendlichen Skinheads über Musik das Gedankengut des Nationalsozialismus nahe zu bringen. Die seit etwa 1995 in Deutschland existierende Vereinigung "Blood & Honour Division Deutschland" und ihre Jugendorganisation "White Youth" wurden am 12.9.2000 mit der Begründung verboten, dass sie sich gegen die Verfassung und den Gedanken der Völkerverständigung richtet.
  • Die "Hammerskins" wurden 1986 von einigen rassistischen Skinheads in den USA (Dallas/Texas) gegründet. Als Kennzeichen der Bewegung wurden zwei gekreuzte Hämmer gewählt, die die "weiße Arbeiterbewegung" symbolisieren sollen. Die rassistische Bewegung versteht sich als "intellektuelle Avantgarde", betont den Stolz der gemeinsamen Identität der "weißen Skinheads" und will alle "weißen Kräfte" vereinen. Anfang der neunziger Jahre entstanden erste Ableger in Europa, seit 1993 sind die "Hammerskins" in Deutschland bekannt. Im Vergleich zur "Blood and Honour"-Bewegung, die bis zu ihrem Verbot in Deutschland zahlreiche Konzerte organisierte, sollen die "Hammerskins" aufgrund ihres elitären Sendungsbewusstseins geringeren Einfluss auf die rechtsextreme Szene in Deutschland haben.

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) hat in den letzten Jahren zahlreiche CDs, Kassetten und Schallplatten aus dem Spektrum von RechtsRock und rechtsextremer Skinhead-Musik indiziert. So wurden im Jahr 2006 100 Tonträger (2005: 65) aufgrund der Verherrlichung oder Verharmlosung des Nationalsozialismus oder rassistischer Inhalte indiziert. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen viele Gruppen und ließ Tonträger wegen Verstößen gegen §§ 86, 86a StGB (Verbreitung von Propagandamitteln und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) sowie gegen § 130 (Volksverhetzung) beschlagnahmen. Trotz solcher Gegenmaßnahmen setzen sich die Szene-Aktivitäten aber fort, wird auf rechtsextremen Internetseiten für indizierte CDs geworben, werden verbotene Tonträger auf verschlungenen Vertriebswegen und unterm Ladentisch verkauft sowie über Musiktauschbörsen zum Download angeboten.

Verfolgungsdruck, Ermittlungsverfahren und Verurteilungen hatten bislang - wie der Boom des RechtsRockes in Deutschland mehr als deutlich zeigt - nur sehr begrenzten Erfolg: Zwar verließen einige "Mitläufer" die Szene, gleichzeitig schweißte der Druck die Szene aber noch mehr zusammen. Die Indizierung von Tonträgern durch die BPjM machte manche RechtsRock-Gruppe in der Szene erst richtig populär. Hinzu kommt, dass für den legalen öffentlichen Markt nicht strafbare "Light"-Versionen" produziert werden, in denen nationalsozialistische und rassistische Botschaften "zwischen den Zeilen" übermittelt werden."Hardcore"-Produktionen mit in Deutschland strafrechtlich relevanten Inhalten werden stattdessen vielfach im Ausland produziert und erreichen Rechtsextreme in Deutschland über illegale Wege.

Zur Hardcore-Variante zählen z. B. Produktionen der "Zillertaler Türkenjäger", der Gruppe "Weißer Arischer Widerstand", der "Bonzenjäger" und der Bands "Die Härte", "Stahlgewitter", "Dragoner" und "Landser". Während die meisten Bands ihre rechtsextremen Parolen in Kombination mit einem aggressiven, in Teilen der Jugendszene relativ beliebten, harten Musikstil transportieren, singen die Gruppen "Zillertaler Türkenjäger" und "Bonzenjäger" zu bekannten Schlagermelodien. Die Band "Landser" griff auf verschiedene Musikstile, auch schlichte Country-Musik, zurück. Betrachtet man die Texte, so lassen sich folgende Gruppen unterscheiden:

  • Hass- und Vernichtungslieder, die sich gegen Minderheiten und politische Gegner richten: In den Songs werden ausgeprägte Feindbilder geschaffen und wird teils offen zur Gewalt aufgerufen. Manche Songs knüpfen an NS-Traditionen an.
  • Nationalistische Lieder, die die rechtsextreme Bewegung und ihre Kampfgemeinschaft beschwören: Hier werden ein heroisches Ethos von Ehre, Treue, Tapferkeit und Heldentod betont und das Ziel des Kampfes ("Deutschland" oder "Das Reich") idealisiert.
  • Gesellschafts- und politikkritische Songs, die sich gegen das "System" und "korrupte Politiker" wenden: Hier finden sich Proteste gegen Materialismus, Anklagen der staatlichen Repression gegen Rechtsextreme und antisemitische Verschwörungspropaganda.

Zu den meistgehörten Bands der rechtsextremen Subkultur gehört die Gruppe "Landser", deren Produktionen drastische Beispiele für die in der Szene transportierten volksverhetzenden und zu Gewalt aufrufenden Inhalte abgeben. Mit Texten wie "wenn in der Nacht die Kreuze brennen, dann könnt ihr stinkenden Kaffer um euer Leben rennen", ruft die als Kultband gehandelte Gruppe z. B. offen zum Mord an Migranten und Migrantinnen auf.

Wessen Lied die Band singt, verdeutlicht ein Blick auf die Entstehung der Gruppe: "Landser" wurde Anfang der 1990er Jahre von Mitgliedern der "Vandalen - Ariogermanische Kampfgemeinschaft" gegründet. Diese rechtsextreme Gruppierung entstand Anfang der 1980er Jahre aus dem Zusammenschluss von etwa 20 Personen der Ost-Berliner Heavy-Metal-Szene, die sich zu DDR-Zeiten die Vernetzung neonazistischer Strukturen mit der Metal-Musik zum Ziel gesetzt hatte. Die Gruppe beteiligte sich an Wehrsportlagern und nahm nach der Wende intensive Beziehungen zur westdeutschen Neonazi-Szene auf. Die Gruppe trat zwar öffentlich kaum in Erscheinung, trotzdem soll sie mit diversen Veranstaltungen ein hohes Ansehen in der Neonazi-Szene erreicht haben. Mitglieder der "Vandalen" handeln in der Neonazi-Szene auch mit Waffen: So wurde ein Mitglied der Gruppe im Jahr 2000 verhaftet, als er ein Gewehr mit Zielfernrohr an ein Mitglied der "National-Revolutionären Zellen" verkaufen wollte.

Seit ihrer Gründung fanden die Produktionen von "Landser" das Augenmerk der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften (BFjG), die Strafverfolgungsbehörden ermittelten und verboten verschiedene Texte. Indiziert bzw. verboten wurden folgende Tonträger:

1992 - MC "Das Reich kommt wieder" (1993 als jugendgefährdend indiziert)

1995 - CD "Republik der Strolche" (1996 als jugendgefährdend indiziert)

1998 - CD "Rock gegen Oben" (Beschlagnahme bundesweit nach §§ 86a, 130, 130a StGB)

2000 - CD "Ran an den Feind" (2001 als jugendgefährdend indiziert)

Im Oktober 2001 wurden die Bandmitglieder von "Landser" nach mehrmonatigen grenzüberschreitenden Ermittlungen der Polizeibehörden wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung festgenommen. Die vier Bandmitglieder sowie der aus Chemnitz stammende Vertriebsleiter wurden beschuldigt, durch Verbreiten von Tonträgern in volksverhetzender Weise zu Hass und Gewalt gegen Teile der Bevölkerung aufgestachelt und zu Straftaten aufgefordert zu haben. Darüber hinaus wurde ihnen angelastet, dass sie in den USA und Kanada an Treffen mit militanten, bewaffneten Neonazis teilgenommen haben. Der Vertriebsleiter galt als Dreh- und Angelpunkt der Gruppe: Er soll verantwortlich sein für die Herausgabe der rassistischen Szene-Broschüre "White Supremacy" und soll für das (mittlerweile in Deutschland verbotene) rechtsextreme Skinhead-Netzwerk "Blood & Honour" tätig gewesen sein.Drei Mitglieder der Band wurden im Dezember 2003 wegen der Bildung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung (§ 129 StGB) durch das Kammergericht Berlin verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich die Gruppe nicht nur zur Musikproduktion zusammengeschlossen hatten, sondern dass der eigentliche Zweck ihres gemeinsamen Wirkens die konspirativ organsierte Verbreitung ihrer rechtsextremen Ideologie durch Musik war.

In einer Fallstudie illustrierte das Bundesamt für Verfassungsschutz die ausgeprägte Feindbild-Propaganda der Band "Landser":

"Die besondere politische Ideologie der Band ergibt sich aus den in den Liedern genannten Feindbildern. Sie lehnen das politische System der Bundesrepublik Deutschland ab, das Handeln der Regierungspolitiker und jedes Vorgehen gegen Rechtsextremisten. In dem Lied ´Faul´ heißt es etwa ´Lumpen und Volksverräter regieren unser Land´ oder ´Etwas ist faul an dieser Scheiß-BRD´ [...] Als weitere Feindbilder werden in den Texten von ´Landser´ immer wieder Farbige und Türken genannt. Diese werden aus einer rassistischen Grundhaltung heraus pauschal als angekränkelt, minderwertig und verbrecherisch dargestellt. In dem Lied ´Berlin bleibt deutsch´ ist etwa vom ´Türkenschwein´; von ´Ali-Gangs´ und ´Türkenpack´ die Rede. Farbige sollen das Land verlassen, heißt es doch im Refrain des Liedes ´Nigger´: ´Nigger, Nigger, raus aus unserem Land.´ Ganz offen wünscht ´Landser´ Angehörigen von ethnischen Minderheiten den Tod, wie allein schon der Titel des Liedes ´Kanacke verrecke´ verdeutlicht. Gleiches gilt für folgende Passagen aus dem ´Afrika-Lied´: ´Afrika für Affen, Europa für Weiße ... Steckt die Affen in ein Klo und spült sie weg wie Scheiße´. In ähnlichem Sinne äußert sich ´Landser´ pauschal negativ auch über andere ethnische Minderheiten: Vietnamesen werden in dem Lied ´Xenophobia´ einleitend wie folgt beschrieben: ´Kommt rein, ihr verschissenen stinkenden Drecksäcke. Ihr verlausten gelben Affen.´ Sinti und Roma gelten in einem auch so betitelten Song pauschal als ´Zigeunerpack´, das ein ´uferloses Verbrecherheer´ darstelle. Feindbilder für ´Landser´ stellen ebenfalls die Juden dar. Der Antisemitismus artikuliert sich dabei einerseits in auf die Gruppe bezogenen Aussagen, wofür folgende Passagen aus dem Lied ´Ran an den Feind´ stehen: ´Wir stellen die Auserwählten zum letzten entscheidenden Schlag, wir halten Gericht, ihre Weltmacht zerbricht ... Bomben, Bomben, Bomben auf Israel´. Judenfeindliche Positionen stehen aber auch hinter Aussagen, die sich auf Repräsentanten der jüdischen Gemeinde beziehen: Dafür steht exemplarisch die Bezeichnung von Ignaz Bubis als ´Superauserwähltem´ in dem Lied ´In den Arsch´ oder das in dem Lied ´Dieser Michel Friedman´ artikulierte Bedauern über dessen Weiterleben. Und schließlich stellen auch Kommunisten, Linke und Punks Feindbilder für die Band dar. Aussagen wie ´Ich hasse Kommunisten, ich hasse Kommunisten, fahrt zur Hölle ihr verdammten Bolschewisten´ in dem Lied ´Kein Herz für Marxisten´ stehen dafür. Gleiches gilt für den Song ´Kreuzberg´, worin die Band ihre Sicht der Situation in dem gleichnamigen Berliner Stadtteil schildert. Gegenüber ´randalierenden Zecken´, womit Autonome und Punks gemeint sind, fordert man die Vergiftung des Leitungswassers, um Berlin von dieser ´Bande´ zu befreien." (9)

Die im Jahr 2000 erschienene CD "Ran an den Feind" enthält nach Einschätzung der Verfassungsschutzbehörden zahlreiche strafrechtlich relevante Passagen. Die Mehrzahl der 19 Lieder dieses Tonträgers sind demnach Verstöße gegen §§ 86 (Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen), 130 (Volksverhetzung) und 90 b (Verfassungsfeindliche Verunglimpfung von Verfassungsorganen) StGB. Um eine Vorstellung von den Inhalten zu geben, zitieren wir nachfolgend fünf gekürzte Beispiele aus dem rassistischen und zur Gewalt aufrufenden Repertoire der CD:

Aus dem Lied "Ran an den Feind":

"Wir fühlen in Horsten und Höhen des Adlers verwegenes Glück
Wir steigen zum Tor der Sonne empor, wir lassen die Erde zurück
Kamerad Kamerad
Alle Mädels müssen warten!
Unsere Sturzkampfbomber starten
Kamerad Kamerad
Es lautet der Befehl
Ran an den Feind
Ran an den Feind
Bomben auf Israel
[...]
Hört ihr´s in den Ohren klingen:
Ran an den Feind
Bomben, Bomben
Bomben auf Israel."

Aus dem Lied "Ole":

"Jedesmal reg´ ich mich auf
Schau ich auf die Landkarte drauf
Die BRD ist viel zu klein
Mein Vaterland muß größer sein
[...]
Einmal im Jahr ist Nikolaus
Dreimal am Tag kommt Holokaust
BRD, was heißt das nur
Bubis´Rache-Diktatur
Ole, Ole Ole Ole
Deutsches Reich statt BRD
Ole, Ole Ole Ole
Deutsches Reich statt BRD".

Aus dem Lied "Reichskoloniallied":

"Früher bestand ganz Afrika fast nur aus Kolonien
Da herrschte Recht und Ordnung, kein Schwarzer mußte fliehen
[...]
Heut schlägt der Massai auf den Banku ein
Und der Husu den Gaffai tot
Überall herrscht Bürgerkrieg, Wohnungs- und Hungersnot!
Weil sie keine Lösung finden, holen sie alle hier zu uns
In Einbäumen und Flößen diese schwarzen Hinz und Kunz
[...]
Früher war´s in Afrika ein wunderbares Land
Jetzt stehn da unsere weißen Brüder mit dem Rücken an der Wand
Ein Affe namens Bambilla macht Affenpräsident
Und bekommt von der scheiß UNO alberne Orden umgehängt
[...]
Und mit traurigen Augen schaut Bimbo in Eurobi
Und es hallt ein Ruf von Biktum bis Nairobi
Wenn durch die Savanne Guave´s Killer ziehen
Afrika braucht wieder Kolonien
Afrika braucht deutsche Kolonien!"

Aus dem Lied "Niemals":

"Bei der Revolution im alten Frankreich
Erfand man diesen Blödsinn alle Menschen wären gleich
Jetzt predigen sie schon die Mischung der Rassen
Nigger ficken weiße Frauen, das könnte euch so passen
Niemals, niemals niemals sage ich
Denn der KuKluxKlan besteht ewiglich
Niemals, niemals niemals sage ich
Denn der KuKluxKlan besteht ewiglich
[...]
Irgendwer wollte den Niggern erzählen
Sie hätten hier das freie Recht zu wählen
Recht zu wählen ham sie ja auch
Strick um den Hals oder Kugel in den Bauch!

In Nordrhein-Westfalen gibt es mehrere RechtsRock-Bands mit bundesweiter Bedeutung. Hierzu gehören Aaskereia, Barking Dogs, Oidoxie, Stahlgewitter und Weisse Wölfe. Eine Liste neuerer Bands und Liedermacher hat die Zeitschrift "Lotta" im Herbst 2007 veröffentlicht. (10) Dabei wurden nur Gruppen veröffentlicht, die schon Tonträger veröffentlicht haben oder bereits mehrfach live aufgetreten sind:

  • "Bangardt (Niederrhein): Liedermacher aus dem Umfeld der NPD. 2006 veröffentlichte er in Eigenregie eine Demo-CDR.
  • Cherusker (Osnabrück, Münsterland): Trio um den Sänger Christian Nitsch. Zwei Alben und eine Split mit Sturm wehr liegen vor.
  • Deadly Signs (Gütersloh): Ein Projekt von Mitgliedern der Gruppen Kampfhandlung aus dem schleswig-holsteinischen Trennewurth und Sleipnir aus dem ost- westfälischen Verl. Veröffentlichte Ende 2006 die CD 'Tätervolk' bei Boundless-Records, dem Label des Sleipnir Sängers Marco Laszcz.
  • Dux et Patria (Wuppertal): Das Trio hat eine Demo-CD angekündigt. Für die Band-Technik ist der ehemalige FAP- Aktivist Michael Räupke aus Velbert zuständig.
  • Extressiv (Kreis Unna): Eng mit Oidoxie verbundene Band, vormals Hausordnung. Veröffentlichte ihr Debüt 'Rocksau' 2006 bei PC-Records.
  • Jan-Peter (Lippstadt): Jan-Peter, Kürzel für Jan Peter Kerstin. Bandleader von Bloodrevenge und Projekt Vril. Im Juli 2007 erschien die Balladen-CD 'Menschlichkeit Entartet - Gerechtigkeit Bankrott' bei Boundless Records. Kerstin ist auch Frontmann der vordergründig „unpolitischen" Böhse-Onkelz-Cover-Band Falsche Propheten und der personell weitgehend identischen Metal-Band Kältetod.
  • Linientroi (Kreis Viersen): Band von Dominik Conrad, Sascha und Melanie Pinka. Christian Sado verließ die Band 2005 und gründete My War. Demo-CD veröffentlicht. (...)
  • Life of Pain (Dortmund): Hatecore-Projekt des (ehemaligen) Oidoxie-Bandmitglieds Philipp Günzl. Eine CD erschien 2006 beim WB-Versand von Thorsten Heise.
  • My War (Kreis Viersen): Band um Christian Sado. Eng verbandelt mit der aufgelösten Formation Boots Of Hate. 2006 erschien beim Dortmunder Label Revolution Records die CD 'Heuchler' (...)
  • Non Plus Ultra (NPU, Düsseldorf): Band-Projekt um den Düsseldorfer Marcel Spieß, diverse Konzertauftritte, zumeist auf kleineren Konzerten, CD seit langer Zeit angekündigt, aber noch nicht erschienen.
  • Projekt Vril (Lippstadt): Metal-Band von Jan Peter Kerstin. Veröffentlichte 2007 ein gleichnamiges Album bei PC-Records.
  • Raven (Verl): Liedermacher-Projekt des SIeipnirsängers Marco Laszcz. Unterstützt wird er im Chor von der Sängerin 'Freya'. 2007 erschienen die CD 'Waisenkind beim eigenen Label.
  • Respektos (Lippstadt): 'Streetrock'-Projekt von Jan Peter Kerstin. Veröffentlichte 2007 das Album 'Genug geschwiegen'. Beim Gesang wird Kerstin von einer Frau unterstützt.
  • Sense of Pride (Spenge): 2005 gegründetes Trio. Ein Tonträger wurde noch nicht veröffentlicht, allerdings sind einige Live-Auftritte zu verzeichnen, u. a. auf der 1.- Mai-Demonstration 2007 in Dortmund
  • Straftat (Dortmund): Rock-Projekt des Oidoxie-Sängers Marko Gottschalk."

 

Anmerkungen:

(1) Christian Dornbusch/Jan Raabe (Hg.): RechtsRock. Bestandsaufnahme und Gegenstrategien, Münster 2002, S. 36

(2) Innenministerium des Landes NRW (Hg.): Musik - Mode - Markenzeichen. Rechtsextremismus bei Jugendlichen, Düsseldorf, 3. überarb. Auflage 2006, S. 54

(3) Gabi Elverich/Michaela Glaser/Tabea Schlimbach: Rechtsextreme Musik. Ihre Funktionen für jugendliche Hörer/innen und Anworten für die pädagogische Praxis, Halle 2009

(4) Kurt Möller/Nils Schuhmacher: Rechte Glatzen. Rechtsextreme Orientierungs- und Szenezusammenhänge - Einstiegs-, Verbleibs- und Ausstiegsprozesse von Skinheads, Wiesbaden 2007, S. 504

(5) Christian Dornbusch/Jan Raabe (Hg.): RechtsRock. Bestandsaufnahme und Gegenstrategien, Münster 2002, S. 36

(6) Searchlight u. a. (Hg.): White Noise, Münster 2000, S. 63

(7) Deutscher Bundestag, Drucksache 16/3444, 20.11.2006, S. 1

(8) Jan Raabe/ Christian Dornbusch/Michael Weiss: Etablierte Parallelwelten, in: Monitor, Rundbrief des apabiz e. V., Nr. 24, März 2006, S. 1

(9) Bundesministerium des Innern (Hg.): Rechtsextremistische Skinheadmusik - Was ist daran gefährlich? Eine Fallstudie anhand der Szene-Band "Landser", Berlin 2001

(10) RechtsRock-Lexikon, in: Lotta - antifaschistische Zeitung aus NRW, Nr. 28, Herbst 2007, S. 31

 

Online-Literatur zum Thema:

Arbeitsstelle Neonazismus Fachhochschule Düsseldorf/Argumente & Kultur gegen Rechts e. V.: Argumentationshilfe gegen die "Schulhof-CD" der NPD, Düsseldorf/Bielefeld 2005

Argumente & Kultur gegen Rechts e. V.: Argumentationshilfe gegen die Neuauflage der "Schulhof-CD" der NPD, Bielefeld 2006

Argumente & Kultur gegen Rechts e. V/Arbeitsstelle Rechtsextremismus Miteinander e. V.: Argumentationshilfe gegen die „Schulhof-CD" der NPD mit dem Titel „BRD vs. Deutschland", Bielefeld, Halle 2009

Bundesamt für Verfassungsschutz (Hg.): Rechtsextremistische Skinheads: Musik und Konzerte, Köln 2004

Elverich, Gabi/Glaser, Michaela/Schlimbach, Tabea: Rechtsextreme Musik. Ihre Funktionen für jugendliche Hörer/innen und Antworten der pädagogischen Praxis, Halle 2009

Fahr, Margitta: Odins Erben. Neoheidentum und nordische Mythologie in Rechtsrock-Texten an ausgewählten Beispielen der britischen Band «Skrewdriver», in: PopSkriptum 5 - Rechte Musik (Schriftenreihe, hrsg. vom Forschungszentrum Populäre Musik der Humboldt-Universität zu Berlin), Berlin 1995, S. 90-104

Farin, Klaus: 'Rechtsrock' - Eine Bestandsaufnahme, in: PopSkriptum 5 - Rechte Musik (Schriftenreihe, hrsg. vom Forschungszentrum Populäre Musik der Humboldt-Universität zu Berlin), Berlin 1995, S. 6-15

Griese, Hartmut M.: Rechtsradikale Rock-Musik - Bilanz und Informationen. Oder: Alter Wein in neuen Schläuchen?, in: Mitteilungen des Landesjugendamtes, Nr.142, März 2000, S. 27-48

Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (Hg.): Skinheads und Rechtsextremismus. Instrumentalisierung einer jugendlichen Subkultur, 4. überarb. Aufl., Düsseldorf 2001

Kersten, Martin: Jugendkulturen und NS-Vergangenheit. Der schmale Pfad zwischen Provokation, Spiel, Inszenierung und erneuter Faszination vom Punk bis zum Nazi-Rock, in: PopSkriptum 5 - Rechte Musik (Schriftenreihe, hrsg. vom Forschungszentrum Populäre Musik der Humboldt-Universität zu Berlin), Berlin 1995, S. 70-89

Meyer, Thomas: "Unser Leben heißt kämpfen bis zum Tod" - Rechtsrock als Message-Rock, in: PopSkriptum 5 - Rechte Musik (Schriftenreihe, hrsg. vom Forschungszentrum Populäre Musik der Humboldt-Universität zu Berlin), Berlin 1995, S. 46-69

Raabe, Jan/Dornbusch, Christian, Weiss, Michael: Etablierte Parallelwelten, in: Monitor, Rundbrief des apabiz e. V., Nr. 24, März 2006

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