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Neu Kinder- und Jugendarbeit zu rassismuskritischen Orten entwickeln. Anregungen für die pädagogische Praxis in der Migrationsgesellschaft 2016

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Überblick Nr. 4, Dezember 2016

Schwerpunkt: Blick zurück nach vorn

Glossar

Heterophobie
Unter Heterophobie wird die aggressive Ablehnung des/der Anderen unter Berufung auf nicht-biologische Unterschiede (z.B. psychologischer, kultureller oder sozialer Art) verstanden. Der Begriff erfasst Abwertung und Abwehr von Gruppenangehörigen, die von der dominanten Norm abweichende Verhaltensweisen und Lebensstile aufweisen. Zu den davon betroffenen Gruppen zählen z. B. Obdachlose, Homosexuelle oder Behinderte.
Homophobie
Der Begriff Homophobie (oder auch: Heterosexismus) beschreibt negative Gefühle oder Feindseligkeit gegenüber Homosexualität, die oft zur Ablehnung oder Diskriminierung von Lesben, Schwulen und Bisexuellen führen. Dabei handelt es sich aber nicht um eine klassische Phobie, deren Quelle Angst ist. Negative Einstellungen gegenüber Homosexuellen beruhen zumeist auf tradierten konservativen Vorstellungen von Geschlechterrollen, die durch die Präsenz von Homosexuellen in Frage gestellt werden. Ein anderer Grund für Homophobie bzw. Heterosexismus kann die Verdrängung homosexueller Anteile der eigenen Sexualität sein.
Hybride Identität
Der Begriff bezeichnet Identitäten, deren Elemente aus verschiedenen kulturellen Kontexten stammen. Mit Blick auf Migrantinnen und Migranten wird betont, dass es sich nicht um Übergangsphänomene, sondern um eine eigene soziale Wirklichkeit handelt. Dabei werden verschiedene kulturelle Phänomene miteinander vermischt, sodass nicht mehr von einer »deutschen«, »türkischen« oder »russischen« Kultur gesprochen werden kann, sondern von einer »migrantischen« Kultur, die sich in hybriden Arbeitsformen, Freizeitaktivitäten etc. widerspiegelt.

 


Autorin: B. Rheims
Erstellt: 22.02.2010