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Ageismus/Altersfeindschaft
Ageismus ist die
eingedeutsche Fassung des im anglo-amerikanischen Raum geprägten
Begriffs "Ageism" oder "Agism". Er bezeichnet Altersfeindschaft
als Form sozialer Diskriminierung und beinhaltet die negative Wahrnehmung
des Alters und die damit zusammenhängende Stigmatisierung des Alterungsprozesses,
des Altseins und der davon betroffenen Gruppe von Menschen.
Antidiskriminierung
Mit Antidiskriminierung
verbindet sich ein aktives Eintreten gegen Diskriminierung, sei sie
direkter oder indirekter Art. Die Spannweite von Aktivitäten reicht
hierbei von der gezielten Beratung und Unterstützung von Menschen
mit Diskriminierungserfahrungen und der Dokumentation von Diskriminierungsfällen
über öffentlichkeitswirksame Kampagnen für Vielfalt und
gleiche Rechte bis hin zu Gesetzen mit einklagbaren Bestimmungen zum
Schutz vor Diskriminierung. Ein wichtiges Ziel von Antidiskriminierungsarbeit
ist die Sicherung fundamentaler Menschenrechte.
Antidiskriminierung,
horizontaler Ansatz
Der horizontale
Ansatz betont eine zielgruppenübergreifende Antidiskriminierungsarbeit,
die unterschiedliche Gruppen mit Diskriminierungserfahrungen zusammenbringt
und den Aspekt der mehrdimensionalen Benachteiligung berücksichtigt.
Seit der Verabschiedung des Amsterdamer Vertrages und mehrerer EU-Richtlinien
liegt dabei der Focus auf Diskriminierungen aus Gründen der ethnischen
Herkunft, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters
und der sexuellen Ausrichtung.
Antisemitismus
Der Begriff wurde
Ende des 19. Jhs. von deutschen Antisemiten geprägt, die ihre Feindschaft
gegenüber Juden damit - in Abgrenzung zu religiös motivierten
Antipathien - pseudo-wissenschaftlich und rassistisch zu legitimieren
versuchten. "Im modernen Sprachgebrauch" - so der Antisemitismusforscher
Wolfgang Benz - meint der Begriff "die Gesamtheit judenfeindlicher
Äußerungen, Tendenzen, Ressentiments, Haltungen und Handlungen
unabhängig von ihren religiösen, rassistischen, sozialen oder
sonstigen Motiven."
Antiziganismus
Der Begriff findet
in den letzten Jahren stärkere Verbreitung, um Feindschaft gegen
Sinti und Roma zu bezeichnen. So formuliert die Gesellschaft für
Antiziganismusforschung: "Antiziganismus (von tsigane = Zigeuner)
ist die feindliche Haltung gegenüber den Zigeunern', die
von inneren Vorbehalten über offene Ablehnung, Ausgrenzung und
Vertreibung bis zu Tötung und massenhafter Vernichtung reicht.
Diese Haltung zeigt sich ebenso in der Diskriminierung und Dämonisierung
der Minderheit wie in der Verklärung des lustigen Zigeunerlebens'."
Ausländer/Ausländerfeindlichkeit
Der Begriff des
Ausländers bzw. der Ausländerin bezeichnet in Deutschland
lebende Menschen, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit haben.
Er wird häufig verwendet im Rahmen gesetzlicher Regelungen (z.B.
Staatsanghörigkeit, Ein- und Ausreise, Aufenthalt) und in Bevölkerungsstatistiken.
Als juristischer Begriff verweist er auf einen Status eingeschränkter
Rechte: Wer nicht den deutschen Pass besitzt, ist in wesentlichen Lebensbereichen
nicht gleichgestellt. Ausgrenzung setzt insofern rechtlich bei der Frage
der Staatsbürgerschaft an. Zur Bezeichnung von Anfeindungen gegenüber
den/die Anderen ist der Begriff der Ausländerfeindlichkeit allerdings
ungeeignet, weil eine fremde Staatsangehörigkeit nicht das Merkmal
ist, an dem sich negative Einstellungen und Gewalt festmachen: So sind
weiße US-Amerikaner weniger von diesen Anfeindungen betroffen
als schwarze Deutsche.

Behinderung/Behinderte
Von Behinderung
wird gesprochen, wenn Menschen aufgrund einer erfahrenen Schädigung
in geistiger, körperlicher oder psychischer Hinsicht in ihren Entwicklungsmöglichkeiten
und in ihren Lebensumständen stärker beeinträchtigt sind
als Menschen ohne Schädigung. An der Entfaltung ihrer persönlichen
Möglichkeiten werden sie allerdings auch be- bzw. gehindert, weil
ihnen notwendige Hilfen zur Kompensation ihrer Beeinträchtigung
verwehrt oder nur in fremdbestimmter Form gewährt werden. Beispiele
sind Barrieren wie Treppen für Rollstuhlfahrer oder fehlende akustische
Ansagen bei Sehbehinderten.
Binationalität
Mit verschiedenen
Terminologien wird versucht, der Tatsache Rechnung zu tragen, dass in
Deutschland Menschen leben, deren Lebenssituation nicht adäquat
mit Kategorien wie "deutsch" oder "nichtdeutsch"
zu erfassen ist. So verweist etwa der Begriff der Binationalität
oder der binationalen Herkunft auf Menschen, deren Eltern nichtdeutscher
Herkunft sind oder die einen Elternteil mit anderer Nationalität
haben. Menschen binationaler Herkunft können den deutschen Pass
haben und in Deutschland aufgewachsen sein.


Diskriminierung
Diskriminierung
ist die ungleiche, benachteiligende und ausgrenzende Behandlung von
Gruppen und Individuen ohne sachlich gerechtfertigten Grund. Diskriminierung
kann sich zeigen als Kontaktvermeidung, Benachteiligung beim Zugang
zu Gütern und Positionen, als Boykottierung oder als persönliche
Herabsetzung. Der Begriff bezeichnet sowohl den Vorgang als auch das
Ergebnis. Die Durchsetzung von Diskriminierung setzt in der Regel soziale,
wirtschaftliche, politische oder publizistische Macht voraus.
Diskriminierung,
direkte/unmittelbare
Formen der direkten
Benachteiligung von Menschen reichen von herabwürdigenden Äußerungen
über Ausgrenzungen bei der Arbeitssuche oder beim Disco-Besuch
bis hin zu tätlichen Angriffen. Direkte Formen der Diskriminierung
ergeben sich aus Sicht der Einstellungsforschung, wenn aus Vorurteilen
gegenüber einer sozialen Gruppe Verhaltenskonsequenzen gezogen
werden. Nach EU-Richtlinien zur Bekämpfung von Diskriminierung
liegt eine unmittelbare Diskriminierung dann vor, wenn eine Person in
einer vergleichbaren Situation eine weniger günstige Behandlung
erfährt als eine andere Person.
Diskriminierung,
institutionelle/strukturelle
Die Kennzeichnung
von Diskriminierung als institutionell oder strukturell fokussiert Ungleichbehandlungen,
die in formalen Rechten, in alltäglichen organisatorischen Strukturen
und in Programmen und Routinen grundlegender gesellschaftlicher Institutionen
(z.B. Bildungsbereich, Arbeits- und Wohnungsmarkt) verankert sind. Von
Diskriminierung in diesem Sinne wird z.B. gesprochen, wenn eine Personengruppe
überdurchschnittlich in niedriger bewerteten Arbeitspositionen
zu finden ist oder wenn ein deutliches Gefälle in den Schulerfolgen
entlang von Trennlinien der ethnischen oder sozialen Herkunft festzustellen
ist.
Diskriminierung,
mittelbare
In den EU-Richtlinien
zur Gleichbehandlung wurde der Begriff aufgenommen, um deutlich zu machen,
dass Diskriminierung in der Praxis häufig subtile Formen annimmt.
Um eine mittelbare Diskriminierung handelt es sich demnach, wenn dem
Anschein nach neutrale Vorschriften oder Verfahren bestimmte Personen
aufgrund ihrer ethnischen Herkunft, ihrer Religion oder Weltanschauung,
einer Behinderung, ihres Alters oder ihrer sexuellen Ausrichtung in
besonderer Weise benachteiligen können.
Diskriminierung,
mehrfache
Der Begriff der
Mehrfachdiskriminierung verdeutlicht, dass Menschen nicht eindimensional
nur durch ein einziges Merkmal geprägt sind und aufgrund verschiedener
Merkmale bzw. der Zugehörigkeit zu mehr als einer Minderheit benachteiligt
sein können. Beispiele sind Frauen oder alte Menschen mit Behinderungen
oder Schwule und Lesben mit Migrationshintergrund. Ein homosexueller
muslimischer Migrant könnte aufgrund seiner sexuellen Identität
und/oder seiner Religion und/oder seiner ethnischen Herkunft von Diskriminierung
betroffen sein.
Diskriminierung/Maßnahmen,
positive
Das im angloamerikanischen
Raum in Bezug auf rassistische Diskriminierung entwickelte Konzept beinhaltet
eine zeitlich befriste Bevorzugung von Minderheiten, die über längere
Zeit diskriminiert wurden (z.B. im Bildungsbereich und auf dem Arbeitsmarkt).
In der UN-Konvention zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung
wurden die Grenzen dieser Bevorzugung geregelt. Absolute Schranke ist
demnach die erreichte Gleichberechtigung bzw. Gleichbehandlung. Zur
Vermeidung der logischen Inkohärenz des Begriffs (Diskriminierung
kann nicht positiv sein) plädieren wir für die Verwendung
des Synonyms "positive Maßnahmen".
Diversity
Management (auch: Managing Diversity)
Das in den USA für
das Management von Unternehmen entwickelte Konzept zielt auf die bewusste
Nutzung und Förderung der Vielfalt von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Dabei geht es nicht nur um Toleranz gegenüber individueller Verschiedenheit
(engl.: diversity), sondern um die positive Wertschätzung von Vielfalt.
Ziele von Diversity Management sind eine produktive Gesamtatmosphäre,
die Verhinderung der Diskriminierung von Minderheiten und die Gewährleistung
gleicher Chancen für alle - unabhängig von Alter, Geschlecht,
Nationalität, Hautfarbe, Religion oder sexueller Orientierung.

Eigengruppe/Fremdgruppe
In der Sozialpsychologie
bezeichnet der Begriff der Eigengruppe (ingroup) eine Gruppe, der eine
Person angehört oder anzugehören glaubt. Entsprechend bezieht
sich der Begriff der Fremdgruppe (outgroup) auf eine Gruppe, zu der
eine Person nicht gehört oder nicht zugehören glaubt. Die
Entwicklung von Vorurteilen und Diskriminierungsprozesse gehen in der
Regel mit einer Aufwertung der Eigengruppe und einer Abwertung der Fremdgruppe
einher.
Einstellung
In der Umgangssprache
bezieht sich der Begriff auf die persönliche Meinung eines Menschen.
In der Sozialpsychologie bezeichnet er eine relativ stabile psychische
Tendenz, auf bestimmte Personen und Gruppen mit bestimmten Vorstellungen,
Meinungen und Gefühlen zu reagieren. In Einstellungen kommt eine
überdauernde positive oder negative Bewertung gegenüber Menschen
zum Ausdruck.
Empowerment
Der Begriff wurde
von der US-amerikanischen Bürgerrechts- und Selbsthilfebewegung
geprägt und steht für Selbst-Ermächtigung oder Selbst-Befähigung.
Gemeint ist damit ein Prozess, in dem benachteiligte Menschen ihre eigenen
Kräfte entwickeln und Fähigkeiten nutzen, um ihre Lebensumstände
und Entwicklungsmöglichkeiten zu verbessern - unabhängig vom
Wohlwollen der Mehrheitsangehörigen.
Essentialisierung
Mit Essentialisierung
ist die (Über-)Betonung von physiognomischen Merkmalen (z.B. Hautfarbe,
körperliche Behinderung), Geschlechtszugehörigkeit und religiösen
oder sexuellen Orientierungen gemeint. Essentialisierungen gehen mit
einer Reduzierung der jeweiligen Person auf dieses eine Merkmal einher,
blenden also andere Identitätsmerkmale der Person aus. Sie können
von Seiten einer Einzelperson oder Gruppe als Fremdzuschreibungen fungieren.
Dann gehen sie häufig mit Ausschließungspraxen einher. Sie
können aber auch als Selbstzuschreibung in Erscheinung treten,
d.h. die jeweilige Person definiert sich selbst über dieses Merkmal.
Auch in der Essentialisierung eigener Merkmale liegt die Gefahr, die
bestehenden Vorurteile und Diskriminierungen zu aktualisieren, da die
Betonung des jeweiligen Merkmals die gesellschaftliche Dichotomisierung
in "Wir" und "Ihr" bestätigt.
Ethnie/ethnische
Gruppe
Eine ethnische Gruppe
ist gekennzeichnet durch Vorstellungen einer kollektiven Identität.
Diese tatsächlichen oder vermeintlichen Gemeinsamkeiten und Verbindungen
können sich auf unterschiedliche Aspekte beziehen: z.B. Sprache
(wir gehören zusammen, weil wir die gleiche Sprache sprechen),
Geschichte (gemeinsame Vergangenheit), Religion (gemeinsamer Glaube),
Kultur (geteilte Normen, Werte, Rituale). Von Bedeutung sind auch Vorstellungen
von einer gemeinsamen Herkunft. Dabei ist es nicht entscheidend ob eine
Abstammungsgemeinschaft real vorliegt oder nicht: Die Bezeichnung "Ethnie"
wird vor allem über die Selbstzuschreibung der jeweiligen Gruppe
definiert. Als Fremdzuschreibung können ethnische Merkmale allerdings
auch der Legitimierung von Ausgrenzung und Diskriminierung dienen.
Ethnisierung
Werden Unterschiede
zwischen Gruppen von Menschen auf ethnische Unterschiede reduziert,
wird häufig von Ethnisierung gesprochen. Selbstethnisierung ist
die Selbstbeschreibung auf Grundlage ethnischer Kategorien und kann
der Durchsetzung eigener Interessen oder einer Identitätspolitik
dienen. Fremdethnisierung ist ein sozialer Ausschließungsprozess,
der Minderheiten schafft, diese negativ bewertet und die Privilegien
der Mehrheit sichert.
Ethnizität
Ethnizität
ist die Überzeugung von Menschen, einer bestimmten Ethnie anzugehören
oder andere Ethnien als separat zu empfinden. Der britische Soziologe
Stuart Hall betont in seiner Definition, dass Ethnizität keine
feststehende Eigenschaft ist, sondern als dynamisch und kontextabhängig
zu betrachten ist: "Es ist eher eine Überzeugung, eine Vorstellung,
eine Bewusstseinsform, die weder natürlich noch ewig ist, sondern
zu einem bestimmten Zeitpunkt durch die Umstände hervorgebracht
wird. Es ist ein Halt, der dem Individuum das Gefühl gibt, irgendwo
in der Welt einen Platz und eine Position zu haben (
) Ethnizität
erinnert uns daran, dass jede/r irgendwo' herkommt - ob real oder
eingebildet - und dass jede/r das Bedürfnis hat, sich mit etwas
zu identifizieren und bei was auch immer zugehörig zu fühlen."
Ethnozentrismus
Der von dem US-amerikanischen
Soziologen W. G. Sumner geprägte Begriff betont allgemein einen
auf die Eigengruppe bezogenen Egozentrismus. Im engeren Verständnis
bedeutet Ethnozentrismus die Beurteilung anderer Gruppen, Ethnien und
Kulturen aus der Sicht der eigenen Gruppe und der mit ihr verbundenen
Wertmaßstäbe. Dabei kann es durch Auswahl und Hervorhebung
bestimmter Informationen sowie Leugnung oder Ausblendung anderer Informationen
zu einer Überhöhung der Eigengruppe kommen. Im Extremfall
handelt es sich um eine Deutung der Welt, in der die eigene Gruppe das
Zentrum aller guten Dinge ist und alle anderen als negativ bewertet
werden.

Fremde/Fremdenfeindlichkeit
Die Unterscheidung
von Eigenem und Fremdem ist ein grundlegendes Deutungsmuster. Dabei
ist aber nicht festgelegt, welche Personen oder Gruppen jeweils als
"fremd" oder "anders" wahrgenommen werden. Vorstellungen
über den oder die Fremden sind soziale Konstruktionen, in denen
"den Anderen" Eigenschaften zugeschrieben werden, die sich
von der Eigengruppe unterscheiden. Werden der Fremdgruppe negative Eigenschaften
zugewiesen, wird sie als bedrohlich und/oder minderwertig dargestellt,
wird häufig von Fremdenfeindlichkeit gesprochen. Der Begriff ist
problematisch, weil er nicht verdeutlicht, warum welche Gruppe als fremd
wahrgenommen, negativ bewertet und ausgegrenzt wird. Er erzeugt beliebige
"Wir" und "Ihr" Kategorien und öffnet damit
den verschiedensten Diskriminierungen Tür und Tor.

Gender
Der aus dem Englischen
stammende Begriff steht für soziales Geschlecht. Im Gegensatz zum
biologischen Geschlecht (engl.: sex) sind mit sozialem Geschlecht die
gesellschaftlich, sozial und kulturell konstituierten Geschlechterrollen
von Frauen und Männern, die gesellschaftlich dominanten Vorstellungen
von Weiblichkeit und Männlichkeit gemeint. Betont wird damit, dass
Vorstellungen über "typisch weibliche" oder "typisch
männliche" Aufgaben und Rollen nicht naturgegeben sind, sondern
auf kulturellen Traditionen und gesellschaftlichen Konventionen beruhen.
Gender
Mainstreaming
Der Ansatz Gender
Mainstreaming bedeutet, dass bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die
unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern
von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen sind,
da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt. Der Ansatz rekurriert
auf Gender als soziales Geschlecht, dass als erlernt und damit auch
als veränderbar betrachtet wird. Gender Mainstreaming ist ein Auftrag
an öffentliche Einrichtungen, private Unternehmen und alle Beschäftigte.
Sie sollen die unterschiedlichen Interessen von Frauen und Männern
in der Arbeitsstruktur und allen Prozessen berücksichtigen, um
das Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern effektiv verwirklichen
zu können.
Gleichstellung
Ziel des Gleichstellungskonzeptes
ist es, allen Menschen (z.B. ohne Unterscheidung von Geschlecht, ethnischer
Herkunft oder sexueller Orientierung) gleiche Chancen im öffentlichen
Leben zu ermöglichen. Insbesondere bei struktureller Diskriminierung
sieht das Konzept auch gezielte Fördermaßnahmen für
benachteiligte Gruppen vor, die eine vorübergehende Ungleichbehandlung
beinhalten kann, so z.B. die Bevorzugung von Frauen gegenüber Männern
bei Neuanstellungen, wenn Bewerberinnen und Bewerber über die gleichen
Qualifikationen verfügen.
Gruppenbezogene
Menschenfeindlichkeit (GMF)
Das Konzept der
Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit liegt einem zehnjährigen
Forschungsprojekt des Instituts für interdisziplinäre Konflikt-
und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld zugrunde. Im
Zentrum steht dabei die Frage, wie Menschen mit unterschiedlicher sozialer,
religiöser und ethnischer Herkunft sowie mit verschiedenen Lebensstilen
in der deutschen Mehrheitsgesellschaft wahrgenommen werden und mit feindseligen
Mentalitäten konfrontiert sind. Gemeinsames Merkmal der untersuchten
sieben Facetten offener oder verdeckter Menschenfeindlichkeit ist die
gesellschaftliche Konstruktion von Ungleichwertigkeit.

Heterophobie
Unter Heterophobie
wird die aggressive Ablehnung des/der Anderen unter Berufung auf nicht-biologische
Unterschiede (z.B. psychologischer, kultureller oder sozialer Art) verstanden.
Der Begriff erfasst Abwertung und Abwehr von Gruppenangehörigen,
die von der dominanten Norm abweichende Verhaltensweisen und Lebensstile
aufweisen. Zu den davon betroffenen Gruppen zählen z.B. Obdachlose,
Homosexuelle oder Behinderte.
Homophobie
(auch: Heterosexismus)
Der Begriff beschreibt
negative Gefühle oder Feindseligkeit gegenüber Homosexualität,
die oft zur Ablehnung oder Diskriminierung von Lesben, Schwulen und
Bisexuellen führen. Dabei handelt es sich aber nicht um eine klassische
Phobie, deren Quelle Angst ist. Negative Einstellungen gegenüber
Homosexuellen beruhen zumeist auf tradierten konservativen Vorstellungen
von Geschlechterrollen, die durch die Präsenz von Homosexuellen
in Frage gestellt werden. Ein anderer Grund für Homophobie bzw.
Heterosexismus kann die Verdrängung homosexueller Anteile der eigenen
Sexualität sein.

Identität
In der Psychologie
beinhaltet das Bewusstsein der eigenen Identität, dass man sich
- in Abgrenzung zu Anderen - als Individuum erlebt. Die Entwicklung
von Identität ist ein lebenslang anhaltender Prozess der Definition
und Neudefinition der eigenen Person und der Anderen. Dabei handelt
es sich nicht um etwas Ungebrochenes, Kontinuierliches und in sich Stimmiges,
wie Annita Kalpaka und Nora Räthzel zutreffend feststellen: "(...)
das Individuum kann man sich als einen Schnittpunkt von verschiedenen
Identitäten vorstellen: Nationalität, ethnische Zugehörigkeit,
Religion, Geschlecht, Klasse usw. sind identitätskonstituierende
Merkmale. Welches jeweils die Oberhand gewinnt, hängt u.a. auch
von den aktuellen Lebensbedingungen und den zu bewältigenden Problemen
ab."
Identität,
hybride
Der Begriff bezeichnet
Identitäten, deren Elemente aus verschiedenen kulturellen Kontexten
stammen. Mit Blick auf Migrantinnen und Migranten wird betont, dass
es sich nicht um Übergangsphänomene, sondern um eine eigene
soziale Wirklichkeit handelt. Dabei werden verschiedene kulturelle Phänomene
miteinander vermischt, sodass nicht mehr von einer "deutschen",
"türkischen" oder "russischen" Kultur gesprochen
werden kann, sondern von einer "migrantischen" Kultur, die
sich in hybriden Arbeitsformen, Freizeitaktivitäten etc. widerspiegelt.
Islamophobie
Der vor einigen
Jahren aus dem englischen und französischen Sprachraum ins Deutsche
übertragene Begriff wird als Synonym für Islamfeindlichkeit
verwendet oder - in Anlehnung an den Begriff der Xenophobie - als gegen
Muslime oder den Islam gerichtete Fremdenangst definiert. Er verweist
vor allem auf tief sitzende Ängste, negative Einstellungen und
emotional begründete Abwehr und Feindseligkeit.


Kompetenz, interkulturelle
Mit interkultureller
Kompetenz wird das persönliche und fachliche Wissen im Umgang mit
Heterogenität bezeichnet. Interkulturelle Kompetenz steht für
eine Fachlichkeit, die eine Person z.B. für Gespräche, pädagogische
Anleitung und das Konfliktmanagement zwischen den Generationen, verschiedenen
Geschlechtern oder sozialen Klassen befähigt. Im Kontext der interkulturellen/antirassistischen
Pädagogik wird interkulturelle Kompetenz häufig auf die Verstehens-
und Vermittlungskompetenz zwischen ethnisch-kulturell verschiedenen
Personen oder Gruppen bezogen. Damit wird der Begriff der Kultur bzw.
kulturellen Differenz auf ethnische und nationale Kategorien reduziert,
obwohl der Umgang mit kultureller Differenz bzw. Heterogenität
weite Teile des menschlichen Miteinanders prägt (Eltern - Kinder,
Frauen - Männer, Arme - Reiche, verschiedene Religionszugehörigkeit
etc.).
Kultur
Kultur ist ein mehrdeutiger
Begriff, der sich um die Gesamtheit der materiellen und immateriellen
Ergebnisse menschlicher Innovation dreht. Der enge Kulturbegriff bezieht
sich auf Kunst und Geisteskultur, der weite auf die Lebenswelt des Menschen.
Im Gegensatz zu klassischen Definitionen einer weitgehend homogenen,
statischen und in sich geschlossenen Kultur wird heute hervorgehoben,
dass Kultur einem ständigen Veränderungsprozess unterliegt,
in sich heterogen ist und nicht unbedingt an ein bestimmtes Territorium
gebunden ist. Menschen werden zudem als mehreren Kulturen zugehörig
betrachtet (z.B. Nationalität, Organisation, Religion, Generation,
Familie). In diesem Sinne wird unter Kultur diejenige Lebenswelt verstanden,
die eine Person als "eigene" definiert, weil sie Normalität
und Plausibilität bietet und soziales Routinehandeln ermöglicht.

Lernen, interkulturelles
Interkulturelles
Lernen meint die Kompetenzerweiterung im interkulturellen Feld, d.h.
die Befähigung zum Umgang mit Heterogenität. Ähnlich
wie die interkulturelle Kompetenz wird auch das interkulturelle Lernen
als ein Angebot der Fort- und Weiterbildung meistens auf ethnisch-kulturelle
Aspekte beschränkt, interkulturelles Lernen soll also den Umgang
mit nationalen und/oder ethnischen Differenzen erleichtern. Allzu häufig
stehen dabei nach wie vor Informationen über die Kultur der Herkunftsländer
von in der Bundesrepublik lebenden Migrantinnen und Migranten im Vordergrund,
wodurch ethnisierende Zuschreibungen über die jeweilige Kultur
forciert werden. Nur ein interkulturelles Lernen, das auch Migrationsursachen,
Diskriminierungserfahrungen der Migrantinnen und Migranten, Lebensrealitäten
von Eingewanderten etc. fokussiert, wird auch deren Pluralität
in der Einwanderungsgesellschaft gerecht.

Minderheiten
Während im
allgemeinen Sprachgebrauch mit dem Begriff häufig nur das quantitative
Verhältnis von Mehrheit und Minderheit erfasst wird, betont der
sozialwissenschaftliche Minderheitenbegriff, dass die Minderheitengruppe
"anders" insofern ist, als sie sich von den vorherrschenden
Normalitätsentwürfen der Gesellschaft unterscheidet. Ein Beispiel
ist die Vorstellung, Männer oder das wie auch immer geartete Männliche
seien die Norm, Frauen seien eine Abweichung von dieser Norm. Welche
Kriterien bei der Festlegung der gesellschaftlichen Norm eine Rolle
spielen, ist eine Frage der gesellschaftlichen Macht und das Ergebnis
einer sozialen Setzung (einer gesellschaftlichen Konstruktion von Wirklichkeit).


Othering
Basierend auf "Wir"-"Ihr"-Konstruktionen
wird das "Ihr" zum/zur vermeintlich gänzlich Anderen,
der/die im Gegensatz zum "Wir" als weniger emanzipiert, aufgeklärt,
tolerant, demokratisch, gebildet etc. gedacht wird. Es werden elementare
Differenzen konstruiert, die negativ bewertet und betont werden. Wenn
das Gegenüber durch die ständige Konfrontation mit den Zuschreibungen
nach und nach diese unbewusst übernimmt, ist sie oder er tatsächlich
zum vermeintlich Anderen geworden, er oder sie hat sich dem Bild vom
Anderen angeglichen. Migrantinnen und Migranten beispielsweise, die
ihre bilingualen Kompetenzen gering schätzen und ihr Augenmerk
auf die Defizite im Deutschen legen, bestätigen unbewusst den Prozess
des othering.



"Rasse"
Der Begriff ist
bezogen auf Menschen wissenschaftlich unhaltbar und obsolet. Es gibt
keinen wissenschaftlichen Beleg für die Existenz unterschiedlicher
menschlicher "Rassen". Studien haben vielmehr belegt, dass
die genetischen Unterschiede innerhalb einer sog. "Rasse"
größer sind als die, die zwischen zwei sog. "Rassen"
bestehen. Gleichwohl taucht der problematische Begriff auch in Gesetzestexten
auf, z.B. wenn im Grundgesetz formuliert wird, dass niemand "wegen
seiner Rasse" benachteiligt werden darf. Im Entwurf für ein
Antidiskriminierungsgesetz wurde stattdessen die Formulierung "aufgrund
der Rasse" gewählt, um zu verdeutlichen, dass nicht das Gesetz
von der Existenz verschiedener menschlicher "Rassen" ausgeht,
sondern "dass derjenige, der sich rassistisch verhält, eben
dies annimmt." Richtigerweise sollte auch in Gesetzestexten von
"zugeschriebener Rasse" oder "Diskriminierung aus rassistischen
Gründen" gesprochen werden. "Rasse" ist ein Produkt
des Rassismus und nicht umgekehrt.
Rassismus
Rassismus ist der
Prozess, in dem Menschen aufgrund tatsächlicher oder vermeintlicher
körperlicher oder kultureller Merkmale (z.B. Hautfarbe, Herkunft,
Sprache, Religion) als homogene Gruppen konstruiert, negativ bewertet
und ausgegrenzt werden. Der klassische Rassismus behauptet eine Ungleichheit
und Ungleichwertigkeit von Menschengruppen auf Grundlage angeblicher
biologischer Unterschiede. Im Kulturrassismus wird die Ungleichheit
und Ungleichwertigkeit mit angeblichen Unterschieden zwischen den "Kulturen"
zu begründen versucht. Rassismus ist die Summe aller Verhaltensweisen,
Gesetze, Bestimmungen und Anschauungen, die den Prozess der Hierarchisierung
und Ausgrenzung unterstützen und beruht auf ungleichen Machverhältnissen.
Repräsentationsverhältnisse
Repräsentationsverhältnisse
spiegeln die Positionierung und Darstellungsweise z.B. von Frauen, Migranten,
behinderten Menschen in der Gesellschaft wider. Sie verdeutlichen, wer
über wen und in welcher Weise im öffentlichen Diskurs spricht
und sie sind ein Indiz für gesellschaftliche Machtgefüge.
Mehrheitsangehörige meinen, die Bedürfnisse und Interessen
der jeweils betroffenen Anderen angemessen formulieren und vertreten
zu können, übersehen dabei allerdings oft, dass sie von der
Lebenswelt des/der Anderen zu wenig verstehen, und dass eigene Interesse
in die Vertretungsweise hinein spielen (können). Noch zu selten
kommen die Betroffenen selbst zu Wort, um ihre Standpunkte und Interessen
zu vertreten. Insofern können Repräsentationsverhältnisse
als ein Indiz für Partizipationschancen von Minderheiten interpretiert
werden: Um so mehr die jeweils betroffene Gruppe für sich selbst
zu sprechen in der Lage ist und auch vernommen wird, desto besser ist
es um ihre Partizipation bestellt. Allerdings können auch Selbstrepräsentationen
mit konstruierten Zuschreibungen und Reduzierung komplexer Lebenswelten
einhergehen.

Sexismus
Unter Sexismus wird
jede Art der Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts
sowie die diesen Erscheinungen zugrunde liegende Ideologie verstanden.
Sexismus findet sich in Vorurteilen und Weltanschauungen, in sozialen,
rechtlichen und wirtschaftlichen Regelungen, in Form faktischer Gewalttätigkeit
(Vergewaltigung, Frauenhandel, sexuelle Belästigung, herabwürdigende
Behandlung und Sprache) und in der Rechtfertigung solcher Gewaltstrukturen
durch den Verweis auf eine "naturgegebene" Geschlechterdifferenz.
Der Problematisierung und wissenschaftlichen Aufarbeitung hat sich insbesondere
die Frauenbewegung und -forschung mit Blick auf Frauen benachteiligende
Stereotype und Strukturen gewidmet. Die Kritik von Sexismus bezieht
sich heute auch auf sozial definierte Geschlechtsrollen und Geschlechterverhältnisse
(gender).
Stereotyp
Der Begriff wurde
1922 von Walter Lippmann für "vorgefasste Meinungen über
soziale Gruppen" in die Sozialwissenschaft eingeführt. In
der Psychologie bezeichnen Stereotype den kognitiven Aspekt von Vorurteilen.
Stereotype sind Kategorisierungen oder Eigenschaftszuschreibungen, mit
denen alltägliche Informationen über Menschen oder Sachverhalte
wahrgenommen und im Gedächtnis gespeichert werden. Sie reduzieren
Komplexität und vereinfachen die Realität, bieten aber auch
Orientierung in einer von unüberschaubar vielen Informationen gekennzeichneten
Welt. In der Gesellschaft weitgehend bekannte Stereotype zu kennen,
bedeutet nicht notwendigerweise, dass ihnen auch zugestimmt wird.
Sinti
und Roma
Sinti und Roma ist
die Selbstbezeichnung einer rund 100.000 Mitglieder umfassenden Minderheit
in Deutschland, die neben einigen anderen kleineren Gruppen als sog.
nationale Minderheit anerkannt ist. Die stigmatisierende Fremdbezeichnung
als "Zigeuner" wird vom Zentralrat Deutscher Sinti und Roma
als diskriminierend abgelehnt. Dabei verweist "Sinti" auf
die in Mitteleuropa seit dem Spätmittelalter beheimateten Angehörigen
der Minderheit, "Roma" auf diejenigen südosteuropäischer
Herkunft. Außerhalb des deutschen Sprachkreises wird Roma - oder
einfach Rom - auch als Sammelname für die gesamte Minderheit verwendet.
Stigma/Stigmatisieren
Der aus dem Griechischen
stammende Begriff steht für "Mal, entehrendes Kennzeichen".
Stigmatisieren bedeutet, eine Person oder eine Gruppe in diskriminierender
Weise zu kennzeichnen, in dem ihr bestimmte, von der Gesellschaft als
negativ bewertete Merkmale zugeschrieben werden. Dabei kann sich die
diskriminierende Kennzeichnung auf sichtbare Merkmale (z.B. Hautfarbe,
Geschlecht) oder unsichtbare Merkmale (z.B. Religion, Sexualität)
beziehen.



Vorurteil
Vorurteile sind
negative oder ablehnende Einstellungen einem Menschen oder einer Menschengruppe
gegenüber. Anderen werden dabei infolge stereotyper Vorstellungen
bestimmte und zumeist negative Eigenschaften zugeschrieben, die sich
aufgrund von Starrheit und gefühlsmäßiger Aufladung
selbst bei widersprechender Erfahrung nur schwer korrigieren lassen.
Viele Vorurteile gegenüber Minderheiten (z.B. Juden, Schwarze,
Sinti und Roma) sind historisch tradiert und werden in den Medien, in
Schulbüchern und in der Alltagssprache reproduziert.

Wahrnehmung, selektive
Zahlreiche psychologische
und soziologische Studien verdeutlichen die begrenzte Fähigkeit
des Menschen, die alltägliche Fülle von Informationen in einer
hoch komplexen Welt zu verarbeiten. Unsere Wahrnehmung wird beeinflusst
von Vorwissen, Erwartungen, situativen Bedingungen u.v.a.m. Getrübt
wird eine realitätsadäquate Informationsaufnahme und -verarbeitung
zudem durch Mechanismen der selektiven Wahrnehmung: Informationen, die
nicht mit den bestehenden Überzeugungen vereinbar sind, werden
nicht zur Kenntnis genommen oder uminterpretiert. Neue Informationen
werden nur im Rahmen der bereits bestehenden Überzeugungen gedeutet
und behalten wird nur das, was in das vorgeprägte (Welt-)Bild passt:
Wie jemand die Welt wahrnimmt, sagt deshalb mindestens so viel über
die Person aus wie über die Welt.

Xenophobie
Der aus dem Griechischen
stammende Begriff (xenos = fremd, phobos = Furcht) bedeutet wörtlich
übersetzt Furcht vor Fremden oder Fremdenangst. Im allgemeinen
deutschen Sprachgebrauch wird er auch als Fremdenfeindlichkeit wiedergegeben.
Problematisch wird es, wenn in Anlehnung an den Begriff suggeriert wird,
Furcht oder eine feindliche Haltung gegenüber Fremden sei eine
quasi-natürliche, angeborene menschliche Abwehrreaktion. Eine derartige
Naturalisierung des Sozialen, die das Verhaltensrepertoire auf menschliche
Triebe und politische Prozesse auf das Ausagieren biologischer Gesetzmäßigkeiten
reduziert, ist abzulehnen.


"Zigeuner"
Die stigmatisierende Bezeichnung "Zigeuner" ist eine in ihren
Ursprüngen bis ins Mittelalter zurückreichende Fremdbezeichnung
durch die Mehrheitsbevölkerung und wird vom Zentralrat Deutscher
Sinti und Roma als diskriminierend abgelehnt. Ob die Bezeichnung von Umschreibungen
wie "ziehende Gauner" abstammt, ist unklar. Unumstritten ist,
dass die Fremdbezeichnung schon im 16. Jh. stark negativ gefärbt
war und mit ihr - bis heute - zahlreiche Vorurteile und pauschale Diffamierungen
aufgerufen werden.
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